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Die Berliner Ringbahn

Chronik

[Unter Dampf] [Elektrifizierung] [Nachkriegszeit] [Erneuerung]

Ringbahn

Die Ringbahn unter Dampf

1862
Der preußische Staat entscheidet sich zum Bau einer niveaufreien und außerhalb der Stadt geführten Bahn, der heutigen Ringbahn.
1867
Die Geldmittel zum Bau der zweigleisigen Ringbahn werden bewilligt und bereitgestellt.
August 1870
Durch den Krieg entstanden am neu errichteten Ringbahnhof Tempelhof viele Lazarettbaracken. Um die Krankentransporte zu gewährleisten, wurde der Gleisbau vom Potsdamer- und vom Anhalter Bahnhof nach Tempelhof zügig voran getrieben.
15. November 1871
Die östliche Hälfte der Ringbahn - des Südrings - von Moabit über Weißensee und Rixdorf (heute Neukölln) nach Schöneberg wird eröffnet.
1. Januar 1872
Auf der Ringbahn wird der Personenverkehr aufgenommen.
11. Juli 1873
Per Gesetz wird die Vollendung und der viergleisige Ausbau der Ringbahn beschlossen.
15. November 1877
Mit der Inbetriebnahme des westlichen Abschnitts Tempelhof, Charlottenburg und Moabit ist die Ringbahn geschlossen.
1. August 1879
Der Haltepunkt Schönhauser Allee der Ringbahn wird eröffnet.
1880-1882
Zwischen Stralau-Rummelsburg und Landsberger Allee wird die Strecke viergleisig ausgebaut.
15. Oktober 1881
Die Südring-Spitzkehre der Ringbahn zum Potsdamer Bahnhof geht in Betrieb.
1882
Zwischen der neu eröffneten Stadtbahn und der Ringbahn werden Verbindungsgleise geschaffen.
1887-1890
Der Abschnitt Wedding - Landsberger Allee wird viergleisig ausgebaut.
1889-1893
Viergleisiger Ausbau der Strecke zwischen Wilmersdorf und Potsdamer Bahnhof.
1890-1896
Die Abschnitte Westend - Wedding, Stralau-Rummelsburg - Rixdorf und Wilmersdorf - Halensee werden auf vier Gleise erweitert.
1900-1902
Zwischen Ebertstraße (heute Schöneberg) und Rixdorf wird zweigleisig ausgebaut.
1. April 1891
Die Ringbahnstation des Potsdamer Bahnhofs wird eröffnet.
1. Mai 1892
Die Berliner Ringbahn fährt vom Potsdamer Ringbahnhof nach Wilmersdorf-Friedenau.
1. Dezember 1901
Die Stecke Potsdamer Ringbahnhof - Groß-Lichterfelde Ost wird in Betrieb genommen.

Nach der Elektrifizierung der Ringbahn

4. Juni 1903
Aufnahme des elektrischen Probebetriebs zwischen Potsdamer Ringbahnhof - Groß-Lichterfelde Ost
1909-1910
Zwischen den Bahnhöfen Westend und Halensee wird viergleisig ausgebaut.
1914-1921
Nach dem Ersten Weltkrieg mußte der stark beschädigte Fuhrpark erneuert werden, man entschloß sich, die neue und bewährte Gleichstrom-Technik mit in die künftigen Investitionen einzuplanen.
8. August 1924
Der erste elektrisch betriebene Personennahverkehrszug fährt vom Stettiner Vorortbahnhof an der Invalidenstraße nach Bernau. Dieser Tag gilt als Geburtstag der Berliner S-Bahn in dem heute bestehenden Verkehrssystem.
Juli 1926
Der Verwaltungsrat der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft genehmigt die Elektrifizierung der Stadt- und Ringbahnstrecken. Damit war das größte Elektrifizierungsvorhaben der deutschen Eisenbahngeschichte beschlossen worden.
10. Dezember 1928
Im Schnittpunkt der S-Bahn-Linien Spandau - Charlottenburg und Halensee - Westend wird der neue Kreuzungsbahnhof »Ausstellung« (seit 1932 Westkreuz) elektrifiziert in Betrieb genommen.
18. April 1929
Die Berliner Ringbahn ist elektrifiziert. Die Fahrzeit verkürzt sich dadurch von 106 auf 78 Minuten.
18. Dezember 1929
Die von der Ringbahnstation Jungfernheide abgehende Siemensbahn wird mit den Stationen Wernerwerk, Siemensstadt und Gartenfeld eröffnet.
1. Dezember 1930
Für das Berliner Stadtbahnsystem werden offiziell der Begriff »S-Bahn« («für Schnellbahn«) und das weiße »S«-Bahn-Emblem auf grünem Grund eingeführt.
1. März 1933
Mit dem Umsteigebahnhof Schöneberg wird ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt zwischen der Wannsee- und der S-Bahn eröffnet.
1. November 1933
Die Reichsbahndirektion legt einen Kurzstreckentarif von 15 Pfennigen für die Dritte und von 20 Pfennigen für die Zweite Klasse der S-Bahn fest.
Herbst 1942
Schwere Kriegsbeschädigungen an der Verbindungskurve der Stadtbahn zum Nordring am Ostkreuz führen zur Einstellung der Strecke.
Ende 1943
Durch die schweren Beschädigungen im Krieg wird die Südring-Spitzkehre zum Potsdamer Ringbahnhof nicht mehr benutzt. Befahren wird jetzt nur noch der Vollring.
25. April 1945
Der gesamte S-Bahn Verkehr kommt, wegen der fehlenden Kohle und der daraus resultierenden mangelnden Stromversorgung, zum Erliegen.
6. August 1945
Der elektrische Zugverkehr wird zwischen Wannsee und dem Potsdamer Ringbahnhof wiederaufgenommen.
Februar 1946
Die noch durch den Krieg unterbrochene Verbindung zwischen Ostkreuz und Treptower Park wird wieder in Betrieb genommen.

Die Nachkriegszeit der Ringbahn

2. Juli 1952
Zwischen den Bahnhöfen Schöneberg und Papestraße stoßen zwei S-Bahn-Züge zusammen. 190 Personen werden zum Teil schwer verletzt.
9. Dezember 1953
Bei dichtem Nebel stößt zwischen den Bahnhöfen Witzleben und Westkreuz ein S-Bahn-Zug auf einen haltenden Zug. Es gibt 75 Verletzte.
13. August 1961
Durch den Mauerbau in Berlin wurde der Vollring zwischen Sonnenallee und Treptower Park, Gesundbrunnen und Schönhauser Allee sowie im Bereich Köllnische Heide und Baumschulenweg unterbrochen.
70er Jahre
Die S-Bahn wird im Westteil der Stadt boykotiert.
17. September 1980
Beginn des West-Berliner Eisenbahner-Streiks.
28. September 1980
Die westliche Hälfte der Ringbahn sowie viele andere S-Bahn-Strecken im Westteil Berlins werden nach dem S-Bahn-Streik außer Betrieb genommen.
30. Dezember 1983
Die Westalliierten stimmen der Vereinbarung zu, den S-Bahnbetrieb im Westteil der Stadt durch die Berliner Verkehrs Betriebe wiederaufzunehmen.
9. Januar 1984
Die Betriebsführung der S-Bahn im Westteil der Stadt wird den Berliner Verkehrs Betrieben (BVG) übergeben.
1985
Nach kostspieligen Modernisierungsarbeiten betreibt die BVG die Strecken Lichtenrade - Frohnau, Wannsee - Friedrichstraße und Wannsee - Anhalter Bahnhof.
25. September 1989
Die Sanierungsarbeiten zur Inbetriebnahme der westlichen Ringbahn zwischen Westend und Schöneberg beginnen.

Die Erneuerung der Ringbahn

2. Juli 1990
Zwischen den wiedervereinten Teilen der Stadt verkehrt seit dem Mauerbau am 13. August 1961 der erste durchgehende S-Bahn-Zug.
17. Dezember 1993
Der südliche Abschnitt Westend - Baumschulenweg der Ringbahn wird wieder in Betrieb genommen.
1. Januar 1994
Die Deutsche Bahn AG erhält die Betriebsrechte der gesamten S-Bahn in Berlin.
15. April 1997
Der Streckenabschnitt Westend - Jungfernheide wird wiedereröffnet.
18. Dezember 1997
Auf dem südlichen Innenring wird die 3,5 km lange Lücke zwischen den Bahnhöfen Neukölln und Treptower Park geschlossen und in Betrieb genommen.
19. Dezember 1999
Der Streckenabschnitt Jungfernheide - Westhafen wird wiedereröffnet.
16. Juni 2002
Die Ringbahn ist wieder durchgehend befahrbar.

Siehe auch:
Eisenbahnstadt Berlin
Ringbahn
Lieferbare Titel:
mit dem Stichwort Eisenbahn in Berlin
mit dem Stichwort Eisenbahn
mit dem Stichwort Berlin
mit dem Stichwort Technikgeschichte


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21.05.06 • 10.06.06