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Hörspiel 2000
| Science Fiction > Kurd Laßwitz Preis |
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| Aus dem Dänischen von Walburg Wohlleben Regie: Michael Schlimgen Produktion: WDR 2000 [ca. 54 min] Erstsendung: Freitag, 13. Oktober 2000, 20.05 Uhr auf WDR 5 |
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| Malthe, ein sehr alter Mann, bekommt Besuch von jungen Leuten,
die offenbar bei ihm Pflegedienst leisten. Sie sind unwirsch, überheblich und eigentlich
nur darauf aus, ihn in ein Heim zu entsorgen. Warum? Malthe ist einer der letzten Menschen
in diesem Land, das von Klonen bewohnt wird. Menschen bergen Gefahr, müssen eingesperrt
werden. Die Klone haben Angst vor emotionalem Potential, dem das ihre unterlegen ist, sie
fürchten alles, was sie glauben, von den wenigen noch lebenden Menschen zu wissen - und
das, obgleich sie selbst unsterblich sind. Malthe aber findet einen Weg, dieser Qual der
Unsterblichkeit zu entgehen. Morti Vizki, 1963 in Dänemark geboren, war ursprünglich Musiker. Mittlerweile zählt er zu den interessantesten Theaterautoren seines Landes und hat auch eine Reihe von Hörspielen geschrieben (der WDR sendete zuletzt von ihm »Die Angst vor den Messern«, 1997). Vizki greift ein Thema aus der aktuellen Debatte auf. Den Ausweg aus der Katastrophe des rein geklonten Lebens sieht er, hierin Schüler des großen dänischen Philosophen Sören Kierkegaard, in der Suche nach pantheistischer Harmonie. »Es gehört moralischer Mut dazu«, so Kierkegaard im Motto zu diesem Hörspiel, »zu trauern; es gehört religiöser Mut dazu, froh zu sein.« Dieses Hörspiel wurde geschrieben auf Einladung des Dänischen Literaturzentrums und im Auftrag des Dänischen Rundfunks. Im Gegenzug entstand auf deutscher Seite das Hörspiel Mundtot von Uta Maria Heim (Forum Hörspiel, WDR 3 am 25. Oktober 2000) Der WDR setzt damit seine Pflege neuester skandinavischer, besonders dänischer, Hörspiele fort. Danmarks Radio zeigt im Rahmen des Kulturaustausches Interesse an junger deutscher Radioliteratur. Pressetext des WDR |
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