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| ALIEN CONTACT 66 |
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Hugo Alien Contact |
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Der Hugo wurde auf dem
NoreasconI in Boston, MA. verliehen.
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| Novel Larry Niven: Ringworld (Buchausgabe bei Ballantine; dt. Ringwelt, B 15/16, B 21016, B 24168, neu übersetzt als B 24238) Dies ist der erste und zentrale Roman zu Nivens Ringwelt-Universum, in dem sich außer den Menschen noch einige andere außerirdische Rassen tummeln. Vor langer zeit gab es einen Krieg zwischen Menschen und Kzinti, kriegerischen, humanoiden Katzenwesen. An seinem zweihundertsten Geburtstag trifft Louis Wu einen Außerirdischen, dessen Rasse schon seit Jahrhunderten nicht mehr auf Menschenwelten gesehen wurde. Es ist ein Pierson-Puppenspieler namens Nessus, ein sehr merkwürdig, beinahe lächerlich aussehendes Wesen, das drei Beine und zwei schlangenförmige Köpfe hat und dessen Münder gleichzeitig als Hände dienen. Nessus überredet Louis Wu, eine junge Frau namens Teela Brown und einen Kzin namens Der-zu-den-Tieren-spricht zu einer Expedition, die ein Artefakt einer unbekannten alten Zivilisation erforschen soll: die Ringwelt. Dabei handelt es sich um einen massiven Ring aus Planetenmaterie, der den Umfang einer Planetenbahn hat und um einen fernen Stern kreist. Die Innenfläche dieses Rings bietet drei Millionen Mal mehr Platz als die Oberfläche eines Planeten, doch von den Erbauern ist keine Spur zu finden. Lediglich allerlei kleine Überreste von Siedlern und einige rätselhafte Artefakte werden entdeckt. Nivens Aliens, insbesondere der Pierson-Puppenspieler und der Kzin, wirken wie Comic-Figuren, aber nicht wie ausgearbeitet Fremdwesen. Ein Großteil der Versatzstücke des Romans sind aus früheren Romanen anderer Autoren allzu bekannt. Lediglich die Ringwelt selbst ist eine faszinierende Idee, die eine Welle von Romanen über große kosmische, außerirdische Objekte einleitete (zum Beispiel Orbitsville von Bob Shaw, Rama von Arthur C. Clarke oder Gateway von Frederik Pohl). Leider war Niven nicht in der Lage, einen schlüssigen Roman zu schreiben, insbesondere die zweite Hälfte von Ringwelt ist lediglich eine Aneinanderreihung von belanglosen Abenteuerchen. Folgerichtig enttäuscht auch der Schluss. Franz Rottensteiner schrieb in ALIEN CONTACT 13: »Die Hard SF, prinzipiell angesehener als die Space Opera, enthält aber, sofern sie im Weltraum spielt, häufig Elemente der Space Opera, und man kann ohne große Übertreibung behaupten, dass ein als Hard-SF-Autor geltender Schriftsteller wie Larry Niven lediglich ein glorifizierter Space-Opera-Schreiber ist. Siehe Ringworld, das mit einer einzigen Idee, einer gigantischen Dyson-Sphäre, aufzuwarten hat, während die Handlung aus einer Anhäufung konventioneller Abenteuer besteht.« Bob Shaw hat mit seinem Roman Orbitsville mehr geleistet, zumal seine literarischen Fähigkeiten weit ausgeprägter sind. Niven hat zwar eine Reihe interessanter Kurzgeschichten geschrieben, seine Romane orientieren sich jedoch zu sehr am Massenmarkt, um tatsächlich neue Aspekte in die Science Fiction einzubringen. |
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Weitere Nominierungen:
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| Novella Fritz Leiber: »Ill Met in Lankhmar« (April 1970 in THE MAGAZINE OF FANTASY & SCIENCE FICTION; dt. »Das Haus der Diebe« in Leiber: Schwerter im Nebel, H 4287; als »Verhängnis in Lankhmar« in Simak [Hrsg.]: Der Bonsai-Mensch, PSF 6725; als »Schicksalhafte Begegnung in Lankhmar« in Leiber: Der unheilige Gral, Phantasia Paperback Fantasy 2001) Seit den frühen 40er Jahren schrieb Fritz Leiber bereits an seinem Schwerter- bzw. Lankhmar-Zyklus, einer Reihe von lose zusammenhängenden Erzählungen um die beiden Helden Fafhrd und den Grauen Mausling, die in den ersten Jahren vor allem im Magazin Fantastic erschienen. Obwohl die Serie sehr beliebt war und ist, sind Leibers Vorbilder nicht schwer zu erkennen. Der reckenhafte Fafhrd ist ein Barbar ganz nach Robert E. Howards Conan, der Graue Mausling hingegen erinnert stark an Cugel den Schlauen von Jack Vance. Herausragend an der Serie ist jedoch das Zusammenspiel dieser beiden Fantasy-Konzepte, und die beiden Helden ergänzen einander hervorragend. Die Fantasywelt Nehwon mit ihren Wüsten, Einöden und düsteren Städten ist von Piraten bevölkert, von wilden Reitern, Zauberern und frechen Dieben. In der vorliegenden Geschichte treffen Fafhrd und Mausing zum zweiten Mal zusammen und werden hier durch ihre gemeinsamen Erlebnisse zu einem Team. Beide haben eine Geliebte. Eine der beiden verlangt wegen früherer Vorfälle Rache am Haus der Diebe. Widerstrebend ziehen die beiden Helden volltrunken los, um zunächst die Lage zu erkunden und das Haus der Diebe zu auszukundschaften. Während ihrer Abwesenheit werden die beiden Frauen durch böse Magie getötet. Als die beiden Helden dies erfahren, kommt es schließlich zum blutigen Zweikampf mit dem Zauberer, der dem Haus der Diebe vorsteht. Inhaltlich knüpft diese lange Erzählung an die beiden Novellen »The Snow Women« (dt. »Die Schneefrauen«) und »The Unholy Grail« (dt. »Der unheilige Gral«) an, wobei alle drei Texte zusammen den Band Swords and Deviltry (dt. Schwerter und Teufelei) bilden. Gewiss gab es schon zuvor originellere Sword & Sorcery-Erzählungen; es ist jedoch anzunehmen, dass Fritz Leiber den Hugo stellvertretend für die ganze Reihe der Lankhmar-Geschichten erhalten hat; zumal die Erzählung »The Snow Women« ebenfalls in diesem Jahr für den Hugo nominiert war, jedoch vom Autor zurückgezogen wurde. |
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Weitere Nominierungen:
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| Short
Story Theodore Sturgeon: »Slow Sculpture« (Februar 1970 in GALAXY; dt. »Das Erwachen« in Spiegl [Hrsg.]: Science Fiction Stories 49, UTB 3148; als »Die langsamste Skulptur der Welt« in Sturgeon: Sein Name war Mensch, G 184; als »Der Bonsai-Mensch« in Simak [Hrsg.]: Der Bonsai-Mensch, PSF 6725; als »Langsames Wachstum« in Sturgeon: Lichte Augenblicke, Shayol SF 1006) Ein Mann begegnet bei Versuchen an einem Birnbaum in einem hochgelegenen Obstgarten einer fremden jungen Frau. Er bittet sie um Hilfe bei einem Experiment und erfährt bei einem Gespräch, dass sie an Brustkrebs leidet. Er bietet ihr an, sie zu heilen, denn er hat ein sehr unkonventionelles Verfahren entwickelt, das Körperzellen an unkontrolliertem Wachstum hindert und sogar die kranken Zellen in Ordnung bringt, und das ganze durch eine einfache Injektion. Nachdem sie wieder zu sich kommt, bittet er sie schweigend zu gehen. Doch die Frau lässt sich nicht abweisen, sondern will mehr über den verbitterten Mann erfahren. Und so erzählt er, dass er immer wieder Erfindungen gemacht hat, die die Welt jedoch nicht will. Entweder verhindern Großkonzerne aus wirtschaftlichen Interessen den Fortschritt, oder die Menschen sind einfach nicht bereit. Das Mittel gegen Krebs würde sich nicht durchsetzen, allein schon deshalb, weil der Mann kein Arzt, sondern Ingenieur ist. Niemand würde ihm Glauben schenken, und so versucht er noch nicht einmal, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Doch die Frau scheint ihn zu verstehen. Sie bewundert auch den Bonsai-Baum des Mannes die titelgebende »langsame Skulptur«. Sie glaubt, den desillusionierten Mann zu verstehen, der in seiner Seele verletzt wurde und sich nun von der Menschheit zurückgezogen hat. Sie selbst fühlt ähnlich und beschließt, bei ihm zu bleiben. In der recht kurzen Geschichte geschieht nicht sehr viel; interessant wird sie vor allem durch die Dialoge zwischen den beiden fremden Menschen, die sich langsam näher kommen. Eine stille, aber tiefgründige Geschichte, die die Stärken eines großen Erzählers offenbart. |
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| Dramatic
Presentation Kein Preis |
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Nominierungen:
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| Professional
Magazine THE MAGAZIN OF FANTASY AND SCIENCE FICTION Bereits zum sechsten Mal in Folge konnte THE MAGAZINE OF FANTASY & SCIENCE FICTION den Hugo erringen. Im Zeitraum 1970/71 erschienen Texte wie The Faceless Man (2 Teile; Februar und März 1971; dt. Der Mann ohne Gesicht) von Jack Vance, »The Queen of Air and Darkness« (April 1971, dt. »Die Königin der Luft und der Dunkelheit«) von Poul Anderson und Jack of Shadows (2 Teile; Juli und August 1971; dt. Jack aus den Schatten) von Roger Zelazny. Weitere Autoren waren u. a. Keith Roberts, Robert Sheckley, Zenna Henderson, Sonya Dorman, George Zebrowski, Gene Wolfe, Larry Niven, Michael Bishop, Thomas M. Disch. Darüber hinaus schrieb Isaac Asimov über mehrere Jahre hinweg die ständige Rubrik »Science«, in der er über Neues und Kurioses aus der Wissenschaft berichtete. |
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Weitere Nominierungen:
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| Professional
Artist Leo and Diane Dillon Das Grafiker-Ehepaar, beide 1933 geboren und seit 1957 verheiratet, sind das einzige Team, das je einen Hugo gewonnen hat. Seit 1958 arbeiten sie als professionelle Grafiker und gestalteten Schallplattenhüllen, Filmplakate, Werbung, Weihnachtskarten, Kinderbücher und vieles mehr. In den späten sechziger Jahren gestalteten sie zahlreiche Cover für ACE Books, insbesondere für die Reihe Ace Specials. |
![]() Titelgrafik von Leo and Diane Dillon |
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Weitere Nominierungen:
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| Fanzine LOCUS (Charles and Dena Brown, eds.) Das heute semiprofessionelle Magazin erscheint seit 1968 und nennt sich selbst »The Newspaper of the Science Fiction Field«. Ursprünglich war es als Nachrichtenblatt mit einer Seite konzipiert, entwickelte sich im Laufe der Jahre jedoch zu einer umfangreichen Zeitschrift. In den ersten Jahren war Charles N. Browns Frau Marsha Mitherausgeberin, nach Browns erneuter Heirat im Jahr 1970 wurde seine neue Frau Dena Mitherausgeberin. Ab 1976 gab Charles N. Brown seinen Beruf als Elektroingenieur auf und widmete sich LOCUS als Vollzeitjob. Zu dieser Zeit wurde aus dem Fanzine auch ein semiprofessionelles Magazin. Um 1980 erreichte Locus eine Auflage von 5000 Exemplaren, Anfang der neunziger Jahre sogar 8700 Exemplare. Die Zeitschrift berichtet über Neuigkeiten aus der Verlagslandschaft, bringt Rezensionen von Büchern und Magazinen sowie umfangreiche Interviews. Locus ist das meistausgezeichnete Sekundärmagazin der Science Fiction. |
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Weitere Nominierungen:
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| Fan
Writer Richard E. Geis Der Herausgeber der SCIENCE FICTION REVIEW (siehe 1969) wurde vor allem für seine Rezensionen und kommentierenden Artikel ausgezeichnet. |
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Weitere Nominierungen:
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| Fan
Artist Alicia Austin Die Auszeichnung mit dem Hugo für ihre Zeichnungen und Illustrationen in fannischen Publikationen bedeutete für Alicia Austin einen drastischen Karriereschub in Richtung Professionalität. Mitte der siebziger Jahre illustrierte sie einige Erzählungen für THE MAGAZINE OF FANTASY & SCIENCE FICTION später auch einige Bücher, u. a. von Andre Norton, Elizabeth Lynn, Larry Niven und Lewis Shiner. |
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| ALIEN CONTACT 66 |