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2001 - Odyssee im Weltraum

2001: A Space Odyssey • GB 1968


Handlung

Die Geschichte beginnt vor vier Millionen Jahren, als eine Gruppe von Affenmenschen mit einem schwarzen Monolithen konfrontiert wird, der wie aus dem Nichts aufgetaucht ist. In der Folge lernen sie, Werkzeuge zu benutzen, Fleisch zu essen und den ersten Mord der Geschichte zu begehen. Nach einem der eindrucksvollsten Schnitte der Filmgeschichte - von einem in die Luft geworfenen Knochen zu einem länglichen Raumschiff im Erdorbit - ist Dr. Heywood Floyd unterwegs zum Mond, wo ein ähnlicher Monolith gefunden wurde. Während die Delegation sich vor dem ersten Hinweis auf außerirdisches Leben fotografieren läßt, strahlt der Monolith ein Radiosignal aus, das auf den Jupiter gerichtet ist.

Achtzehn Monate später ist das Raumschiff Discovery auf der Reise zum Riesenplaneten. Bald gibt es Probleme mit dem allzu selbstbewußten Bordcomputer HAL 9000, die der Astronaut David Bowman als einziges Mitglied der Besatzung dadurch überlebt, daß er HAL abschaltet. Dann erreicht die Discovery den Jupiter und stößt auf einen weiteren, im All schwebenden Monolithen. Als Bowman sich dem Objekt mit einer kleinen Raumgondel nähert, erlebt er eine phantastische Reise jenseits menschlicher Begriffsmöglichkeiten. Schließlich altert er innerhalb weniger Filmminuten und wird als embryonales Weltraumwesen wiedergeboren.



Foto: MGM

Drehbuch

Im Frühling 1964 schrieb der Regisseur Stanley Kubrick, der sich bereits mit den Filmen Lolita (Lolita • GB 1962) und Dr. Seltsam, oder Wie ich lernte, die Bombe zu lieben (Dr. Strangelove, or How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb • GB 1964) einen Namen gemacht hatte, an Arthur C. Clarke, weil er die Absicht hatte, einen »proverbial good science-fiction movie« zu machen. Der Kontakt wurde durch einen gemeinsamen Bekannten, den PR-Agenten Roger Caras hergestellt. Clarke schlug daraufhin vor, als Ausgangspunkt seine Kurzgeschichte »Der Wachtposten« (»The Sentinel« • 1951) zu benutzen, die er 1948 geschrieben und 1951 veröffentlicht hatte. Darin ging es um die Entdeckung eines tetraederförmigen Artefakts auf dem Mond, das schließlich ein Signal ins All sendet, um die offensichtlich außerirdischen Erbauer zu informieren, daß die Menschheit für eine Kontaktaufnahme bereit ist.

Am 22. April 1964 trafen sich Kubrick und Clarke in New York und arbeiteten bis zum Januar 1966 gemeinsam am Drehbuch eines Films, der 1965 in einer Pressemitteilung unter den Titel Journey Beyond the Stars vorgestellt wurde und 1966 ins Kino kommen sollte. Clarke schrieb ein Treatment von 130 Seiten Umfang, aus dem sich allmählich die spätere Filmhandlung entwickelte. Die weitere Zusammenarbeit bestand hauptsächlich im regen Austausch von Ideen, während Kubrick am Drehbuch und Clarke an der Romanfassung arbeitete. Von »The Sentinel« blieben nur noch die Szenen übrig, die auf dem Mond spielen. Die Urheberschaft des Films verteilt sich nach Clarkes Einschätzung zu 90 % auf Kubrick, zu 5 % auf das Spezialeffektteam und zu 5 % auf Clarke.

Eine Quelle, aus der sich die Arbeit am Drehbuch teilweise rekonstruieren läßt, ist Clarkes Buch 2001 - Aufbruch zu verlorenen Welten (The Lost Worlds of 2001 • 1972), in dem er die Entstehungsgeschichte von Film und Roman beschrieben und mit storyartigen Texten illustriert hat.

Produktion

Die Dreharbeiten zu 2001 begannen am 29.12.1965 im Studio von Borehamwood bei London und dauerten anderthalb Jahre. Es wurde zweihundertmal soviel Filmmaterial belichtet, als der letzten Schnittfassung zu sehen ist. Insgesamt enthält der Film 205 Trickeinstellungen.

Der Hintergrund für die Eröffnungsszenen wurde von einem Kamerateam in Südwestafrika aufgenommen. Die Darsteller der Urmenschen agierten ausschließlich im Studio vor einer 12 x 32 Meter großen Frontprojektionsleinwand, die im Gegensatz zur ansonsten üblichen Rückprojektion eine deutlich verbesserte Bildqualität ermöglichte. Nur die Szene, in der Mond-Schauer mit den Knochen spielt, entstand neben einer vielbefahrenen Straße in der Nähe der Studios von Boreham - es ist die einzige Außenaufnahme des ganzen Films. Die Affenkostüme wurden von Dan Richter entworfen, dem Darsteller des Mond-Schauer alias Moon-Watcher (dessen Name im Film nicht genannt wird), der die Szenen in Zusammenarbeit mit Stuart Freeborn choreographierte. Die Vorbereitungen begannen im Herbst 1966, der erste Drehtag war im Sommer 1967. Clarke äußerte später die Vermutung, 2001 hätte nur deshalb keinen Oscar für die Maske bekommen, weil die Juroren gar nicht bemerkt hätten, daß im Film gar keine echten Affen auftreten.

Für die Mondszenen, die Anfang 1966 gedreht wurden, ließ der Regisseur mehrere Tonnen Sand ins Studio Shepperton schaffen und vorher waschen und färben. Die Grube mit dem Monolithen war 20 x 40 Meter groß und fast 20 Meter tief. Insgesamt fünf Modelle des Monolithen wurden für den Film gebaut, das kleinste war einen Meter lang, das größte vier Meter.

Die Raumschiffmodelle wurden vom Effektteam um Douglas Trumbull in mühsamer Kleinarbeit zusammengebastelt, um auch die Details auf der Leinwand zur Geltung zu bringen. Die rotierende Raumstation Orion hatte einen Durchmesser von zwei Metern. Die zwei verwendeten Modelle der Discovery waren sogar fünf bzw. 16 Meter lang, während die »Originallänge« des Raumschiffs 225 Meter betrug.

Im Studio wurde von der Flugzeugfirma Vickers-Armstrong eine zwölf Meter große Zentrifuge gebaut, die mit 5-6 km/h rotierte und in der die Astronauten scheinbar die Wände hochgehen und sich kopfüber bewegen konnten. Dieser Effekt entstand dadurch, daß sich die Kamera mit der Zentrifuge drehte, während die Akteure sozusagen auf der Stelle traten.

Der Bordcomputer sollte zunächst Athena heißen, bis man sich für die Bezeichnung HAL 9000 entschied, eine Abkürzung für »Heuristisch programmierter ALgorithmischer Computer«. Angeblich ist es reiner Zufall, daß die Buchstaben HAL im Alphabet genau eine Stelle vor »IBM« stehen. HALs Stimme sollte zuerst von Nigel Davenport gesprochen werden, dann wurden Aufnahmen mit Martin Balsam gemacht, der jedoch zu gefühlvoll klang. Schließlich entschied sich Kubrick für Douglas Rain, der nie auf dem Set im Studio zugegen war. Die Anzeigen der Computerbildschirme waren nicht echt, sondern wurden später mit Blue-Screen-Technik einkopiert.

In Clarkes Romanfassung fliegt die Discovery zum Saturn, in Kubricks Film zum Jupiter. Diese auffälligste Abweichung zwischen Film und Roman ist darauf zurückzuführen, daß es den Tricktechnikern einfach nicht gelang, ein überzeugendes Modell des Ringplaneten zu erstellen. Den Tricktechniker Douglas Trumbull muß dieses Problem so sehr an der Berufsehre gepackt haben, daß er dieses Problem wenige Jahre später in seinem eigenen Film Lautlos im Weltraum (Silent Running • USA 1972) löste und ein Raumschiff auf einen halsbrecherischen Flug durch die Saturnringe schickte.

Trumbull entwickelte auch die komplizierte Slitscan-Maschine, die für die phantastische Reise durch das Sternentor eingesetzt und dazu mit verschiedensten abstrakten Illustrationen gefüttert wurde. Andere Effektsequenzen entstanden in einer stillgelegten Korsettfabrik in Manhatten. Außerdem wurden Luftaufnahmen von den Hebriden und aus dem Monument Valley farblich verfremdet, bei denen es sich zum Teil um Szenen handelte, die Kubrick für seinen Film Dr. Seltsam gedreht, aber nicht verwendet hatte. Unter den Schneidetisch fielen mehrere Szenen, in denen außerirdische Wesen auftraten. Übrigens wollte sich Stanley Kubrick bei der Firma Lloyd's gegen den Fall einer tatsächlichen Kontaktaufnahme mit Außerirdischen versichern lassen, doch die Gesellschaft lehnte diesen Deal als zu riskant ab.


Foto: MGM

Musik

Im Dezember 1967 wandte sich Kubrick an den amerikanischen Komponisten Alex North, der bereits den Soundtrack für Spartacus (1960) geschrieben hatte, und beauftragte ihn mit der musikalischen Untermalung des Films. Während der Dreharbeiten unterlegte der Regisseur die fertigen Szenen mit verschiedenen klassischen Stücken, die die ungefähre Stimmung der späteren Filmmusik vermitteln sollten. Doch kurz vor der Fertigstellung des Films entschied Kubrick, doch nicht Norths Soundtrack zu verwenden, sondern bei der klassischen Musikbegleitung zu bleiben. Alex North erfuhr lediglich, daß nicht mehr als seine bereits komponierten 40 Minuten Musik benötigt wurden, worauf er beim Besuch der New Yorker Premiere ziemlich verblüfft feststellen mußte, daß kein einziger Ton aus seinem Werk verwendet worden war. Zu allem Überfluß ging auch noch die Kassette mit den aufgezeichneten Stücken verloren. Als der Musikproduzent Robert Townson in den späten achtziger Jahren mehrere Filmsoundtracks von Alex North neu einspielen wollte, entstand auch die Idee, die 2001-Originalmusik aufzunehmen. Noch in der Vorbereitungsphase verstarb der Komponist im Jahre 1991. Eine Woche vor der geplanten Einspielung im Januar 1993 fand seine Witwe Anna die Kassette wieder, so daß der Dirigent Jerry Goldsmith und das National Philharmonic Orchestra die Stücke recht originalgetreu einspielen konnten. Ein Vierteljahrhundert nach der Premiere von 2001 wurde der legendäre Original-Soundtrack von der Firma Varese Sarabande unter dem Titel Alex North’s 2001 (1993) auf CD veröffentlicht.

Die Musikauswahl, die Stanley Kubrick letztlich für 2001 getroffen hat, setzte 1968 völlig neue filmgeschichtliche Maßstäbe. Die Einleitung durch die bombastische symphonische Dichtung Also sprach Zarathustra von Richard Strauss vermittelt eindrucksvoll das Grundthema des Films, den Aufbruch in höhere Evolutionssphären. Den ironischen Kontrast stellt Die blaue Donau von Johann Strauß her, wenn das Abenteuer Raumfahrt zum anmutigen Weltraumballett im Dreivierteltakt stilisiert wird - was im völligen Gegensatz zu gängigen Klischees der musikalischen Begleitung von Science-Fiction-Filmen steht. Ähnlich gegen den Strich gebürstet wird die Balletsuite Gayaneh von Aram Khachaturian eingesetzt, die anschaulich die Verlorenheit des Raumschiffs Discovery in den Tiefen des Alls und die Monotonie des Astronautenlebens illustriert.

Richtig zur Geltung kommt die Filmmusik, wenn 2001 in der ursprünglich vorgesehenen Form aufgeführt wird. Vor dem eigentlichen Beginn des Films, nachdem der Kinosaal abgedunkelt wurde, hat Kubrick eine dreiminütige Ouvertüre aus schwebenden Klängen gesetzt, die nahtlos in den Orgelbaß von Also sprach Zarathustra übergeht. Erst danach geht auf der Leinwand die Sonne über dem Mond auf. Unmittelbar vor Pooles Weltraumspaziergang ist eine Pause vorgesehen, in der Musik von Györgi Ligeti gespielt wird. Während der Abspann läuft, gibt es als Exit noch einmal Strauss’ Blaue Donau zu hören.

Die Gruppe Pink Floyd hat ihr Stück »Echoes« vom Album Meddle (1971) übrigens so angelegt, daß es sich als musikalische Untermalung der psychedelischen Reise Bowmans eignet - anstelle von Ligetis Atmospheres.

Kritik

Kaum ein anderer Film wurde von der Kritik so unterschiedlich aufgenommen wie 2001. Die Beurteilungen reichen vom Amateurfilm, der gegen sämtliche Gesetze des Filmhandwerks verstößt, bis zum Meisterwerk der Filmkunst. Im allgemeinen wird 2001 wegen der ausgeklügelten Komposition, der sorgfältig inszenierten Bilder und des raffinierten Einsatzes der Musik gelobt. Auch hinsichtlich der Spezialeffekte wurden Maßstäbe gesetzt. Im Gegensatz zu späteren »reinen« F/X-Filmen wie Krieg der Sterne (Star Wars • USA 1977) sind die Tricks so überzeugend, daß man zeitweise völlig vergißt, daß es sich um Tricks handelt.

Ein Grund für die Irritation, die 2001 bei vielen Zuschauern auslöst, ist darauf zurückzuführen, daß es sich um einen Film handelt, bei dem die Bilder im Vordergrund stehen. Über große Strecken ist das Werk ein Stummfilm, der lediglich mit eindrucksvoller Musik unterlegt ist. Die Dialogszenen machen nur etwa 40 Minuten aus, und die ersten Worte werden 20 Minuten nach Beginn des Films gesprochen: »Wir sind da, Sir.« (»Here you are, sir.«) Überhaupt bestehen die Dialoge vorwiegend aus banalem Smalltalk und leeren Floskeln. Diese Unzulänglichkeit der Sprache kommt auch in den letzten Worten des Films zum Ausdruck, wenn Floyd in seiner aufgezeichneten Ansprache den Monolithen als »ein ungelöstes Rätsel« (»... a total mystery«) bezeichnet. Ursprünglich hatte Kubrick vorgesehen, daß Douglas Rain (der später HALs Stimme übernahm), die Handlung aus dem Off kommentiert, doch letztlich beschloß der Regisseur, die Bilder für sich sprechen zu lassen.

Ein weiterer Grund für die zwiespältige Rezeption liegt darin, daß 2001 als offenes und nicht-eindeutiges Kunstwerk angelegt ist. Insbesondere der recht unlogische Schluß hat zu den wildesten Spekulationen über Kubricks »Intention« geführt. Arthur C. Clarke sagte über den Film: »Wenn Sie 2001 vollständig verstanden haben, haben wir versagt. Wir wollten viel mehr Fragen stellen, als wir beantwortet haben.« Trotz dieser bemerkenswert tiefgründigen Einsicht darf man sich bei der Interpretation des Filmes nicht zu sehr von der Vorlage »Der Wachtposten« (»The Sentinel« • 1951) und der Romanfassung 2001 - Odyssee im Weltraum (2001: A Space Odyssey • 1968) beeinflussen lassen, da Clarke die Geschichte als Science-Fiction-Thema des Kontakts zu intelligentem außerirdischem Leben in den Vordergrund gestellt hat.

Stanley Kubricks Film geht weit über diesen Rahmen hinaus und ist vielmehr ein philosophischer Exkurs über die menschliche Evolutionsgeschichte. Das zentrale Symbol ist der geheimnisvolle Monolith, der die Entwicklung der Menschheit als Katalysator vorantreibt. Doch es handelt sich keineswegs um einen positiven Fortschritt, da er - zumindest im ersten Stadium - mit einer Zunahme von Gewalt verbunden ist. Das erste Werkzeug, der Knochen, wird zur Waffe und schließlich zum Symbol für die Technik, der sich die Menschen blind anvertrauen. Die Assoziationskette führt vom Knochen über den Erdsatelliten und den schwebenden Kugelschreiber bis zur Discovery. Der Höhepunkt dieser technisch-aggressiven Entwicklung ist der Computer HAL, als er im Gegenzug Poole aus dem Raumschiff wirft. Bowman gelingt es schließlich, den Knochen wieder aufzufangen, den Mond-Schauer bis zum Jupiter geschleudert hat. Nachdem der Computer menschlichere Eigenschaften als die Besatzung zeigte, entwickelt sich Bowman vom Werkzeug zum Menschen zurück; er kehrt ohne Helm ins Raumschiff zurück, schaltet HAL ab und wird schließlich zum »reinen« Leben, als er völlig nackt im All schwebt und das Universum wieder ohne technische Hilfsmittel wahrnehmen kann.


Foto: MGM

 

Medieninfo

Ursprünglich sollte 2001 in einer Länge von 159 Minuten ins Kino kommen, doch diese Fassung fiel bei der Testvorführung durch. Darauf kürzte Kubrick den Film für die Premiere um 4 Minuten, und vor dem regulären Kinostart zum 3. April 1968 schnitt er weitere 16 Minuten heraus. Dabei fiel in erster Linie der Prolog der Schere zum Opfer, in dem sich Wissenschaftler über die Möglichkeit außerirdischen Lebens äußern. Diese Szenen mußten aus den bereits in alle Welt verschickten Kopien herausgeschnitten werden und waren angeblich in der schwedischen und finnischen Kinoversion noch enthalten. In allen anderen Ländern kam 2001 mit 139 Minuten Laufzeit in die Kinos.

Der Film wurde auf 70-mm-Material gedreht und kam in Super-Cinerama mit dem Bildformat 2,2:1 und 4-Kanal-Ton heraus, außerdem wurden Kopien auf normalem 70-mm-Film sowie auf 35 mm mit anamorphem Bild im Format 2,35:1 gezogen. Alle anderen Fassungen (35 mm Mono oder gar auf 16 mm) sind qualitativ unbefriedigend.

Auch auf Video gibt es verschiedene Fassungen. Die deutsche VHS-Leihkassette basiert auf der 35-mm-Mono-Kopie, wobei der Bildausschnitt stellenweise hin und her geschoben wird. Einen etwas besseren Eindruck machte die vom ZDF gezeigte Version, die von der 70-mm-Kopie gezogen wurde. Für die Veröffentlichung auf Laserdisc und DVD verwendete man die recht gute anamorphe 35-mm-Fassung, die zusätzlich um den kompletten Musik-Soundtrack erweitert wurde. Unter der Aufsicht von Kubrick wurde der Originalton 1997 neu abgemischt und in AC-3 und DTS veröffentlicht und zum 30jährigen Jubiläum in einigen Kinos sogar in der DTS-Fassung vorgeführt.

Der Film wurde für vier Oscars nominiert (bestes Original-Drehbuch, beste Regie, beste künstlerische Gestaltung, beste Spezialeffekte), ausgezeichnet wurde lediglich Stanley Kubrick für die Spezialeffekte.

Der Roman 2001 - Odyssee im Weltraum (2001: A Space Odyssey • 1968) entspricht einer früheren Drehbuchfassung und weicht in vielen Punkten vom späteren Film ab - obwohl das Buch erst im Juli 1968 erschien, also drei Monate nach dem Filmstart. Neben Clarkes Buch 2001 - Aufbruch zu verlorenen Welten (The Lost Worlds of 2001 • 1972) vermitteln vor allem Jerome Agels The Making of 2001 (1970) und Piers Bizonys 2001: Filming the Future (1994) einen guten Einblick in die Produktion. Die Zahl der Rezensionen und Erwähnungen des Films in anderen Werken ist Legion. Erwähnenswert ist außerdem die bei Marvel erschienene Comicfassung 2001: A Space Odyssey (1976) von Jack Kirby, die dem Film recht nahe kommt.

In den achtziger Jahren leitete Arthur C. Clarke die Weitervermarktung mit dem Roman Odyssee 2010 - Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen (2010: Odyssey Two • 1982) ein. Daraus entstand unter der Regie von Peter Hyams der Film 2010 - Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen (2010 • USA 1984). Nur noch in Buchform erschienen die Fortsetzungen 2061: Odyssee III (2061: Odyssey Three • 1988) und 3001 - Die letzte Odyssee (3001 - The Final Odyssey • 1997), die nur noch oberflächlich mit dem Film von Stanley Kubrick zu tun haben.

Motive aus 2001 wurden außerdem von zahllosen anderen Künstlern aufgegriffen - von David Bowies Album Space Oddity (1969) über John Carpenters Film Dark Star (Dark Star • USA 1974) und Mel Brooks’ Spaceballs (Spaceballs • USA 1986) bis zu Leslie Nielsens Parodie 2001: A Space Travesty (USA 2000) und nicht zuletzt A. I. Künstliche Intelligenz (A. I. Artificial Intelligence • USA 2001), dem letzten Projekt Kubriks, das von Steven Spielberg realisiert wurde.

Es lag nahe, eine Wiederaufführung des Filmes im realen Jahr 2001 anzusetzen. 2001 - Odyssee im Weltraum wurde am 18.2.2001 im Rahmen der 51. Berlinale gezeigt und kam am 22.2.2001 (in einigen Häusern bereits am 19.2.) in die Kinos. Diese Fassung wurde optisch und akustisch restauriert und enthält wieder die Musikpassagen der Ouvertüre und der Pause - nicht jedoch, wie stellenweise angekündigt, den längeren Prolog.

Bernhard Kempen

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DVD: 2001: Odyssee im Weltraum
Blu-ray: 2001: Odyssee im Weltraum
Lieferbare Titel mit dem Stichwort Stanley Kubrick
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Credits

Originaltitel: 2001: A Space Odyssey
deutscher Titel: 2001 - Odyssee im Weltraum
Land und Jahr: GB 1968
Technik: 70 mm / Technicolor / Cinerama • 4-Kanal-Ton
Regie: Stanley Kubrick
Buch: Stanley Kubrick
Arthur C. Clarke
Vorlage: »The Sentinel« (1951)
von Arthur C. Clarke
Fotografische Leitung: Geoffrey Unsworth
Kameraführung: Kelvin Pike
Weitere Aufnahmen: John Alcott
Schnitt: Ray Lovejoy
David de Wide
(Assistent)
Musik: Aram Khachaturian (Gayaneh)
Györgi Ligeti
(Atmospheres)
Richard Strauss
(An der schönen blauen Donau)
Johann Strauß
(Also sprach Zarathustra)
Produktionsentwurf: Tony Master
Harry Lange
Ernest Archer
Art Director: John Hoesli
Effekte: Stanley Kubrick (Idee)
Wally Veevers
(Modelle)
Douglas Trumbull
(Animation/Slit-Scan)
Con Pederson
Tom Howard
Kostüme: Stuart Freeborn
Hardy Amies
Produktion: Stanley Kubrick
Victor Lyndon
(Coproduktion)
Metro-Goldwyn-Mayer
Uraufführung: 2.4.1968 (Washington D.C.)
US-Kinostart: 3.4.1968
US-Wiederaufführung: 31.12.2000
deutscher Kinostart: 11.9.1968 (MGM)
22.2.2001 (Warner)
Länge: 160 Minuten (Original)
141 Minuten
(US)
148 Minuten
(D)
FSK ab 12 Jahre
FBW-Prädikat: wertvoll

Darsteller

Dr. David Bowman Keir Dullea
Dr. Frank Poole Gary Lockwood
Dr. Heywood R. Floyd William Sylvester
Moon-Watcher/Mond-Schauer Daniel Richter
HAL 9000 Douglas Rain (Sprecher der Originalfassung)
Dr. Andreas Smyslov Leonard Rossiter
Elena Margaret Tyzack
Dr. Ralph Halvorsen Robert Beatty
Dr. Robert Michaels Sean Sullivan
Missionsleiter Bodenkontrolle Frank Miller
Stewardeß Penny Brahms
Pooles Vater Alan Gifford
»Squirt«, Floyds Tochter Vivian Kubrick
und John Ashley
Glenn Beck
Jimmy Bell
Edward Bishop
Edwina Carroll
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