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Handlung | Kritik | Produktion | Credits | Darsteller
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HandlungAls mit dem Start von Apollo 13 am 11. April 1970 von Cape Canaveral die dritte bemannte Mission zum Erdtrabanten aufbricht, haben die Medien schon fast das Interesse am amerikanischen Mondlandungsprogramm verloren. Doch dann geschieht etwas, das der Technikeuphorie, mit der das Weltraumprogramm in den Sechzigern gestartet wurde, einen schweren Schlag versetzt: Eine Explosion beschädigt die Raumkapsel, und es ist fraglich, ob die drei Astronauten Jim Lovell, Jack Swigert und Bill Paxton jemals heil zur Erde zurückkehren werden. Das Groteske an diesem Vorfall ist die Häufung abergläubischer Symbole: Der Unfall ereilt die Apollo-Mission mit der Unglückszahl 13 ausgerechnet am 13. April - auch wenn es sich nicht um einen Freitag, sondern einen gewöhnlichen Dienstag handelt. Und als hätten die Astronauten geahnt, welche Irrfahrt ihnen bevorsteht, tauften sie das Mutterschiff auf den Namen »Odyssey«. Während der Flugleiter Gene Kranz seine Leute auf die fieberhafte Suche nach technischen Lösungen ansetzt, hält das Schicksal eine besondere Rolle für den Astronauten Ken Mattingly bereit. Er war nämlich ursprünglich als Kommandant der Apollo-13-Mission vorgesehen, mußte dann aber zurücktreten, weil ein Mitglied seines Teams als Kind nie die Masern gehabt hatte - und auch später nie daran erkranken sollte. Da er bestens auf seine Aufgabe vorbereitet wurde, muß er nun die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten des Problems in der Simulation durchspielen. |
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KritikRon Howards Film Apollo 13 ist ein akribisches Protokoll der Weltraumkatastrophe mit hollywoodtauglichem Happy End. Obwohl es für den Zuschauer natürlich keinen Zweifel am glücklichen Ausgang der Geschichte geben kann, fiebert bzw. friert man unwillkürlich mit, wenn die drei Astronauten in ihrer engen Kapsel durch das kalte und leere All treiben. Waren die Astronauten in den Fernsehübertragungen kaum mehr als ein Bestandteil der hochgezüchteten NASA-Technik, kommt im Film ihre menschliche Seite viel deutlicher heraus. Unterm Strich ist der Film vielleicht etwas zu optimistisch, weil er den Eindruck erweckt, mit entsprechendem Einsatz ließe sich jedes Problem meistern. Dabei zeigen die Unfälle der Apollo-1-Mission, bei der die Astronauten White, Grissom und Chaffee in der Kapsel verbrannten, und die Challenger-Katastrophe deutlich, daß man bei Apollo 13 einfach Glück im Unglück gehabt hat. Der Film entstand nach dem autobiographischen Buch Lost Moon, das der Astronaut Jim Lovell über seine Erlebnisse im All schrieb. In Szene gesetzt wurde es vom Hollywood-Routinier Ron Howard, der mit Filmen wie Splash - Jungfrau am Haken (1984) oder Backdraft - Männer, die durchs Feuer gehen (1991) sein solides Regie-Handwerk unter Beweis stellte. |
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ProduktionApollo 13 stellt einen weiteren Fortschritt hinsichtlich des Einsatzes der Computeranimation dar, denn der Film enthält keine einzige Aufnahme aus den NASA-Archiven. Sämtliche Trickszenen wurden von der Firma Digital Domain unter Leitung von Mark Stetson am Computer geschaffen. Besonders eindrucksvoll ist die Szene, die den Start der Saturn-V-Rakete aus der Vogelperspektive zeigt, was so natürlich noch nie zuvor im Fernsehen zu sehen war. Der Film, der etwa 50 Mill. Dollar kostete, hatte zum Jahresende 1995 in den USA bereits 170 Mill. Dollar eingespielt. Allein in Deutschland haben ihn fast 3 Millionen Zuschauer im Kino gesehen. Apollo 13 erhielt 1996 gleich mehrere Oscars, und zwar in den Kategorien bester Film, Drehbuch, Ausstattung, Musik, Schnitt, Visuelle Effekte und Ton. Außerdem wurden Ed Harris als bester Nebendarsteller und Kathleen Quinlan als beste Nebendarstellerin gewürdigt. |
![]() Foto: UIP |
| Originaltitel: | Apollo 13 |
| deutscher Titel: | Apollo 13 |
| Land und Jahr: | USA 1995 |
| Regie: | Ron Howard |
| Buch: | William Broyles jr. Al Reinert |
| Vorlage: | Jim Lovell, Jeffrey Kluger Lost Moon |
| Kamera: | Dean Cundey |
| Schnitt: | Michael Hill Daniel Hanley |
| Musik: | James Horner |
| Effekte: | Digital Domain Mark Stetson |
| Produktion: | Universal Imagine Entertainment Brian Grazer Todd Hallowell (Ausführend) Michael Bostick (Co-Produktion) Aldric La'Auli Porter (Co-Produktion) Louisa Velis (Co-Produktion) |
| deutscher Kinostart: | 19.10.1995 (UIP) |
| deutscher Videostart: | 26.9.96 (CIC) |
| Länge: | 140 Minuten |
| Jim Lovell: | Tom Hanks |
| Fred Haise: | Bill Paxton |
| Jack Swigert: | Kevin Bacon |
| Ken Mattingly: | Gary Sinise |
| Gene Kranz: | Ed Harris |
| Marilyn Lovell: | Kathleen Quinlan |
| Barbara Lovell: | Mary Kate Schellhardt |
| Susan Lovell: | Emily Ann Lloyd |
| Jeffrey Lovell: | Miko Hughes |
| Jay Lovell: | Max Elliott Slade |
| Blanch Lovell: | Jean Speegle Howard |
| Mary Haise: | Tracy Reiner |
| Pete Conrad: | David Andrews |
| Jane Conrad: | Michele Little |
| Deke Slayton: | Chris Ellis |
| NASA Director: | Joe Spano |
| Henry Hurt: | Xander Berkeley |
| Glynn Lunney: | Marc McClure |
| John Young: | Ben Marley |
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