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Verbindungen Schaffen - Zug um ZugBerliner Innenring, Nördlicher Abschnitt |
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| Deutsche Bahn AG | . | ||
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In idealer Weise erschloß der im Jahre 1877 in Betrieb
genommene Berliner Innenring, Nördlicher Abschnitt, ab 1928 gleichzeitig mit
S-Bahn-Betrieb, den Großraum Berlin. Doch infolge des Mauerbaus im August 1961 mußten
Teilstrecken völlig außer Betrieb gesetzt werden. Einige Teilstücke wurden abgerissen
oder sind verfallen.
Der Wiederaufbau des Berliner Innenringes ist ein wichtiger Bestandteil des Berliner Schienenverkehrskonzeptes. Er ist das Bindeglied der aus West, Nord und Süd ankommenden Strecken und bildet mit seinem nördlichen Abschnitt den »Hut« des Berliner Pilzkonzeptes. Auf dem rund 17 km langen Streckenabschnitt des Berliner Innenrings, Nördlicher Abschnitt, sind eine zweigleisige S-Bahn und eine zweigleisige, teilweise viergleisige Fernbahn geplant. Heute überwuchern Bäume und Sträucher die Bahnanlagen. Brücken, Überführungen und Stützwände sind durch Witterungseinflüsse stark geschädigt und die technischen Einrichtungen marode und zerfallen. Eine bloße Sanierung der vorhandenen Anlagen genügt also nicht, vielmehr ist deren völlige Erneuerung notwendig. Insgesamt gehören zu diesem Projekt die Rekonstruktion bzw. der Neubau von 154 Ingenieurbauwerken: Brücken, Tunnel, Stützbauwerke und Bahnhöfe, wie zum Beispiel Jungfernheide und Gesundbrunnen.
Ein bedeutender Teilabschnitt des Ringes ist der Verkehrsknoten »Nordkreuz«. Er verknüpft die aus Richtung West- und Ostkreuz kommenden S-Bahn-Linien mit dem Nordwesten und Nordosten der Stadt und ist zugleich wichtiger Umsteigepunkt auf die Regional- und Fernbahn. Der Bahnhof Gesundbrunnen wird für ein paralleles Halten von Fern-, Regional- und S-Bahn-Zügen eingerichtet. Um solch umfangreiche Baumaßnahmen durchzuführen, bedarf es eines exakt abgestimmten Logistikplanes zur Bedienung der Baustellen. Durch die starke Konzentration von Bauvorhaben auf engstem Raum müssen alle verfügbaren Transportwege einbezogen werden. Etwa 30% aller Materialtransporte können auf dem Schienenweg, der Rest über Straßen- oder Wasserwege bewältigt werden.
Aus: »Schienenverkehrsknoten Berlin - Verbindungen Schaffen - Zug um Zug«, Herausgeber: Deutsche Bahn AG (7/1994)
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