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| ALIEN CONTACT 67 |
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Hugo Alien Contact |
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Der Hugo wurde auf dem
L.A.ConI in Los Angeles, CA. verliehen.
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| Novel Philip José Farmer: To Your Scattered Bodies Go (Buchausgabe, basierend auf mehreren Erzählungen; dt. Die Flußwelt der Zeit, H 3639) Neunzehn Jahre nachdem Farmer die erste Version dieser Geschichte geschrieben
hatte, erschien schließlich das Buch, das noch heute zu seinen wichtigsten gezählt wird.
Sir Richard Francis Burton, der englische Forschungsreisende, Literat und
Abenteurer, hatte vergeblich versucht, die Quellen des Nils zu entdecken, hatte
»Tausendundeine Nacht« ins Englische übersetzt und war der erste Europäer, der, als
Mohammedaner verkleidet, Mekka und Medina besuchte. Nach der seltsamen und unerklärlichen Wiedergeburt müssen die Menschen, die
übrigens alle ihre Jugend wiedererlangt haben, einander natürlich erst einmal kennen
lernen. Und so stellt sich heraus, dass die bereits oben erwähnte ehrenwerte Lady namens
Alice Hargreaves eigentlich diejenige ist, für die Lewis Carroll sein Buch »Alice im
Wunderland« geschrieben hat, auch wenn dies nicht explizit im Roman erwähnt wird. Mit
dieser Anspielung hat Farmer eine seiner Inspirationsquellen angeführt. Schnell freundet
sich Burton auch mit dem Amerikaner Peter Jarius Frigate an (beachten Sie die Initialen!).
Ein weiterer Begleiter, den Burton sehr schnell kennen lernt, ist gar kein Mensch, sondern
ein Außerirdischer namens Monat Grrautut. Und dessen Erscheinen auf der Erde ist unter
Umständen auch die Erklärung, warum keine Menschen nach dem 20. Jahrhundert in der
Flusswelt wiedererweckt wurden. Kurz nachdem er auf der Erde eingetroffen war, wurde
bekannt, dass seine Rasse das Rätsel der Unsterblichkeit gelöst hat. Die Menschen
wollten sein Raumschiff erobern, nachbauen und damit zu seiner Heimatwelt reisen, um der
fremden Rasse das Geheimnis zu entreißen. Doch dazu ließ es Monat nicht kommen, denn er
musste sich mit Waffengewalt verteidigen. Wie die Auseinandersetzung ausgegangen ist,
weiß er jedoch selbst nicht, denn er hat sie, wie so viele andere, nicht überlebt. Farmers Roman besteht zu weiten Teilen aus Dialogen zwischen den skurrilen Charakteren,
und die Missverständnisse zwischen unterschiedlichen Epochen und Kulturen sind
unterhaltsam. Allerdings leidet die Fortführung der Handlung darunter. Der Autor wollte
wohl nicht schon am Anfang sein Pulver verschießen, folgten diesem Buch doch noch mehrere
Fortsetzungen. |
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Weitere Nominierungen:
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| Novella Poul Anderson: »The Queen of Air and Darkness« (April 1971 in THE MAGAZINE OF FANTASY AND SCIENCE FICTION; dt. »Die Königin der Luft und der Dunkelheit« in Anderson: Zwischen den Milchstraßen, G 213; als »Die Königin der Luft und Dunkelheit« in Biggle [Hrsg.]: Gute Nachrichten aus dem Vatikan, PSF 6721; als »Herrin der Luft und der Dunkelheit« in Jeschke [Hrsg.]: Ikarus 2002, H 6390) Auf einem fernen Planeten bei der Sonne Charlemagne leben die Kolonisten in der Siedlung Christmas Landing fast wie im Mittelalter. Sie sind von der Kommunikation mit anderen Siedlungen weitgehend abgeschnitten und müssen der ungewohnten Umwelt ihren Lebensunterhalt abtrotzen. So machen Gerüchte die Runde, und als immer wieder Kinder spurlos verschwinden, reden die Leute vom »Alten Volk«, den angeblichen Ureinwohnern des Planeten, die jedoch noch niemand zu Gesicht bekommen hat. Also wird aus der Hauptstadt des Planeten ein Detektiv gesandt, um herauszufinden, was es mit den Kindesentführungen auf sich hat. Und tatsächlich taucht schließlich eines der verschollen geglaubten Kinder auf und berichtet von der »Herrin der Luft und der Dunkelheit«, bei der die Menschen ihre eigentliche Bestimmung finden. Elfengleiche Wesen erscheinen, doch dem Detektiv gelingt es, die wahre Natur der Aliens zu entlarven, die die Vorstellung von Elfen und Geistern auf telepathischem Wege den Gedächtnissen der Menschen entnommen haben. Der Anfang der Geschichte und die ersten Schilderungen der Ureinwohner sind enorm kitschig und sentimental, doch benutzt Poul Anderson die Klischees absichtlich für seine Erzählung. Am Ende der Geschichte erfährt der Leser schließlich, wieso auf einem fremden Planeten ausgerechnet typisch irdische Elfen und ähnliche Fabelwesen auftauchen. Auf diese Weise gelingt dem Autor eine hervorragende Mischung aus harter Science Fiction, Fantasy und Detektivgeschichte. Leider gibt es zu viele Protagonisten in der Geschichte, so dass die einzelnen Figuren wenig Kontur gewinnen. Das ist jedoch typisch für Poul Andersons Werke dieser Zeit, da der Autor meist mehr Wert auf Handlung und Schilderung der Umwelt als auf die Zeichnung der Charaktere seiner Figuren legte. Die drei deutschen Übersetzungen weichen stilistisch und qualitativ enorm voneinander ab. Darum sei hier ausdrücklich die neueste Übersetzung von Michael Siefener (enthalten in Ikarus 2002) empfohlen. |
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Weitere Nominierungen:
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| Short
Story Larry Niven: »Inconstant Moon« (1971 in Niven: All the Myriad Ways, Ballantine; dt. »Der Mond scheint hell « in Spiegl [Hrsg.]: Science Fiction Stories 50, UTB 3153; als »Wechselhafter Mond« in Jeschke [Hrsg.]: Heyne Science Fiction Jahresband 1982, H 3870 und in Jeschke [Hrsg.]: Fernes Licht, H 2100) Mit dieser Erzählung ist Larry Niven eine der besten und eindrucksvollsten Katastrophengeschichten der siebziger Jahre gelungen. Protagonist und Ich-Erzähler der Geschichte ist ein Autor, der sich mit wissenschaftlichen Publikationen beschäftigt. Alles beginnt damit, dass der Mond viel heller scheint als normalerweise. Bald wird klar, dass die Sonne aus dem Gleichgewicht geraten sein muss. In den USA, wo sich der Protagonist aufhält, ist es gerade Mitternacht, aber über die andere Seite der Erde muss ein unglaublich starker Strahlungs- und Hitzesturm hinweggejagt sein. Der Protagonist ruft nacheinander mehrere Freundinnen an, um in dieser Nacht nicht allein zu sein. Ihm ist klar, dass sich die Welt für immer verändern, eventuell sogar vollständig vernichtet wird. Wenn nicht die gesamte Menschheit stirbt, so werden doch gewaltige Katastrophen die bisher unversehrten Teile der Erde verheeren. Es bleiben nur noch wenige Stunden bis zum Morgengrauen, die der Erzähler für einige letzte Vergnügungen nutzt. Die Unausweichlichkeit der Katastrophe und die Hilflosigkeit der Menschen macht diese Geschichte so eindringlich. Vor allem vermeidet es Niven, die konkreten Auswirkungen der Sonnenaktivität zu beschreiben, und belässt es bei Vermutungen des Protagonisten. Vor allem konzentriert sich der Autor mehr auf seine Figuren, deren Gespräche und Reaktionen. So präsentiert sich Niven auf außergewöhnlich literarischem Niveau, das man nach dem comicartig eindimensionalen Ringworld nicht von ihm erwarten würde. |
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Weitere Nominierungen:
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| Dramatic
Presentation A Clockwork Orange (Kino) (dt. Uhrwerk Orange) Bereits 1969 erhielt Stanley Kubrick den Hugo für 2001 A Space Odyssey. A Clockwork Orange basiert ebenfalls auf einem Werk der SF-Literatur, und zwar dem gleichnamigen Roman von Anthony Burgess. Erzählt wird von einer Gruppe Jugendlicher, die unter ihrem Anführer Alex enorm gewalttätig ist. Keine Erziehungsmaßnahme funktioniert, und so versucht man es mit Gehirnwäsche und Konditionierung einer enorm sadistischen Form der Aversionstherapie. Kubrick führte nicht nur Regie, sondern schrieb für diesen sehr umstrittenen Film auch das Drehbuch. Nach seiner Veröffentlichung wurde der Film weniger wegen der künstlerischen Umsetzung seines Themas, sondern vielmehr wegen einiger drastischer Sex- und Gewaltszenen diskutiert. In der Encyclopedia of Science Fiction wird der Film als religiöse Allegorie auf das Frankenstein-Thema interpretiert. Aus heutiger Sicht wirken Kubricks filmische Stilmittel jedoch altmodisch und etwas bemüht. |
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Nominierungen:
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| Professional
Magazine THE MAGAZIN OF FANTASY AND SCIENCE FICTION Im Jahr 1972 wurde der Hugo in dieser Kategorie zum letzten Mal vergeben. Stattdessen wurde später der »Best Editor«, also der beste Herausgeber, gewählt. THE MAGAZINE OF FANTASY AND SCIENCE FICTION brachte im Zeitraum 1971/72 u. a. »The Autumn Land« (Oktober 1971; dt. »Ewiger Herbst«) von Clifford D. Simak, »The Price of Pain Ease« (November 1971; dt. »Alles hat seinen Preis«) von Fritz Leiber, »Goat Song« (Februar 1972; dt. »Bocksgesang«) von Poul Anderson, »And I Awoke and Found Me Here on the Cold Hills Side« (März 1972; dt. »Und ich erwachte und fand mich hier am kalten Berghang«) von James Tiptree jr. sowie The Brave Free Men (2 Teile; Juli und August 1972; dt. Der Kampf um Durdane) von Jack Vance. Außerdem erschienen Storys und Artikel u. a. von Isaac Asimov, John Sladek, Frederik Pohl, Curt Siodmak, William Tenn, Gene Wolfe, Lester del Rey, Barry Malzberg, Ray Bradbury und Harlan Ellison. |
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Weitere Nominierungen:
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| Professional
Artist Frank Kelly Freas Neben vielen anderen Arbeiten war Frank Kelly Freas von Mitte der sechziger Jahre bis 1976 der Haupttitelbildkünstler des Magazins ANALOG und hat mit seinen dynamischen und atmosphärischen Bildern nicht nur das Aussehens dieses Magazins bestimmt, sondern auch Einfluss auf die Ideen der Autoren genommen. |
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Weitere Nominierungen:
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| Fanzine LOCUS (Charles N. Brown, ed.) Ein weiteres Mal wurde Charles Brown für seine hervorragende Arbeit mit einem Hugo belohnt (siehe 1971). |
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Weitere Nominierungen:
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| Fan
Writer Harry Warner, Jr. Der Journalist und SF-Fan Harry Warner jr. schrieb weiterhin fleißig Artikel für Fanzines über die Geschichte des Fandoms. |
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Weitere Nominierungen:
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| Fan
Artist Tim Kirk Sein ausgeprägter Stil bei Fantasymotiven verschaffte Tim Kirk seinen zweiten von fünf Hugos. |
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Weitere Nominierungen:
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| Special Awards Harlan Ellison for excellence in anthologizing Again, Dangerous Visions Club du Livre d'Anticipation (France) for excellence in book production NUEVA DIMENSION (Spain) for excellence in magazine production |
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