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Die richtige Hardware vorausgesetzt (Pentium 4 3000+, ein Gigabyte
Arbeitsspeicher und eine schnelle Grafikkarte der vorletzten, oder besser noch, der
letzten Generation) bietet das Weltraumspiel X3 dem Spieler ein
atemberaubendes Weltraumpanorama. Gewaltige, träge um sich rotierende Planeten, über die
- bei dem Vorhandensein einer Atmosphäre - Wolkenformationen hinwegziehen, Asteroiden,
eisige Monde, riesige Raumstationen und unzählige Raumschiffe bevölkern das
Universum von X3. Alles sieht einfach phantastisch aus.
Besonders die Raumstationen (äußerst komplexe 3D-Modelle aus Tausenden von Polygonen)
begeistern durch eine unglaubliche Detailfülle. Die Oberflächen sämtlicher 3D-Objekte
erscheinen durch plastische Strukturen und natürlich wirkende Glanz-, Spiegel-, und
Blendeffekte besonders realistisch. Science-Fiction-Liebhaber
werden allein schon ihre Freude daran haben, über die verschachtelten Raumstationen
hinwegzufliegen, um die unzähligen Aufbauten, Verstrebungen, glühenden Lichter und die
traumhaften Weltraumhintergründe zu bewundern.In X3 hat der Spieler den Eindruck, sich wirklich durch die endlosen Weiten des kosmischen Raums zu bewegen. Weitläufig war das X-Universum von Beginn an. Schon im ersten Teil (X: Beyond The Frontier, 1999) konnte man mit Hilfe von Sprungtoren zu einer Vielzahl von Sonnensystemen reisen, neue Welten entdecken, Handel treiben, sich für Kurieraufträge anheuern lassen oder aber auch Piraten jagen. Damals eine grafische Revolution, wirkt der erste Teil heutzutage sichtlich in die Jahre gekommen. Obwohl X3 im Bereich Grafik die deutlichsten Verbesserungen aufweist, hat sich auch spielerisch einiges getan. Um den Einstieg zu erleichtern und dennoch alle individuellen Vorlieben eines jeden Spielers zu berücksichtigen, stehen jetzt verschiedene Startpositionen für den Spielbeginn zur Auswahl. Darüber hinaus wurde das Interface überarbeitet, es erlaubt jetzt eine komplette Maussteuerung. Einfach zu bedienen ist X3 damit jedoch noch immer nicht. Ein besserer Kompromiss zwischen spielerischer Komplexität und übersichtlicher Bedienbarkeit wurde zumindest in Ansätzen erreicht.
Optionale Spielaufgaben erweitern den klassischen Spielablauf im X-Universum um neue Elemente, die sonst eher in Abenteuerspielen Verwendung finden. Diese Elemente wirken jedoch auch ein wenig aufgesetzt, zumal sich der Spieler in solchen Abschnitten oft nur hinter einer Geschützkanzel wiederfindet und feindliche Raumjäger abschießen darf. In der Hauptgeschichte von X3 geht es diesmal um einen gefährlichen Piratenclan, der für viel Unruhe in den Sektoren sorgt. Der Spieler muss sich den finsteren Piraten entgegen stellen und wird im Verlauf der Handlung in eine weitreichende Geschichte hineingezogen, in der es um ein mächtiges Alien-Artefakt und um ein seltsames fremdes Raumschiff geht, dass über eine perfekte Tarnvorrichtung verfügt. Hat man jedoch mehr Lust auf ein freies Spiel, kann man die Haupthandlung für unbegrenzte Zeit ruhen lassen und die unzähligen Sternensysteme des X-Universums in Augenschein nehmen. Es gibt Vieles zu bestaunen. Leider trüben die extremen Handwareanforderungen und etliche Bugs das Spielvergnügen. |
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