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Von Hauptmann von Werner aus »Berlin und seine Bauten« (1896)Die Königliche Militär-Eisenbahn |
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| Militärbahn | . | |||
| Durch Allerhöchsten Erlass vom 26. Februar 1874 wurde die
Genehmigung zum Bau und Betriebe der Militär-Eisenbahn ertheilt. Die Bahn ist Eigenthum
des Militär-Fiskus und dient zur Ausbildung von Officieren, Unterofficieren und
Mannschaften der Eisenbahn-Brigade im Eisenbahndienst. Die rd. 45 km lange, eingleisige
Strecke, welche den Schiessplatz der Artillerie-Prüfungscommission in der Commersdorfer
Forst (Kreis Teltow, Reg.-Bez. Potsdam) mit Berlin verbindet, wurde am 15. October 1875 in
Betrieb genommen. Dem öffentlichen Personen- und Güterverkehr, dem sie zunächst nur in
eingeschränkter Weise freigegeben war, wurde sie am 10. November 1888 in vollem Umfange
dienstbar gemacht.
Die Leitung und Verwaltung der Militär-Eisenbahn liegt der Königlichen Direction der Militär-Eisenbahn ob, welche in militärischer Hinsicht der Eisenbahn-Brigade und dem Chef des Generalstabes der Armee bezw. dem Kriegsministerium untersteht, bezüglich der Betriebsführung jedoch an die für den Betrieb von Eisenbahnen in Preussen bestehenden Gesetze und Vorschriften und an die Anordnungen der Eisenbahn-Aufsichtsbehörden preussischer Privatbahnen gebunden ist. Der Militär-Bahnhof Berlin liegt im Südwesten der Stadt, auf Schöneberger Gebiet zwischen den Bahnlinien Berlin - Potsdam und Berlin - Dresden, an letztere unmittelbar angrenzend und durch Gleisverbindung abgeschlossen. Die Gleisentwicklung des Bahnhofes beträgt rd. 8 km. Ungefähr vom Ausgange des Bahnhofes ab bis nach Zossen hin, d.i. auf etwa 30 km Länge, führt die Militär-Eisenbahn mit der Berlin-Dresdner Bahn auf gemeinsamem Bahnkörper. Curven auf freier Strecke, kommen bis zu einem Radius von 500 m, Steigungen bis zu 1 : 200 vor. Der Höhenunterschied zwischen Anfangs- und Endpunkt der Bahn beträgt rd. 6 m, die verlorene Steigung etwa 33 m.
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