Stadtbahn

Chronik

Stadtbahn
1872
Gründer der Stadtbahn ist die Deutsche Eisenbahn-Baugesellschaft (DEBG). Unter dem Namen Berliner Stadteisenbahn-Gesellschaft beginnt diese private Gesellschaft, finanziell beteiligt durch die Berliner Privatbahnen und den Staat Preußen, mit dem Bau der Strecke als Teilabschnitt der Süd-West-Bahn. Nach dem Konkurs der Gesellschaft beendet der Staat die Bauarbeiten. Auf 731 Viaduktbögen durchquert sie viergleisig (zwei Fern- und zwei Vorortgleise) in Ost-West-Richtung die Berliner Innenstadt.
29. Dezember 1881
Die Berliner Stadtbahn unternimmt ihre erste Probefahrt.
6. Februar 1882
Kaiser Wilhelm I. befährt mit großem Gefolge die Berliner Stadtbahn.
7. Februar 1882
Die 12,145 km lange Stadtbahn zwischen Schlesischem Bahnhof und Charlottenburg wird für den Lokalverkehr eröffnet. Ein Baukilometer kostet 6 Millionen Mark.
15. Mai 1882
Die Berliner Stadtbahn wird für den Fernverkehr eröffnet.
15. Oktober 1884
Der Bahnhof Zoo wird um eine Fernbahnstation erweitert.
1885
Die Station Tiergarten wird eröffnet.
1896
Eröffnung des Bahnhofs Savignyplatz.
1900
Der elektrische Versuchsbetrieb wird zwischen dem Wannseebahnhof und Zehlendorf eingeführt.
1909
Der Schlesische Bahnhof wird um einen Seitenbahnsteig erweitert.
1913
Der Preußische Landtag beschließt, die Stadt-, Ring- und Vorortbahnen zu elektrifizieren, der Plan sieht jedoch noch eine Oberleitung-Einphasen-Wechselstrom Versorgung vor.
1921
Neuere Untersuchungen ergeben, daß eine 800Volt Gleichspannungs-Versorgung der S-Bahn mit seitlicher Stromschiene wirtschaftlicher ist.
1922
Die Bahnhöfe, Gebäude und Viaduktbögen der Stadtbahn werden umfangreich saniert.
1923
Der Bahnhof Friedrichstraße wird sechsgleisig ausgebaut.
11. Juni 1928
Die Gleise für den Lokalverkehr der Stadtbahn werden für den elektrischen Betrieb eröffnet (800V Gleichspannungs-Versorgung). Gleichzeitig werden die Züge der Bauart Stadtbahn eingeführt.
1. Dezember 1930
Für das Berliner Stadtbahnsystem wird offiziell der Begriff »S-Bahn« («für Schnellbahn«) und das weiße »S«-Bahn-Emblem auf grünem Grund eingeführt.
1. November 1933
Die Reichsbahndirektion legt einen Kurzstreckentarif von 15 Pfennigen für die Dritte und von 20 Pfennigen für die Zweite Klasse der S-Bahn fest.
1934-36
Die Bahnhöfe Friedrichstraße und Zoologischer Garten werden umfangreich saniert.
1943-45
Durch die starken Bombenangriffe des Zweiten Weltkrieges wird die Stadtbahn schwer beschädigt.
17. Mai 1953
Die Ostberliner Reichsbahndirektion setzt mit Beginn des Sommerfahrplanes auf den S-Bahn-Strecken von Friedrichstraße nach Falkensee, Potsdam und Oranienburg besondere Züge (Durchläufer) ein, die in den Westsektoren nicht halten.
13. August 1961
Der durchgehende Zugverkehr auf der Stadtbahn wird durch den Bau der Berliner Mauer unterbrochen, einzig der Bahnhof Friedrichstraße bleibt für den Transitverkehr geöffnet.
1962-64
Der Bahnhof Alexanderplatz wird modernisiert.
9. Januar 1984
Die Betriebsführung der S-Bahn im Westteil der Stadt wird den Berliner Verkehrs Betrieben (BVG) übergeben.
1985
Auf dem Ostbahnhof werden umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt.
1987
Der Ostbahnhof wird in Hauptbahnhof umbenannt.
2. Juli 1990
Zwischen den wiedervereinten Teilen der Stadt verkehrt seit dem Mauerbau am 13. August 1961 der erste durchgehende S-Bahn-Zug.
1. Januar 1994
Die Deutsche Bahn AG erhält die Betriebsrechte der gesamten S-Bahn in Berlin.
1995-96
Das Gleisbett der Stadtbahn wird komplett modernisiert und erneuert.

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Siehe auch:
Eisenbahnstadt Berlin
Stadtbahn
Lieferbare Titel:
mit dem Stichwort Eisenbahn in Berlin
mit dem Stichwort Eisenbahn
mit dem Stichwort Berlin
mit dem Stichwort Technikgeschichte
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