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| Die einzigen, die im Jahre 2012
noch zählen, sind schöne, sportliche und modisch gestylte Menschen, die sich dem Diktat
von Diäten und Design unterwerfen. Alle anderen sind an den Rand der Gesellschaft
gedrängt. So auch die Angehörigen der »Aktion Mutante«, einer militanten Organisation
aus Missgebildeten und Behinderten, die sich gegen die Upper Class der Schönen und
Reichen auflehnt. Als ihr Anführer Ramón aus seiner Haft entlassen wird, kidnappen sie
die Industriellentochter Patricia und machen sich zur Lösegeldübergabe mit ihrem
abgewrackten Raumschiff auf zu dem frauenlosen Rohstoff-Planeten Axturias. Aus Unbill
über seine tumben Mitstreiter, die eine Teilhaberschaft am Lösegeld fordern, killt
Ramón kurzerhand seine Mutantenkollegen. Auf Axturias angekommen, stehen Ramón nur noch
der siamesische Zwilling Alex und die schöne Patricia zur Seite, die bald von den
lüsternen Planetenbewohnern entdeckt wird. Bevor es zur Geldübergabe mit Patricias
faschistischem Vater kommt, müssen die drei noch so manches Gemetzel bestreiten... Die wilden Splatter-, Slasher- und Gore-Orgien der »Aktion Mutante« - deren Logo übrigens ein Rollstuhlfahrer mit hochgereckter Kalaschnikow ist, eingerahmt vom fünfzackigen Anarcho-Stern - sind so herrlich geschmacklos, so wunderschön makaber und so angenehm politically uncorrect, dass es ein wahres rabenschwarzes Vergnügen ist. Schon nach den ersten Film-Minuten in der durchgeknallten Science-Fiction-Welt glaubt sich der Zuschauer auf einer Fiesta Infernale, wo sich Barbarella mit Mad Max im Land der Raketen-Würmer vereint. Dies ist ganz nach dem Geschmack des aus Bilbao stammenden Regie-Shootingstars Alex de la Iglesia, dessen abgedrehter Humor auch Spaniens Großmeister Pedro Almodóvar begeisterte. Als der nämlich de la Iglesias Kurzfilm Mirindas Asesinas sah, bot er dem bärtigen Newcomer sofort an, dessen ersten Langfilm zu produzieren. Aktion Mutante wurde mit der ersten Garde spanischer Jungschauspieler verfilmt und prompt mit internationalen Preisen überhäuft, u. a. als bestes Drehbuch auf dem Fantasy-Filmfestival Montréa. Quelle: Sat.1 |
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Meinungen
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| Regie: Alex de la Iglesia | Buch:
Alex de la Iglesia, Jorge Guerricaechevarria | Kamera: Carlos Gusi | Schnitt: Pablo Blanco
| Musik: Juan Carlos Cuello Darsteller: Antonio Resines | Frédérique Feder | Alex Angulo | Juan Viadas | Saturnino Garcia | Fernando Guillén-Cuervo |
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