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Berlinale 2000 • 50. Internationale Filmfestspiele Berlin

Retrospektive

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Künstliche Menschen, manische Maschinen, kontrollierte Körper

»It's moving - it's alive - it's alive. Now I know what it feels like to be God!« Das ist die Sehnsucht des Schöpfers, des Baron Frankenstein, dessen Name und Geschichte längst zum Synonym geworden ist für die von ihm geschaffene Kreatur, jenem bemitleidenswerten Geschöpf, das aus Leichenteilen zusammengeflickt ist. Boris Karloff als das zusammengenähte Monster, das ist der künstliche Mensch im Film.

»Künstliche Menschen« heißt das Thema der filmhistorischen Retrospektive der Berlinale 2000, die den Untertitel »Manische Maschinen. Kontrollierte Körper« trägt.

Es gibt eine Tradition in der Kulturgeschichte, sich mit dem Thema der künstlichen Menschen und Wesen, auch mit Puppen und Automaten zu beschäftigen. In der Filmgeschichte tauchen künstliche Menschen von Beginn an auf. Der Grundmythos von der zweiten Geburt, der den göttlichen Schöpfungsakt nachzugestalten versucht, hat bei Filmautoren bis heute rigorose Phantasien freigesetzt.

Die Retrospektive der Berlinale und das dazu im Berliner Jovis Verlag erscheinende Buch handeln von Plagiaten und von ihrer filmisch-technologischen Realität. Es geht um Homunculi, Alraunen, Roboter, Androiden, Cyborgs. Untersucht werden die Romantizismen der Monster und die Melancholie des Künstlichen. Seltene Stummfilme werden neben neuesten Produktionen zu sehen sein. Präsentiert werden Filme aus Deutschland und den USA, aus England, Frankreich und Italien, aus der Sowjetunion, Rußland und auch aus Japan. Die Retrospektive versucht, frühe Filmgeschichte mit Beispielen neuer filmischer Technologien zu verknüpfen, der Rückblick verbindet sich mit den Perspektiven der Zukunft.

Vom Golem bis zum Terminator, von der Maschinen-Maria bis zu Alraune, von Homunculus bis R2D2: Medienwelten und viele unheimliche Begegnungen der dritten Art. Schöne neue Welt, Künstliche Intelligenz, Körperindustrie und Gentechnologie, Virtualität und Politik.

Die Retrospektive, wieder konzipiert und verantwortet von der Deutschen Kinemathek, entwirft im Jahr 2000 ein Panorama filmischer Schöpfungsakte.

• Pressemitteilung der Berlinale • 16.12.1999

Retrospektive-Programm

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