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VideoFestDie transmediale entstand aus dem VideoFest, einem Nebenprogramm der Sektion »internationales forum des jungen films«, das erstmals 1988 im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin veranstaltet wurde. Damit wollte der Begründer und künstlerische Leiter Micky Kwella auch solchen Produktionen ein Forum bieten, die auf elektronischen Medien realisiert wurden und somit von reinen Filmfestivals wie der Berlinale ausgeschlossen waren. In Zusammenarbeit mit der Medienoperative, die später in die Mediopolis Berlin e.V. umgewandelt wurde, entwickelte sich daraus in den neunziger Jahren das größte internationale Videofilmfestival. 1993 konnte als neuer Veranstaltungsort das Podewil an der Klosterstraße in der Nähe des Alexanderplatzes gewonnen werden - mit einem Projektionssaal, in dem 240 Zuschauer Platz finden. 1995 wurden über 1.300 Videos aus 39 Ländern eingereicht und für das Programm 186 Arbeiten aus 27 Ländern ausgewählt. |
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Neue MedienDas Jahr 1995 markiert den Beginn einer nachhaltigen Wende, als auf dem VideoFest erstmals auch Multimedia-Projekte vorgestellt wurden. Nachdem 1996 um die 7000 Besucher gezählt wurden, wäre das zehnte Jubiläum beinahe ins Wasser gefallen, als der Berliner Senat es versäumte, rechtzeitig die finanzielle Unterstützung zu bewilligen. Daher musste das »10. VideoFest - transmedia 97« in den Mai verschoben werden, was einen erheblichen Rückgang der Besucherzahlen zur Folge hatte. Die Highlights des Jahres 1997 waren die Themen Nanotechnologie und der Cyborg-Mythos, britische TV-Sitcoms, eine Bücherverbrennung mit Blixa Bargeld und Kain Karawahn und eine Werkschau des Videopioniers Daniel Reeves. Die Schwerpunktverschiebung wurde im Folgejahr auch im Titel der Veranstaltung deutlich gemacht, die als »transmediale 98 - 11. VideoFest« firmierte - und wieder parallel zur Berlinale stattfand. Die erste »richtige« transmediale stand unter dem Motto »Bestandsaufnahme Sehen« und konnte mit großen Namen wie Lynn Hershman, Niklas Schilling, Walter Kempowski und Herbert Feuerstein aufwarten. Vorgestellt wurden unter anderem neue Trends im Fernsehen und die Geschichte der Computeranimation. Insgesamt waren 282 Arbeiten aus 18 Ländern vertreten. |
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transmedialeAm Ende der neunziger Jahre hatte sich die transmediale als wichtiger Bestandteil der Berliner Medienlandschaft etabliert. Der Schwerpunkt des Festivals liegt in der Erkundung neuer technischer und künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten in den elektronischen Medien Video, CD-Rom und Internet. In Screenings, Ausstellungen, Performances und Diskussionsrunden werden experimentelle Arbeiten von Studenten und etablierten Künstlern vorgestellt. Sowohl Macher und Fachleute als auch interessierte Konsumenten und Laien erwartet ein anregendes Programm mit ungewöhnlichen Seh- und Hörerfahrungen. Eine Fachjury prämiert die besten Arbeiten mit transmediale awards, die jeweils mit mehreren tausend Mark dotiert sind. Die bisherigen Höhepunkte des Festivals waren die transmediale 99 und die transmediale 2000, die von den Themenschwerpunkten Computeranimation und Netzkunst dominiert wurden, ohne daß man die kleineren Medienkunstformen vernachlässigte - wie das typische Studentenvideo, das sich radikal den Sehgewohnheiten des Massenpublikums verweigert. Eine unterhaltsame Ergänzung des Programms war der »club transmediale«, eine gelungene Fusion zwischen Clubkultur und Multimediakunst - 1999 im Maria am Ostbahnhof, 2000 im Haus des Lehrers am Alexanderplatz. Auch während des übrigen Jahres finden im Podewil eine inmedia talk/show und andere Programme zum Thema Medienkunst statt. Ob sich das erreichte Niveau auch im neuen Jahrtausend halten läßt, steht noch in den Sternen. Die transmediale 01 litt unter spürbaren finanziellen und konzeptionellen Einschränkungen. Kein guter Start für Dr. Andreas Broeckmann, der im symbolträchtigen Jahr 2001 die Festivalleitung von Micky Kwella übernahm. |