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Weltpremieren steht das Wettbewerbsprogramm der 51. Internationalen Filmfestspiele Berlin
nun fest. 24 Spielfilme und 11 Kurzfilme werden ins Rennen um die begehrten Goldenen und
Silbernen Bären gehen, die von einer neunköpfigen Jury unter dem Vorsitz des Amerikaners
Bill Mechanic vergeben werden.
Angesichts der zunehmenden Anzahl von Coproduktionen oder internationalen
Verleihgeschäften tritt die formelle Nationalität von Filmen für den kritischen
Beobachter immer mehr zurück, wichtiger ist der kulturelle Hintergrund. Besonders aktiv
in Hinblick auf solche Kooperationen sind die USA, Frankreich, Italien und Japan.
Nachfolgend eine vollständige Liste aller ausgewählten Filme in der Reihenfolge ihrer
vorrangigen kulturellen und geografischen Ursprungsgebiete:
- Aus Asien im Wettbewerb:
- SHIQI SUI DE DAN CHE (BEIJING BICYCLES) von Wang Xiao-shuai (VR China)
mit Zhou Xun, Cui Lin und Li Bin.
- AI NI AI WO (BETELNUT BEAUTY) von Ling Chin-sen (Taiwan, China) mit
Chang Chen, Sinje, und Leon Dai.
- CHLOE von Go Riju (Japan) mit Masatoshi Nagase, Shinya Tsukamoto und
Rie Tomosaka - eine Adaptation des Romans L'Ecume des Jours von Boris Vian.
- NUE (INUGAMI) von Masato Harada (Japan) mit Yuki Amami, Atsuro Watabe
und Kazuhiro Yamaji.
- GONG DONG KYUNG BI GU YUK (JOINT SECURITY AREA) von Park Chan-Wook
(Süd-Korea) mit Song Kang-ho, Lee Vonung-heon, Lee Young-ae und Kim Tae-woo.
- Südamerika und Afrika präsentieren jeweils einen Film:
- LA CIENAGA von Lucrecia Martel (Argentien) mit Graciela Borges,
Mercedes Morán und Martin Adjemian.
- LITTLE SENEGAL von Rachid Bouchareb (Algerien/Senegal) mit Sotigui
Kouyate, Roschdy Zem und Sharon Hope.
Das europäischen Kino wird im diesjährigen Programm stark vertreten sein.
- Aus Frankreich:
- A MA SOEUR von Catherine Breillat mit Anais Reboux, Roxane Mesquida,
Librero de Rienzo und Arsinée Khanjian.
- FELIX ET LOLA von Patrice Leconte mit Charlotte Gainsbourg, Philippe
Torreton und Alain Bashung.
- INTIMACY von Patrice Chéreau mit Mark Rylance, Kerry Fox, Timothy
Spall, Marianne Faithfull und Phillipe Calvario. Der Film wurde ausschließlich in England
gedreht.
- Aus Italien:
- LE FATE IGNORANTI von Ferzan Ozpetek mit Margherita Buy, Stefano
Accorsi, Serra Yilmaz und Andrea Renzi.
- DER ZAUBER VON MALENA (MALENA) von Giuseppe Tornatore mit Monica
Bellucci, Giuseppe Sulfaro und Luciano Federico.
- Aus Großbritannien und Irland:
- CHOCOLAT von Lasse Hallström mit Johnny Depp, Juliette Binoche, Alfred
Molina, Judi Dench und Lena Olin.
- THE CLAIM von Michael Winterbottom mit Peter Mullan, Wes Bentley,
Nastassja Kinski und Milla
Jovovich.
- DER SCHNEIDER
VON PANAMA (THE TAILOR OF PANAMA) von John Boorman mit Pierce Brosnan, Geoffrey Rush, Jamie Lee Curtis,
Brendan Gleeson und Catherine McCormack.
- WIT von Mike Nichols mit Emma Thompson, Christopher Lloyd, Eileen
Atkins und Harold Pinter.
- Aus Dänemark, Spanien und Polen kommt jeweils ein Film:
- ITALIENSKE FOR BEGYNDERE (ITALIENISCH FÜR ANFÄNGER) von Lone Scherfig
mit Anders W. Berthelsen, Anette Støvelbæk und Peter Gantzler - ein neuer Dogma Film,
der erste, bei dem eine Frau Regie führte.
- YOURE THE ONE (UNA HISTORIA DE ENTONCES) von José Luis Garci mit
Lydia Bosch, Julia G. Caba, Juan Diego und Ana Fernandez.
- WEISER von Wojciech Marczewski mit Marek Kondrat, Juliane Köhler,
Krystyna Janda und Zbigniew Zamachowski.
- Und schließlich wird das deutsche Kino vertreten durch:
- DUELL -
ENEMY AT THE GATES von Jean-Jacques Annaud
mit Joseph Fiennes, Jude Law, Rachel Weisz, Ed Harris, Bob Hoskins, Matthias Habich, Eva
Mattes und Sophie Rois. Dieser Film wird am 7. Februar das Festival eröffnen und ist
außer Konkurrenz im Wettbewerbsprogramm zu sehen.
- MY SWEET HOME von Filippos Tsitos mit Harvey Friedman, Nadja Uhl, Mario
Mentrup und Monika Hansen. Eine low budget Coproduktion mit Griechenland.
- Amerika wird mit vier Filmen, vorwiegend Independent Produktionen, im Wettbewerb
vertreten sein:
- BAMBOOZLED von Spike Lee mit Damon Wayans, Savion Glover und Jada
Pinkett-Smith.
- FORRESTER - GEFUNDEN (FINDING FORRESTER) von Gus Van Sant mit Sean
Connery, F. Murray Abraham, Robert Brown und Anna Paquin.
- THE PLEDGE von Sean Penn mit Jack Nicholson, Sam Shepard, Robin Wright
Penn, Benicio del Toro, Mickey Rourke, Harry Dean Stanton und Helen Mirren.
- TRAFFIC von Steven Soderbergh mit Michael Douglas, Don Cheadle,
Catherine Zeta-Jones und Benicio del Toro.
- Zwei weitere amerikanische Filme werden außer Konkurrenz gezeigt:
- HANNIBAL von Ridley Scott mit Anthony Hopkins, Julianne Moore, Ray
Liotta und Gary Oldman.
- QUILLS - MACHT DER BESESSENHEIT von Philip Kaufman mit Geoffrey Rush,
Kate Winslet, Joaquin Phoenix und Michael Caine.
Im Wettbewerbsprogramm sind auch 11 Kurzfilme enthalten. Darunter Arbeiten bekannter
Spielfilm-Regisseure: Anja Breien (Norwegen), Wong Kar-wei (Hong Kong), Peter Kern
(Deutschland).
- Das Programm wird als eine weitere Attraktion, außer Konkurrenz, die Weltpremieren
zweier Dokumentarfilme zeigen:
- STANLEY
KUBRICK - A LIFE IN PICTURES von Jan Harlan - ein dreiteiliger Dokumentarfilm
über Stanley Kubricks
von Kubricks Schwager und langjährigem Executive Producer. Der Film wird in Berlin als
Videoprojektion gezeigt und enthält bisher unveröffentlichtes Material aus seinem
Familienleben und seiner Arbeit kommentiert von Tom Cruise.
- SUPER 8 STORIES von Emir Kusturica - ein halbdokumentarischer Film
über seine Band.
- Weitere Höhepunkte sind die Ehrungen für Fritz Lang, Kirk Douglas und Stanley Kubrick
mit den Vorführungen von:
- WEGE ZUM RUHM
(PATHS OF GLORY) von Stanley Kubrick (1957) -
Als eine Ehrung für Kirk Douglas, mit Kirk Douglas, Ralph Meker, Adolphe Menjou und
George MacReady.
- METROPOLIS
von Fritz Lang (1927) mit
Heinrich George, Alfred Abel, Gustav Fröhlich und Brigitte Helm. Die Vorführung wird von
dem Berliner Radio Synphonie Orchester unter der Leitung von Frank Strobel begleitet mit
einer neu komponierten Musik von Bernd Schultheis.
- Als Abschlußfilm des Festivals am 18. Februar läuft die restaurierte 70mm
Version von:
- 2001:
ODYSSEY IM WELTRAUM von Stanley Kubrick (1968) mit
Keir Dullea, Gary Lockwood und Wiiliam Sylvester.
Das Festival wird vom 7. bis 18. Februar 2001 an seinem neuen Standort am Potsdamer
Platz stattfinden. Viele Stars werden zum Anlass der Aufführungen ihrer Filme zusammen
mit den Regisseuren am Potsdamer Platz erwartet. Etwa 14.000 Gäste aus über 100 Ländern
werden zur 51. Berlinale erwartet, die zum letzten Mal von Moritz de Hadeln geleitet wird.
Pressemitteilung der Berlinale 18.1.2001 |
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