Geschäftsbericht 1844

Beschaffenheit der Wagen

Potsdamer Bahn
Die Beschaffenheit der Personenwagen im Anfange des Jahres 1844 war keineswegs befriedigend. Es ist nicht zu leugnen, daß dieselben noch vieles zu wünschen übrig lassen und einer wesentlichen Verbesserung bedürfen. Indessen kann bei der großen Anzahl Wagen, die stets disponibel gehalten werden müssen, ein Ersatz durch völlig neue Wagen nur nach und nach bewirkt und das in dieser Beziehung früher Versäumte nur allmählich wieder nachgeholt werden. Mit der früher angewendeten Umänderung der Planwagen dritter Klasse in Wagen mit festen Oberdecken ist eingehalten, weil diese Maaßregel keinen Vortheil gewährt, welcher mit ihren Kosten im Verhältniß stände. Dagegen sind zwei Wagen erster Klasse neu gepolstert und ausgeschlagen, neun Wagen zweiter Klasse mit neuen Sitzpolstern, Rückenkissen und Wandbezügen versehen und in vier Wagen erster Klasse, d.h. in 12 Koupés, eine elegante Erleuchtung angebracht worden. Von fünf Wagen zweiter Klasse, welche der Reparatur nicht mehr fähig waren, sind die Kasten auseinandergenommen und die unbrauchbaren Materialien verkauft, die brauchbaren dagegen reservirt worden. Dasselbe ist mit den offenen achträdrigen Wagen dritter Klasse geschehen.
Siehe auch:
Eisenbahnstadt Berlin
Berlin - Potsdamer Eisenbahn
Lieferbare Titel:
mit dem Stichwort Eisenbahn in Berlin
mit dem Stichwort Eisenbahn
mit dem Stichwort Berlin
mit dem Stichwort Technikgeschichte
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