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| Science Fiction > Bärzin |
Die GeschichteEs war an einem verregneten Tag im August 1995, als in Berlin-Mitte der erste Hinweis entdeckt wurde, daß die Geschichte der deutschen Hauptstadt völlig neu geschrieben werden mußte. Dieser Hinweis war ein Trümmerstück mit der Aufschrift »The c-base project: be future compatible«, das zu einer riesigen Raumstation gehört, die unter dem Stadtzentrum von Berlin liegt. Vom 845,3 Meter durchmessenden Komplex ragt nur die heute als Fernsehturm genutzte Antenne aus dem Boden. Im Herbst 1995 wurde der gemeinnützige Verein c-base e. V. gegründet, der sich die Rekonstruktion der Station und die Umsetzung zukunftsorientierter Ideen zum Ziel setzte. Kurz darauf begann man im Hinterhof der Oranienburger Str. 2 auf einer Fläche von 270 m² mit der Rekonstruktion einer Schleusensektion, die im Jahr 2000 abgeschlossen wurde. Am 11. August 2000 begann die Phase 2 der Rekonstruktionsarbeiten, als in der Rungestraße 20 eine zweite Ausgrabungsstätte eröffnet wurde. Die neu entdeckte Multimodulstation der c-base nimmt eine Fläche von 542 m² ein. |
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Die LegendeDie c-förmige Raumstation wurde irgendwann im 3. Jahrtausend als Generationenraumschiff gebaut, das über eine »Einstein-Rosenbaum-Brücke« zu einem jungen Planeten im Sternbild Cassiopeia versetzt werden sollte, um ihn durch Terraforming bewohnbar zu machen. Doch beim Transfer kam es zu einem Berechnungsfehler mit der Asimov-Konstanten. Dadurch wurde die Station nicht räumlich, sondern zeitlich versetzt; sie sprang 4,5 Milliarden Jahre in die Vergangenheit, ohne jemals den Erdorbit verlassen zu haben. Da der Bordrechner c-beam aus Kompatibilitätsgründen mit einem 32-Bit-System ausgestattet war, das nur einen Zeitraum von 4,29 Milliarden Jahren erfassen kann, wurde der Fehler von der Besatzung nicht bemerkt, die unbeirrt ihren Auftrag weiterverfolgte und mit dem Terraforming der jungen Erde begann. Obwohl die c-base mit dem »Möbiusband-Accumulator« über eine unendliche Energiequelle verfügt, kam es vor etwa 100.000 Jahren zu einer technischen Panne, worauf die Station abstürzte und langsam im märkischen Sand versank. |
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AktivitätenDer c-base e. V. hat etwa 150 Mitglieder, die sich aus den verschiedensten kreativen
Bereichen rekrutieren. Ein Schwerpunkt des Angebots sind Seminare zur Einführung in
Computersysteme, Software und Webdesign, zur privaten und beruflichen Weiterbildung. Dazu
gehören auch die Treffen des Chaos Computer Club (CCC) mit dem Rahmenprogramm »art &
beauty«. Die Bereiche Kunst und Design sind durch Ausstellungen, Performances und Events
repräsentiert. So wurde auch das c-gate in aufwendiger Arbeit rekonstruiert, das
Eingangsportal zum Freizeitbereich der c-base, das erstmals beim legendären oxygene club
im E-Werk Berlin zum Einsatz kam. Zur transmediale 98
wurde eine c-beam-Datenrettungssonde im Keller des Podewil entdeckt und vor Zuschauern
rekonstruiert. Weitere Aktivitäten sind Treffen der der Perry-Rhodan-Rißzeichner zur
rz-c-onference, Poetry-Slams, Turniere der Jugger-Sportgruppe oder die Fluxsound-Partys.
Regelmäßig findet die offene c-lounge an jedem Donnerstag ab 18 Uhr statt, während sich
die 3-D-Computergrafiker an jedem zweiten Mittwoch treffen. Über aktuelle Veranstaltungen
informiert die Homepage In der Tatort-Folge »Tödliches Labyrinth« (Erstausstrahlung am 12.12.1999 in der ARD) ermitteln die SFB-Kommissare Ritter und Hellmann unter anderem in der c-base, um den Mord an einem Hacker aufzuklären. |
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BewertungScience-Fiction-Fans müssen sich in der Öffentlichkeit und insbesondere vor Journalisten immer wieder von UFO-Gläubigen und anderen Spinnern distanzieren. Die Leute von der c-base dagegen haben den Spieß umgedreht und fabulieren mit völlig ernster Miene über Fakten und Details der Raumstation im Untergrund von Berlin. Und im Gegensatz zu fanatischen Trekkies, die ihre Uniform anlegen und sich in ferne Welten träumen, können sie handfeste »Beweise« für ihre Story vorzeigen. Die c-base-Crew beschränkt sich nicht auf fröhliche Stammtischrunden, sondern setzt ihre Ideen tatsächlich um. In fleißiger und kreativer Arbeit wurden die Räume der c-base gestaltet, die mit dem düsteren postindustriellen Dekor eine ungewöhnliche Mischung aus Jugendzentrum, Vereinshobbykeller, Computerschulungszentrum und Techno-Club darstellen. In diesem Ambiente mit einer ganz besonderen Atmosphäre ergeben sich wie von selbst Synergien zwischen den unterschiedlichsten künstlerischen und technischen Bereichen. |
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c-base - Raumstation
unter Berlin Mitte
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