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Film-Lexikon

8 mm - Acht Millimeter

8 mm - Eight Millimeter • USA 1999

Handlung | Kritik | Credits | Darsteller

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Handlung

Nach dem Tod des Millionärs Christian findet dessen Witwe im Safe einen Acht-Millimeter-Film, auf dem zu sehen ist, wie ein junges Mädchen von einem Mann mit lederner Gesichtsmaske abgeschlachtet wird. Um ihr Gewissen zu beruhigen, engagiert die Witwe den Privatdetektiv Tom Welles, damit er herausfindet, ob die Szenen gestellt sind oder ob es sich um ein »Snuff Movie« handelt. Welles kann das Mädchen identifizieren und sucht ihre Mutter auf, die sich sechs Jahre nach dem Verschwinden ihrer Tochter keine allzu großen Hoffnungen mehr macht. Mit Hilfe von Max California, der als Verkäufer in einem Porno-Laden arbeitet, nimmt Welles schließlich Kontakt mit Dino Velvet auf, dem Tycoon der Snuff-Szene. Doch Velvet kommt dem Detektiv auf die Schliche, und es stellt sich heraus, daß Mr. Christian tatsächlich den Filmmord in Auftrag gegeben hat. Nachdem Dino Velvet bei der Konfrontation den Tod findet, beginnt Welles mit Billigung der Mutter einen gnadenlosen Rachefeldzug gegen Velvets Mitarbeiter und vor allem gegen »Machine«, den Mörder von Mary.

Kritik

Joel Schumachers Thriller fängt als spannendes, mit eindrucksvollen Bildern garniertes Rätselspiel an, das jedoch einen sehr üblen Nachgeschmack hinterläßt. Daß der Protagonist zum Schluß zwei gezielt geplante Morde begeht, wird nicht durch andere Notwendigkeiten, sondern nur durch seinen sich allmählich aufbauenden Haß gerechtfertigt. Auch wenn man Verständnis für eine derartige Handlungsweise aufbringen könnte, widerspricht diese Legitimation der Lynchjustiz eindeutig dem Rechtsempfinden zivilisierter Gesellschaften. Deshalb gibt es für das Drehbuch einen Daumen nach ganz tief unten. Die Buh-Rufe zur Vorführung im Wettbewerb der Berlinale 1999 waren in jeder Hinsicht gerechtfertigt.

Bernhard Kempen

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Video: 8 mm ­ Acht Millimeter
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Credits

Originaltitel: 8 mm ­ Eight Millimeter
deutscher Titel: 8 mm ­ Acht Millimeter
Land und Jahr: USA 1999
Technik: 35 mm, Cinemascope
Regie: Joel Schumacher
Drehbuch: Andrew Kevin Walker
Kamera: Robert Elswit
Schnitt: Mark Stevens
Musik: Mychael Danna
Ausstattung: Gershon F. Ginsburg
Gary Wissner
(Produktionsdesign)
Kostüme: Mona May
Produktion: Hofflund/Polone Production
Gavin Polone
Judy Hofflund
Joel Schumacher
US-Kinostart: 26.2.1999
deutsche Uraufführung: 19.2.1999 (Berlinale)
deutscher Kinostart: 1.4.1999 (Columbia TriStar)
Länge: 125 Minuten
FSK o. A.

 

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Darsteller

Tom Welles: Nicolas Cage
Max California: Joaquin Phoenix
Eddie Poole: James Gandolfini
Dino Velvet: Peter Stormare
Longdale: Anthony Heald
Machine: Chris Bauer
Amy Welles: Catherine Keener
Mrs. Christian: Myra Carter
Mrs. Mathews: Amy Morton
Mary Anne Mathews: Jenny Powell

 

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28.08.10 • 02.09.10