| Alien Tequila ist ein
typisches Fungame nach dem Moorhuhn-Prinzip und eignet sich hervorragend für ein
schnelles Spiel in der Mittagspause oder einfach so zur Entspannung. Die rudimentäre
Hintergrundgeschichte ist schnell erzählt. Der Spieler schlüpft ins lässige
Mexiko-Outfit von Pedro El Moral, der auf einem gut versteckten Wüstengrundstück Hanf
anbaut. Leider sind auch einige drogenabhängige Aliens auf Pedros kleine Plantage
aufmerksam geworden und bedienen sich freigiebig vom gut gewachsenen Kraut.
Um sich der Alienübergriffe zu erwehren, baut sich Pedro aus dem Weltraumschrott vor
seiner Hütte eine leistungsstarke Laserwumme und eine effektive Fangvorrichtung für
Aliens. Nun steht einer zünftigen Ballerei nichts mehr im Wege. Da Pedro außerdem ein
gewitzter Geschäftsmann ist, nutzt er die gefangenen Außerirdischen (die er
praktischerweise in handliche Tequila-Flaschen abfüllt) für ein profitables
Nebengeschäft. Der eine oder andere dubiose Wissenschaftler und Geschäftsmann lässt
nämlich für die Exponate richtig viel Cash in Pedros Kasse wandern.
Die glupschäugigen Außerirdischen sind davon jedoch nicht im Geringsten angetan und
lassen sich immer raffiniertere Methoden einfallen, um an ihr geliebtes Kraut zu gelangen.

Alien Tequila ist jedoch kein simpler Moorhuhn-Klon, sondern bietet
ein deutlich abwechslungsreicheres Spielgeschehen. Anders als die bedauernswerten
Moorhühner können die Aliens mit ihren UFOs durchaus zurückschießen und mit ganz
unterschiedlichen Flugapparaten und Gerätschaften angreifen. Außerdem operiert der
Spieler aus einer stationären 360-Grad-Rundumsicht, was für einen rasanten Spielablauf
sorgt.
Natürlich sind auch in Alien Tequila eine Menge Gimmicks versteckt, die man
erst durch Ausprobieren entdeckt. Die einfache Grafik passt recht gut zum trashigen
Spielgeschehen, wobei die Entwickler auf den peinlichen Einleitungsfilm besser verzichtet
hätten. |