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ThemenDie transmediale präsentierte sich auch im Jahr 1999 wieder als anregendes Forum für die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Neuen Medien. Das Themenspektrum reichte von digitalen Videoproduktionen über neue japanische Anime-Filme und Computerspielen bis zur »Net.art«. Hinter dem Motto »challenge TV« verbarg sich die Frage, in welcher Form Fernsehen und Internet zusammenwachsen werden. Damit bot das Festival eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich über ungewöhnliche und originelle Konzepte zu informieren - und sich schon heute einen Eindruck zu verschaffen, was morgen die große Medienlandschaft bestimmen wird. Das Ambiente der transmediale 99 wurde von Studenten der Kunsthochschule Berlin Weissensee gestaltet. Als Sitzgelegenheiten dienten Holzkisten und Säcke, die einen interessanten Kontrast zur HiTech bildeten und jeden Anschein einer musealen Atmosphäre vermieden. Dadurch wurden die Besucher zum Mitmachen und Ausprobieren animiert. An einem Dutzend PCs konnte man sich in aller Ruhe durch die vorgestellten Internet-Projekte und CD-ROMs klicken, und in den Nebenräumen luden interaktive Installationen zur Erkundung virtueller Welten ein. Im großen Projektionssaal des Podewil, der 240 Zuschauer faßt, wurden im Wechsel Gesprächsrunden abgehalten und insgesamt 95 Videofilme vorgeführt. Einen genaueren Überblick über das Programm geben der recht informative Katalog in
deutsch und englisch (18 DM) und die Internet-Seiten des Festivals ( |
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ComputeranimationenEin besonderer Schwerpunkt der transmediale 99 war das Thema »film goes digital«, präsentiert vom Gastkurator Herbert Gehr. Auf dieser Programmschiene wurde eine umfangreiche Palette von Filmen zusammengestellt, die die Möglichkeiten der Computeranimation demonstrieren. Eine Vorstellung der Kurzfilme von John Lasseter mußte leider ausfallen, doch dafür gab es jede Menge anderer interessanter Beiträge zu entdecken. Filme wie 2 Can Be One (F 1997) von Cécile Babiole oder Trespass (D 1998) von Marco Zeugner wurden mit einfachsten Mitteln realisiert, während Has Beans (AUS 1998) von Andrew Tamandl über den eskalierenden Konflikt zwischen roten und weißen Bohnen oder Serving Suggestion (AUS 1998) von Tony Thorne aufwendig animierte Geschichten erzählen. Die künstlerischen Anwendungen der Computeranimation veranschaulichten Filme wie Runners (J 1998) von Kazuma Morino oder LMX Spiral (GB 1998) von Richard Wright. |
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PreiseEine internationale Jury vergab am letzten Tag des Festivals den mit 7.500 DM dotierten transmediale award 1999, der an die Kurzfilme Take Me Home (GB 1998) von Matt Hulse und Zoetrope (GB 1998) von Joseph Hyde ging. Im Bereich CD-ROM wurde Nightwalks von Hugo Glendinning und als Internet-Projekt The Future Looms - Holes Linings Threads von Alicia Felberbaum ausgezeichet. Eine größere Zustimmung des Publikums fand die Jury-Entscheidung für den transmediale student award 1999. Das Preisgeld in Höhe von 5.000 DM teilten sich der Gameboy-Trashkurzfilm Shit Kid Tales (D 1998) von Nico Ihlein und Aus den Sterntagebücher des Ijon Tichy (D 1999) von Oliver Jahn, Dennis Jacobsen, Randa Chahoud sowie die originelle CD-ROM Mut der Ahnungslosen von Rigoletti M und Lotio F. Nach der Preisverleihung endete das Festival mit einer großen award party im club transmediale im Maria am Ostbahnhof. |
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