Im Fantasy-Action-Adventure
Project Nomads herrscht der Spieler über eine kleine Insel. Diese ist jedoch
nicht von Wasser umgeben, sondern treibt mit vielen anderen in einer von Wolkenschichten
durchzogenen Atmosphärenblase. Diese schwebenden Inseln sind die Überreste eines ehemals
mächtigen Planeten, und einige der Inseln werden von den wenigen Überlebenden der
Katastrophe bewohnt.In der bisweilen recht unlogischen Hintergrundgeschichte schlüpft
der Spieler in die Rolle eines Nomaden, der zusammen mit zwei weiteren Schatzgräbern
einem lukrativen Geschäft nachjagt. Mit kleinen Flugzeugen fliegen die Nomaden durch das
märchenhafte Wolkenuniversum, als sie plötzlich von Angriffsjägern attackiert werden.
Eines der Nomadenschiffe wird von einem Schuss gestreift und stürzt auf einem der
Planetenbruchstücke ab. Der Pilot überlebt und trifft, während er die Insel
durchstreift, auf einen der legendären Baumeister. Dieser klärt ihn über den Umgang mit
mächtigen Artefakten auf und hilft dem Nomaden beim Kampf gegen die übermächtigen
Angreifer. Diese Hilfe ist jedoch nicht ganz uneigennützig, wie sich später
herausstellen soll.

Ab jetzt übernimmt der Spieler die Kontrolle über seine aus der
Third-Person-Perspektive zu steuernde Spielfigur. Mit Hilfe der Artefakte kann der Nomade
verschiedene Bauwerke auf seiner Insel errichten. Ein Leuchtturm beispielsweise
ermöglicht es ihm, die Insel zu freigeschalteten Navigationspunkten durchs Wolkenmeer zu
steuern. Mittels mächtiger Kanonen und Jagdflieger kann er Angriffswellen trotzen oder
feindliche Inseln erobern. Es ist sogar möglich, selbst die Steuerung eines Jagdfliegers
zu übernehmen und feindliche Stellungen anzugreifen. Im Laufe der Geschichte baut der
Spieler seine Insel mit immer mächtigeren Waffen und Verteidigungsanlagen aus. Bisweilen
kann er sogar so weit an eine fremde Insel heranmanövrieren, dass die Spielfigur zu ihr
hinüberspringen und sie zum Fuß erkunden kann. Zur Verteidigung stehen ihr dort
Energiebälle oder Sprengstoff zur Verfügung.
Auch bei der grafischen Umsetzung lässt Project Nomads keine Wünsche offen.
Ohne Sichteinschränkung präsentiert sich dem Spieler eine farbengewaltige 3-D-Welt mit
riesigen, durchs Wolkenmeer treibenden Bruchstücken des ehemaligen Planeten und den
Ruinen uralter Bauwerke. Die eindrucksvollen Explosionen und Lichteffekte überzeugen
selbst verwöhnteste Computerzocker. Spielerisch ist Project Nomads dagegen nicht
ganz so ausgewogen. Viele Missionen sind vom Handlungsablauf recht gleichartig und ziehen
sich mitunter unnötig in die Länge. Durch die eindrucksvolle Spielwelt, die
ungewöhnliche Hintergrundgeschichte und die intuitive Spielsteuerung zählt Project
Nomads trotz kleinerer Macken zu den innovativsten Spielen des Genres. |
 |