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Durch die Verbindung von Teltow- und Landwehrkanal durch den Neuköllner Schiffahrtskanal wurde eine starke Industrialisierung hervorgerufen, worauf im Jahre 1909 beim Magistrat von Berlin ein Antrag zum Betreiben einer Hafenbahn in Rixdorf (heutiges Neukölln) gestellt wurde. Nach mehrmaligen Änderungen wurde der Bau eines Hafengleises unter Mitbenutzung der Schienenwege der gleichzeitig errichteten städtischen Gasanstalt genehmigt. Am 26. Oktober 1914 wurde die Strecke eröffnet. Die Gleise verliefen vom Hafen parallel zum Schiffahrtskanal über die Kaiser-Friedrich-Straße (heute Sonnenallee) zum Güterbahnhof Neukölln - Treptow. Bemerkenswert sind die engen Radien und die starke Steigung, die zu häufigen Überlastungen der Lokomotiven führte. Im Jahre 1915 wurde die Bezeichnung Neuköllner Hafenbahn eingeführt. Die Staatsbahnen verbrachten die Wagen bis zur Lahnstraße, danach wurden sie per Seilwinde, Menschen- oder Pferdekraft gezogen. Im Jahre 1918 wurden wegen des ständig steigenden Güteraufkommens zwei Lokomotiven angeschafft. Oft kamen auch Leihlokomotiven der BEHALA, der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn und der Osthavelländischen Eisenbahn zum Einsatz. Aufgrund der hohen Gütertransporte wurde im Jahr 1919 eine Erweiterung der künftigen »Industriebahn Neukölln« von der Stadtgemeinde genehmigt, welche durch die Inflation und Geldknappheit nicht in die Realität umgesetzt werden konnte. Überbleibsel dieser Zeit ist noch der Name »Industriebahn Neukölln«. Ein Großteil der noch verbliebenen Gleise wurden nach dem Zweiten Weltkrieg von den umliegenden Firmen demontiert. Heute ist nur noch ein geringes sich kaum lohnendes Verkehrsaufkommen auf den wenigen Gleisen zu verzeichnen, so daß der Bezirk Neukölln die Stillegung der Strecke forderte. Seit dem 1.9.1989 ist die Strecke Eigentum der Industriebahn - Gesellschaft Berlin mbH IGB, so daß ein laufender Betrieb durch die BEHALA gewährleistet ist.