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| Science Fiction > Kurd Laßwitz Preis |
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für die Übernahme des finanziellen Risikos und das Engagement bei der Herausgabe von
LaudatioDie sechs Almanache der »Lichtjahr-Reihe« galten als die inhaltlich gelungensten und wegen ihrer Ausstattung und Gestaltung auch schönsten SF-Bücher in der DDR. Die Publikation eines schon fertiggestellten 7. Bandes scheiterte 1990, da dem Verlag das verlegerische Risiko dieses aufwendig gestalteten und damit teuren Bandes zu hoch war. Fast 10 Jahre später machten sich einige Enthusiasten daran, dieses Buch nun doch noch zu publizieren: Erik Simon erklärte sich bereit, das Werk wieder als Herausgeber zu betreuen, der Freundeskreis SF Leipzig übernahm alle organisatorischen und technischen Aufgaben und, nachdem sich vollmundige Versprechungen einer kurzlebigen SF-Dachorganisation als wertlos herausgestellt hatten, auch das alleinige finanzielle Risiko -- also alle Aufgaben eines Verlages. Wenn in der Nominierung zum Kurd-Laßwitz-Preis besonders dieser Enthusiasmus gewürdigt wurde, so hatten die Abstimmungsberechtigten bei ihrer Wahl sicher auch das Ergebnis dieser Bemühungen vor Augen. Erik Simon als Herausgeber gelang es mit Lichtjahr 7 einen fundierten Rückblick, Überblick und Ausblick auf die DDR- bzw. ostdeutsche Science Fiction zu geben, der Freundeskreis SF Leipzig legte ein Buch vor, das in Ausstattung, graphischer und typographischer Gestaltung den Vergleich zu den vorangegangenen Bänden nicht zu scheuen braucht. Die Mehrheit der deutschsprachigen SF-Schaffenden stimmte deshalb dafür, Erik Simon und dem Freundeskreis Science Fiction Leipzig e.V. für die Übernahme des finanziellen Risikos und das Engagement bei der Herausgabe der Anthologie Lichtjahr 7 den Kurd Laßwitz Sonderpreis des Jahres 1999 zu verleihen. |
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![]() Der Treuhänder des Kurd-Laßwitz-Preis, Udo Klotz (4 v.l.) und Hans-Peter Neumann (r.) mit den Preisträgern Erik Simon (4 v.r.) und dem Freundeskreis Science Fiction Leipzig. Foto: Peter Fleissner |
Links neben dem Werk steht die Plazierung, rechts folgen die erreichte Punktzahl, die Anzahl der Wertungen und die Anzahl der Wertungen mit der Höchstpunktzahl (5 Punkte). Abstimmungsbögen, die in einer Kategorie nur ein Kreuz enthielten, wurden für diese Kategorie mit der Höchstpunktzahl bewertet.
| Plazierung | Punkte gesamt |
Anzahl Wertungen |
Anzahl Höchstwert. |
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| 1 | Erik Simon und der Freundeskreis Science Fiction Leipzig e.V. für die Übernahme des finanziellen Risikos und das Engagement bei der Herausgabe von Lichtjahr 7. | 118 | 30 | 16 |
| 2 | Ekkehard Redlin für sein Lebenswerk als Lektor, Herausgeber und Förderer mehrerer Generationen (ost-) deutscher SF-Autoren, anlässlich seines 80. Geburtstages. | 117 | 30 | 11 |
| 3 | Franz Rottensteiner für 36 Jahre Herausgabe des Quarber Merkur. | 96 | 29 | 11 |
| 4 | Erik Simon für die bombige Alternativwelten-Anthologie Alexanders langes Leben, Stalins früher Tod, erschienen bei Heyne. | 81 | 25 | 2 |
| 5 | Phantastische Bibliothek Wetzlar für die kontinuierliche Arbeit und aktuell die Ausrichtung der Ausstellung zur DDR-SF 10 Jahre nach der Wende mit vielen Einzelprogrammen. | 74 | 26 | 4 |
| 6 | Florian
Breitsameter für seinen SF-Infodienst und seine Website |
73 | 28 | 4 |
| 7 | Jörg Kaegelmann für seine Verdienste zur Popularisierung deutschsprachiger SF, bei der er beweist, dass sie die harte Konkurrenz aus USA nicht wirklich zu fürchten braucht, und dass ein nostalgisch orientierter Fanverlag den steinigen Weg zum professionellen Verlag bewältigen kann. | 68 | 21 | 4 |
| 8 | Ernst Petz und Franz Rottensteiner für die zweibändige Anthologie Die Prophezeiungs-Falle: Ablaufdatum 31.12.2000 (Einzeltitel: Weltuntergänge en gros und Weltuntergänge en detail, erschienen bei Aarachne), die in diesen schwierigen Zeiten die deutschsprachige SF fördert. | 59 | 19 | 2 |
| 9 | Klaus N. Frick für die Betreuung der (PR-) Clubszene und seine Nachwuchsarbeit. | 49 | 17 | 4 |
| 10 | Bruno della Chiesa für das Bekanntmachen der deutschsprachigen SF in Frankreich und für seinen Einsatz für eine europäische Kooperation - und das alles ehrenamtlich. | 48 | 14 | 5 |
| 11 | Holger Miehlke für die Hans Dominik - Edition, die zur Zeit bei Heyne erscheint. | 46 | 17 | 5 |
| 12 | Martin Kempf und seine Mitherausgeber für über 125 Ausgaben des Fandom Observer, der sich stets durch eine ironisch-distanzierte Haltung zur SF-Szene und ihren Auswüchsen auszeichnet. | 44 | 14 | 3 |
| 13 | Verlagsgruppe Pabel Moewig für den 2000. Perry Rhodan Band und das entsprechende Durchhaltevermögen. | 40 | 11 | 4 |
| 14 | Rainar Nitzsche für seine Reihe Phantastik im Rainar Nitzsche Verlag und seine damit verbundene Förderung unbekannter deutschsprachiger Autoren, die zum großen Teil nicht im Fandom aktiv sind. | 29 | 9 | 1 |
| 15 | Beluga Post für seine Vision einer Vernetzung von SF-Profis und Fans (»AREA 49«), die am Kleinmut vieler potentieller Mithelfer scheitern musste. | 17 | 5 | 2 |
| 16 | Wilfried A. Hary für sein Engagement für den Nachwuchs in der deutschen SF durch Veröffentlichung von Einzelromanen ohne Seriencharakter. | 11 | 3 | 1 |
| 17 | Kein Preis | 10 | 2 | 2 |
| 18 | Achim Hättich für die Herausgabe des Filmlexikons Geheimnisse in dunklen Sphären, Band 1: 333 Science-Fiction- und Horror-Filme, erschienen beim EDFC. | 8 | 4 | 0 |
| 85 Personen haben in dieser Kategorie abgestimmt | 988 | 82 | 81 | |
| | Enthaltungen | 25 | 5 | 5 |