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Sonntags-MatineeStanley Kubricks Meisterwerk
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| Ein weiteres Meisterwerk des Perfektionisten und Filmästheten Stanley Kubrick
ist zweifellos seine Verfilmung des Romans The Memoirs of Barry Lyndon von
William Makepeace Thackery, Barry Lyndon. Uraufgeführt 1975 besticht der Film noch heute durch seine atemberaubende Ausstattung und der durch bittere Satire geprägten realistischen Darstellung jener vergangenen Epoche des 18 Jahrhunderts, beschworen mit unglaublichen Bildern in Präzision und Authentizität, welche sich an klassischen Motiven der zeitgenössischen Malerei orientierten. Ermöglicht wurden die Aufnahmen durch ein für Kubrick modifiziertes Zeiß-Spezialobjektiv der NASA, welches durch seine extreme Lichtstärke z.B. Dreharbeiten bei Kerzenlicht zuließ. Die heutige Restauration des Films auf 35mm Polyester Filmträgermaterial ermöglicht eine Transparenz der Bilder, wie sie in der Intention Kubricks zweifellos beabsichtigt waren. Großer Dank gilt der Familie Kubrick und der Warner Bros. für die Sondergenehmigung diesen Film dem Berliner Publikum wieder zur Anschauung bringen zu können. |
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HandlungDer erste Teil des Films handelt vom Aufstieg des jungen irischen Landadeligen Redmond Barry, der Mitte des 18. Jahrhundert auszieht, um sich einen besseren Platz in der Gesellschaft zu erkämpfen. Nach einem Duell begibt er sich mit den Ersparnissen seiner Mutter nach Dublin, wird aber auf dem Weg dorthin überfallen und ausgeraubt. Nun mittellos meldet er sich als Freiwilliger in der englischen Armee. England befindet sich zu der Zeit im Siebenjährigen Krieg. Redmond muss daher nach Deutschland, um dort gegen das französische Heer zu kämpfen. Nach kurzer Zeit verliert er die Lust am Krieg, desertiert, und versucht ins neutrale Holland zu fliehen. Aber die Flucht misslingt: er wird von dem preußischen Offizier von Potzdorf entlarvt und zum Dienst in der preußischen Armee gezwungen. Potzdorfs Onkel ist Minister in Berlin; von diesem bekommt Redmond den Auftrag, den Falschspieler Chevalier de Balibari zu beobachten, der verdächtigt wird ein Spion Österreichs zu sein. Beeindruckt von dessen Persönlichkeit, tritt er in den Dienst des Chevaliers. Schließlich offenbart er ihm seinen Auftrag, nachdem er erfährt, dass de Baliberi ebenfalls Ire ist. Von da an arbeitet er als Doppelagent für den Chevalier. Als der Chevalier aus Preußen fliehen muss, schließt Barry sich ihm an und die beiden ziehen als Falschspieler von Hof zu Hof. Auf diesen Reisen lernt Redmond die reiche Baronin Lyndon kennen, die er wenig später heiratet. Redmond nimmt den Titel Barry Lyndon an und hat nun fast alles erreicht, was er erreichen wollte: er gehört zur obersten Gesellschaftsschicht und verfügt über das beträchtliche Vermögen seiner Frau. Hier beginnt der zweite Teil des Films: der Fall Barry Lyndons. Lady Lyndon hat einen Sohn aus erster Ehe, Lord Bullingdon. Während eines Konzerts provoziert Bullingdon eine Szene und wird von seinem Stiefvater vor zahlreichen Gästen verprügelt. Dadurch macht dieser sich beim englischen Adel unmöglich und zerstört seine Chancen auf den angestrebten Adelstitel. Verschuldet und verlassen muss Barry den Tod seines einzigen Kindes mitansehen und wird schließlich von Lord Bullingdon zu einem letzten Duell gezwungen. Nachdem Barry dieses verliert, sieht er sich gezwungen, England zu verlassen und, verarmt und ohne den früheren Erfolg, wieder den Beruf des Falschspielers anzunehmen. Quelle: |
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Meinungen
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| Originaltitel: | Barry Lyndon |
| Deutscher Titel: | Barry Lyndon |
| Land und Jahr: | GB 1975 |
| Regie: | Stanley Kubrick |
| Buch: | Stanley Kubrick |
| Vorlage: | William Thackeray |
| Kamera: | John Alcott |
| Schnitt: | Tony Lawson |
| Musik: | Leonard Rosenman |
| Szenenbild: | Ken Adam |
| Produktion: | Stanley Kubrick |
| deutscher Kinostart: | 17.9.1976 |
| Länge: | 185 Minuten |
| | FSK ab 12 Jahre |
| Barry Lyndon: | Ryan O'Neal |
| Lady Lyndon: | Marisa Berenson |
| Chevalier de Balibari: | Patrick Magee |
| Potzdorf: | Hardy Krüger |
| Lord Ludd: | Steven Berkoff |
| Nora Brady: | Gay Hamilton |
| Belle: | Marie Kean |
| Lischen: | Diana Körner |
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