Berlinale 2000

50. Internationale Filmfestspiele Berlin

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Der neue Auftritt der Internationalen Filmfestspiele Berlin

Die Berlinale präsentiert sich zum Jahrtausendwechsel mit neuem Gesicht. Vom 9. bis zum 20. Februar 2000 stellt sie sich erstmals am Potsdamer Platz ihrem Publikum vor. Der Umzug und ihr 50. Jubiläum bieten Grund zum Feiern - aber auch Anlaß für Veränderungen.

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin haben sich für eine strategische Neuausrichtung entschieden, die auf der Basis eines neuen Erscheinungsbildes entsteht. Die visuelle Umsetzung knüpft dabei an das Symbol der bewegten Geschichte der Berlinale an, den von der Bildhauerin Renée Sintenis entworfenen Berliner Bären. Seit einem halben Jahrhundert ist er die begehrte Film-Trophäe der Berlinale und als Logo bekannt. Fortan wird er zusammen mit der Wortmarke Berlinale das Filmfest in der internationalen Öffentlichkeit primär repräsentieren. Bild- und Wortmarke prägen die gesamte Geschäftsausstattung des Festivals. Zum Berlinale-Beginn zeigen sich auch die dreisprachige Filmdokumentation und das Programm-Booklet mit neuer grafischer Gestaltung.

Gong Li wird Jurypräsidentin der 50. Berlinale

Die international renommierte chinesische Schauspielerin Gong Li wird Präsidentin der Internationalen Jury der 50. Berlinale im Jahr 2000 sein. Erstmals wurde somit eine chinesische Persönlichkeit ernannt, um dieses angesehene Amt bei einem großen westlichen Festival zu übernehmen.

Wie Festivalleiter Moritz de Hadeln bekannt gab, gibt es für ihn keinen besseren Weg, das neue Millenium und das 50. Jubiläum zu feiern, als Gong Li mit solch einer führenden Rolle nach Berlin zurück zu holen. Gong Li erlangte weltweiten Ruf in Berlin durch ihre Darstellung in Zhang Yimous Film Rotes Kornfeld (Hong gao liang • VRC 1987), der bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 1988 den »Goldenen Bären« als bester Film erhielt.

»Als ich Gong Li Mitte November in Hongkong traf, begeisterte mich ihre klare Einschätzung der Situation der Filmindustrie weltweit und ich wußte sofort, dass sie die perfekte Jurypräsidentin der Berlinale 2000 sein würde« so de Hadeln weiter, »Sie ist eine wunderbare Person - eine perfekte Mischung aus Talent, Klugheit, Schönheit und eine wahre Botschafterin für die Zukunft des chinesischen Kinos«.

Auch Gong Li war sich der Bedeutung ihrer Aufgabe sehr bewusst, als sie die Einladung zur Juryvorsitzenden akzeptierte: »Ich fühle mich geehrt und freue mich, nach so vielen Jahren wieder nach Berlin zurück zu kommen. Ich werde mein Bestes tun, um meine Aufgabe zu erfüllen, obwohl ich weiß, dass es keine einfache sein wird« sagte sie. Wir müssen alle voneinander lernen und jeder Filmemacher, Schauspieler oder Schauspielerin, all diejenigen, die an einem Film mitarbeiten, sind Teil einer internationalen Gemeinschaft. Filmkunst ist universell.«

Zu Ehren ihrer Tätigkeit als Jurypräsidentin wird das Festival außer Konkurrenz ihren jüngsten Film Breaking the Silence von Sun Zhou als Weltpremiere präsentieren. Gong Li brilliert darin mit ihrer außergewöhnlichen Darstellung als Mutter eines taubstummen Kindes. Regisseur Sun Zhou und Gong Li werden an der Pressekonferenz anläßlich der Festivalvorführung teilnehmen.


Der Berlinale-Palast im Stella Musical Theater am Potsdamer Platz
Foto: Berlinale

Hommage 2000 • Ehrengast: Jeanne Moreau

Im Jubiläumsjahr der Internationalen Filmfestspiele Berlin wird ein glamouröser europäischer Star im Mittelpunkt der Hommage stehen: Jeanne Moreau. Auf Einladung des Festivaldirektors Moritz de Hadeln kommt die französische Schauspielerin nach Berlin und wird am 11. Februar 2000 mit einem Goldenen Bären für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Im Rahmen der Ehrung wird eine Sonder-Vorführung von Tony Richardson's Adaption des Genet-Stückes Mademoiselle (Mademoiselle • GB/F1966) stattfinden.

»In ihrer mehr als 50-jährigen Karriere hat sich Jeanne Moreau ihre dauerhaft steigende Popularität bei Publikum und Filmemachern in der ganzen Welt bewahrt. Mit ihrem unverwechselbaren Spiel von Intellektualität und Leidenschaft hat sie in zahlreichen unterschiedlichen Rollen ihr großes schauspielerisches Können bewiesen«, meinte Moritz de Hadeln bei der Ankündigung.

Im Rahmen der Hommage an Jeanne Moreau wird die Berlinale eine Auswahl ihrer Filme präsentieren. Die Hommage wird verantwortet vom Filmmuseum Berlin - Deutsche Kinemathek.

• Pressemitteilung der Berlinale • 29.10.1999

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