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| Am 6. November 2000 nahm der
Berliner Stromversorger Bewag eine neue 380-Kilovolt-(kV)-Kabelanlage zwischen dem
Umspannwerk Friedrichshain im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg und dem neu erbauten
Umspannwerk Marzahn im gleichnamigen Bezirk in Betrieb. Damit wurde die letzte Lücke der
insgesamt 38,3 Kilometer langen 380-kV-Diagonale durch die Lastschwerpunkte Berlins
geschlossen. Sie führt von der nordwestlichen Stadtgrenze in Spandau-Hakenfelde bis zur
östlichen Stadtgrenze in Marzahn. Das am 6. November 2000 fertig gestellte letzte Teil der 380-kV-Diagonale ist 5,2 Kilometer lang. Es handelt sich dabei um eine durchgehende Tunnelanlage in einer Tiefe von bis zu 25 Metern, deren Bau im Oktober 1997 begonnen und im Juli 1999 abgeschlossen wurde. Die von August 1999 bis Juli 2000 im Tunnel eingebauten beiden 380-kV-Kabelsysteme haben eine Länge von jeweils 5,4 Kilometern und eine Übertragungsleistung von 1.100 Megawatt pro System. Für den Bau der Gesamtanlage einschließlich des Neubaus des Umspannwerk Marzahn investierte die Bewag rund 235 Millionen DM. Die Tunnelröhre hat einen Außendurchmesser von 3,60 Metern und einen Innendurchmesser von drei Metern. Von drei Schachtbauwerken ausgehend waren zeitweise drei Tunnelvortriebsmaschinen parallel im Einsatz. Die maximale Vortriebsleistung betrug 185 Meter pro Woche, im Durchschnitt wuchs der Tunnel um 65 Meter pro Woche. Im Trassenverlauf mussten diverse Häuser, Fern- und Regionalbahnlinien sowie Hauptverkehrsstraßen unterquert werden. Beim Bau des Tunnels wurden insgesamt 63.000 Kubikmeter Erdreich gefördert. Das entspricht rund 3.500 LKW-Ladungen. Zur Wartung der 400-kV-Kunststoffkabel (VPE) und der Tunnelanlage wurde eine Einschienenhängebahn installiert. Diese kann sowohl mittels Video-Kamera ferngesteuert, als auch mit Wartungspersonal besetzt eingesetzt werden. |
![]() Foto: Bewag |
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