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| Science Fiction > Kurd Laßwitz Preis |
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Laudatio:Es ist sicher von Vorteil, wenn der zu illustrierende Roman so bildgewaltig geschrieben wurde wie Imagon von Michael Marrak. Und es ist möglicherweise auch einfacher, mehrere Graphiken als optisches Beiwerk zum Roman zu komponieren als ein alles zusammenfassendes und den Leser zum Kauf animierendes Titelbild zu kreieren. Aber es gehört sicher sehr viel Mut dazu, den Roman eines vielgelobten Graphikers zu illustrieren, der bekannt dafür ist, dass er schon sich selbst gegenüber sehr kritisch eingestellt ist. Und dann sollen diese Bilder auch noch einen großen Verlag davon überzeugen, den Taschenbuch-Nachdruck eines deutschen Autors zu bereichern. Wer nicht wagt ... und Dirk Berger hat gewonnen! Seine Lichteffekte wirken in arktischer Landschaft vor sternenklarem Himmel, die Eishöhlen und Schneeberge kontrastieren mit Helikoptern und menschlichen Gestalten in Schutzanzügen. Und für den Betrachter wirkt die reproduktionstechnische Beschränkung auf schwarz-weiße Graphiken wie ein bewusst gewähltes Stilmittel, gleißend wie die Schneelandschaft und dunkel wie die illustrierte Geschichte. Die Bilder, die der Leser im Kopf hat, verblassen sofort beim Anblick der dreizehn Graphiken, die sowohl Inhalt als auch Atmosphäre des Romans so treffend einfangen. Spannungserzeugende Blickwinkel, routinierter Umgang mit Licht und Schatten, hoher Grad an handwerklicher Perfektion und eine interessante Bildkomposition lenken minutenlang vom Weiterlesen ab der Autor wird es verstehen und verzeihen. All dies hat die Mehrheit der deutschsprachigen SF-Schaffenden dazu bewogen, Dirk Berger für seine Illustrationen zum Roman Imagon von Michael Marrak den Kurd Laßwitz Preis für die beste Graphik zur Science Fiction im Jahre 2004 zu verleihen. |
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