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Alien vs. Predator

Alien vs. Predator • Großbritannien/Tschechien/Deutschland/Kanada 2004

Handlung | Kritik | Credits | Darsteller

Science Fiction > Alien Contact | Film

Handlung

Der Industrielle Charles Bishop Weyland entdeckt mittels seiner Beobachtungssatelliten eine Pyramide unter dem antarktischen Eis. Eiligst lässt er eine Expedition zusammenstellen, um das Artefakt als Erster zu erforschen. Angeführt wird das Unternehmen von der erfahrenen Polarforscherin Alexa Woods.

Über der Fundstelle eingetroffen, entdecken die Wissenschaftler einen sauber durch das Eis getriebenen Schacht, der 24 Stunden zuvor noch nicht da war und in dieser Zeit nicht mit bekannten Geräten gebohrt worden sein kann. Sie lassen sich an Seilen herab und entdecken in einer Kaverne tatsächlich eine Pyramide, die mit Schriftzeichen unterschiedlichster antiker Kulturen verziert ist, wie etwa denen der Mayas oder der Ägypter. Im Innern des Bauwerks lässt Weyland drei seltsame Schusswaffen einsammeln, die dort, den Einstellungen an einem Kombinationsschloss zufolge, 100 Jahre lang gelagert waren.

Das Vordringen der Menschen in die Pyramide hat gleich mehrere unerwünschte Folgen. Zuerst verschieben sich die Räume des Bauwerks. Gleichzeitig werden sowohl die Aliens als auch die Predators auf den Plan gerufen. Erstere lauern in Form einer tiefgefrorenen und vermehrungsbereiten Königin im Keller der Pyramide. Letztere reisen aus dem Weltraum an. Der Archäologe de Rosa hat anhand der Hieroglyphen bald herausgefunden, dass die Predators den frühen menschlichen Hochkulturen den Pyramidenbau beigebracht haben und als Götter verehrt wurden. Geopferte Jungfrauen dienten ihnen als Wirtskörper zur Aufzucht der Aliens, auf die sie dann, in Abständen von hundert Jahren, rituelle Jagden veranstalten konnten. Diesmal kommen die Menschen ganz ungeplant dazwischen und haben den Jägern auch noch ihre Waffen aus dem Schrank geklaut. Alexa Woods erkennt, dass sie mit den fremdartigen Predators zusammenarbeiten muss, um eine Ausbreitung der Aliens auf der ganzen Erde zu verhindern ...


Foto: 20th Century Fox


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Kritik

Dieser Film beruht auf einem Scherz. Im Film Predator 2 von 1990 war der Kopf eines Giger-Aliens zu sehen, der im Innern des Predator-Raumschiffs als Trophäe an der Wand hing. Dass aus dieser Laune eines Regisseurs einmal ein Millionen Dollar teurer Film entstehen würde, war damals bestimmt nicht abzusehen. Die Idee von der Konfrontation der beiden Spezies wurde in zahlreichen pubertären Comics ausgewalzt, bis es zum Showdown auf der Leinwand kommen konnte. Die Vorbereitung des Films hat zehn Jahre gedauert. Ausschlaggebend für die Billigung des Skripts durch die Produzenten war schließlich, dass Menschen, die zwischen die Fronten geraten, die zentralen Handlungsträger sein sollten. Genau darin liegt die Stärke dieses Films.

Bis zum Zusammenstoß mit den Außerirdischen wird die Geschichte sehr sorgfältig erzählt und der Figurenentwicklung Platz gegeben. Die schon in Blade genre-erprobte Sanaa Lathan kann ihrer Alexa Woods eigenständige Konturen geben, wenn sie etwa darüber sinniert, was ihr an der Antarktis gefällt. Die später so sehr geforderte Heldin erinnert natürlich an Sigourney Weavers Ellen Ripley, unterscheidet sich aber auch deutlich von ihr. Sie ist von Anfang an die Anführerin des Teams und strahlt trotz ihrer Kompetenz viel mehr Wärme aus als ihre kühle Vorgängerin.

Lance Henriksen schlägt sich nun schon zum dritten Mal mit Alien-Monstern herum. Der kenntnisreiche Fan ahnt schnell, wie Drehbuchautor Anderson den Charakter des Industriellen Weyland verstanden wissen will: Er ist der Gründer des Konzerns, der etliche Jahrzehnte später das Raumschiff »Nostromo« betreibt, mit dem Ripley und Konsorten auf die Aliens stoßen. Der von Henriksen in Aliens und Alien 3 gespielte Androide »Bishop« ist dem Firmengründer nachgestaltet und hat seinen Mittelnamen bekommen. Henriksens knappes Spiel macht den Unternehmer zu einer überaus interessanten und geheimnisvollen Figur. Er scheint stets durch mehr Wissen belastet zu sein, als er preisgeben will.

All diese Feinheiten werden im Grunde umsonst aufgebaut. Denn in den letzten 45 Minuten dominiert die Action, und die Figuren werden von den feindlichen Kreaturen zügig dezimiert. Auch die angedeutete Liebesgeschichte zwischen Woods und dem Archäologen de Rosa kommt nicht zur Entfaltung. Die Menschen mögen gezeichnet sein, wie sie wollen – wenn das Gemetzel losgeht, interessieren sie nicht mehr. Auch die paläoastronautische Vergangenheit der Predators, die etliche logische Lücken hat, sickert kaum ins Hirn. Warum brauchen die Predators heute keine Jungfrauenopfer mehr? Warum haben sie überhaupt zugelassen, dass ihre früheren Untertanen auf der Erde sie vergessen haben? Warum lassen sie ihre Jagdwaffen in der Pyramide verrosten, anstatt sie mitzunehmen? Warum haben sie in den beiden Predator-Filmen Menschen gejagt, wenn die Aliens die eigentliche ausersehene Beute sind? Sich über die diese Fragen Gedanken zu machen, gelingt nicht mehr. Action und Effekte, die beim Kampf der fremden Spezies gegeneinander zum Einsatz kommen, lassen den Betrachter mit den Achseln zucken. Sie sind so gut, wie die vorangegangenen Filme das erwarten lassen. Nur für den eingeschworenen Fan der Kreaturen sind diese Szenen eine Offenbarung. Der Rest des Publikums muss sich in der Geisterbahn der Außerirdischen immerhin nicht langweilen.

Arno BehrendALIEN CONTACT

Siehe auch
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Credits

Originaltitel: Alien vs. Predator
deutscher Titel: Alien vs. Predator
Land und Jahr: GB/CZ/D/CDN 2004
Regie: Paul W.S. Anderson
Buch: Paul W.S. Anderson
Story: Paul W.S. Anderson
Dan O’Bannon
Ronald Shusett
Basierend auf den »Alien« Charakteren von Dan O’Bannon
Ronald Shusett
und den »Predator« Charakteren von Jim Thomas
John Thomas
Kamera: David Johnson
Schnitt: Alexander Berner
Musik: Harald Kloser
Produktionsdesign: Richard Bridgland
Kostüme: Magali Guidasci
Visual Effects Supervisor: John Bruno
Creature Effects Designed and Created by Alec Gillis
Tom Woodruff, jr.
Original Alien Creatures Designed by H.R. Giger
Produktion: John Davis
Gordon Carroll,
David Giler
Walter Hill
Ausführende Produzenten: Wyck Godfrey
Thomas M. Hammel
Mike Richardson
Ko-Produktion: Chris Symes
deutscher Kinostart: 4.11.2004 (Centfox)
Länge: 104 min.
FSK ab 16 Jahre

 

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Darsteller

Alexa Woods: Sanaa Lathan
Sebastian De Rosa: Raoul Bova
Charles Bishop Weyland: Lance Henriksen
Graeme Miller: Ewen Bremner
Maxwell Stafford: Colin Salmon
Mark Verheiden: Tommy Flanagan
Joe Connors: Joseph Rye
Adele Rousseau: Agathe De La Boulaye
Rusten Quinn: Carsten Norgaard
Thomas Parks: Sam Troughton
Stone: Petr Jákl
Bass: Pavel Bezdek
Klaus: Kieran Bew
Mikke:l Carsten Voigt
Boris: Jan Filipenský
Sven: Adrian Bouchet
Juan Ramirez: Andy Lucas
Supervisor: Liz May Brice
Technician: Glenn Conroy
Karl: Eoin McCarthy
Sacrificial Maiden: Karima Adebibe
Grid: Tom Woodruff, Jr.
Scar: Ian Whyte

 

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21.05.06 • 10.06.06