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Befehl aus dem Dunkel

Kaiju Daisenso • J 1965

Handlung | Kritik | Medieninfo | Credits | Darsteller

Science Fiction > DinoMedia > Godzilla | Film

Handlung

Bewohner des Sterns Alpha 707 (in der US-Fassung: Planet X) landen auf dem Blauen Planeten und bitten die Erdbevölkerung um Hilfe. Ihre Heimat wird von einem intergalaktischen Unhold terrorisiert. Die gutgläubigen Menschen schicken daraufhin die Monster Godzilla und Rodan in Energiezellen (die aussehen wie Seifenblasen) nach Alpha 707, wo sie es mit einem dreiköpfigen Flugdrachen namens Ghidorah zu tun bekommen. Als die Aliens dann die Erde durch die Ungeheuer unterjochen wollen, treibt ein Erfinder sie mittels eines Hochfrequenztöners (der späterem HiFi-Equipment erstaunlich gleicht) in den Wahnsinn. Nachdem sämtliche Untertassen abgestürzt sind, wenden sich Rodan und Godzilla gegen Ghidorah, besiegen ihn und versinken wieder einmal im Meer.

Kritik

In Befehl aus dem Dunkel (Kaiju Daisenso • J 1965) erlebte die in San Daikaiju Chikyu Saidai no Kessen (J 1964) begonnene Konfrontation Godzilla-Ghidorah eine Neuauflage, in der auch der Flugsaurier Rodan wieder mit von der Partie ist. Der »Große Monsterkrieg« (so die wörtliche Übersetzung des japanischen Originaltitels) wurde Regisseur Inoshiro Honda und den Leuten von der Toho rücksichtslos in die Tat umgesetzt, wobei Godzilla erneut als »gutes« Monster und Retter der Menschheit auftritt. Spätestens hiermit wurde japanische Ungeheuer-Film zur »All Star Monster-Rally«. Waren es bis dato stets zwei Bestien, die sich ein Stelldichein gaben, so wuchs die Zahl jetzt an. Drei Giganten pro Eintrittskarte waren das Minimum, auf das man sich freuen durfte. Und die Entwicklung, die der japanische SF-Film neben dem Kaiju Eiga durchgemacht hatte, wirkte sich nun erstmals auf Godzilla und Co. aus. Die Invasoren kommen nicht aus dem Inneren der Erde, sondern aus dem grenzenlosen Weltall, und der von ihnen mitgebrachte Drache hat dieselbe Herkunft. Wie endgültig sich diese thematische Verquickung in Befehl aus dem Dunkel darstellt, demonstriert allein die Tatsache, daß hier Godzillas erster (und einziger) Ausflug in den Weltraum stattfand.


Abb.: Sammlung Thomas Deist


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Medieninfo

In den USA kam der Film unter dem Titel Monster Zero in die Kinos und als Godzilla vs. Monster Zero in die Videotheken. Selbstverständlich haben die Amerikaner durch zusätzliche Szenen versucht, den Part von Nick Adams als Astronaut Glenn aufzuwerten. Der deutsche Verleih wollte dem Kinogänger übrigens allen Ernstes weismachen, Godzillas (erster und einziger) Ausflug in den Weltraum sei nach einer Vorlage von Hans Dominik entstanden. Der deutsche Science-Fiction-Autor hatte 1933 tatsächlich einen Roman mit dem Titel Befehl aus dem Dunkel veröffentlicht, der aber mit diesem Streifen nun wirklich absolut nichts gemeinsam hat.

• Thomas Deist

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Siehe auch
Film-Index • Godzilla
Der erste Godzilla-Zyklus
Der zweite Godzilla-Zyklus
Kaiju Eiga - Der japanische Monsterfilm
Japanische Titel und Namen
Gummidrachen im Spielzeugland - Sinn und Unsinn der japanischen Monsterfilme
Film-Index • Dinosaurier • Prähistorik
DinoMedia • Dinosaurier in Literatur, Film und anderen Medien
Prehistoric News • Magazin für prähistorische Motive in den Medien
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Credits

Originaltitel: Kaiju Daisenso
Übersetzung: »Großer Monsterkrieg«
deutscher Titel: Befehl aus dem Dunkel
Godzilla versus Monster Zero
(TV)
US-Titel: Monster Zero
Godzilla vs. Monster Zero
(Video)
Land und Jahr: J 1965
Technik: Farbe, Breitwand, Mono
Regie: Inoshiro Honda
Drehbuch: Sinichi Sekizawa
Kamera: Hajime Koizumi
Schnitt: Ryohei Fujii
Effekte: Eiji Tsuburaya (Effektregie)
Akira Watanabe (Spezialeffekte)
Teruyoshi Nakano (Effektregieassistenz)
Fumio Nakadai (mechanische Effekte)
Sadao Iizuda (optische Effekte)
Hiroshi Mukoyama (optische Effekte)
Teisho Arikawa (Effektkamera)
Yukio Manoda (Effektkamera)
Sokei Tomioka (Effektkamera)
Kuichiro Kishida (Effektbeleuchtung)
Sadamasa Nishimoto (Toneffekte)
Musik: Akira Ifukube
Ausstattung: Takeo Kita
Produktion: Toho
Tomoyuki Tanaka
Reuben Bercovitch
(ausführend)
Henry G. Saperstein (aussführend)
Uraufführung: 19.12.1965
deutscher Kinostart: 17.2.1967 (Constantin)
US-Kinostart: 29.7.1970
Länge: 94 Minuten (japanische Fassung)
94 Minuten (US-Fassung)
81 Minuten (deutsche Fassung)
FSK ab 12 Jahre

 

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Darsteller

F. Glenn: Nick Adams
K. Fuji: Akira Takarada
Miss Namikawa: Kumi Mizuno
Hiromi Fuji: Keiko Sawai
Dr. Sakurai: Jun Tazaki
Alien-Führer: Yoshio Tsuchiya
Tetsuo Teri: Akira Kubo
General: Yoshifumi Tajima
Godzilla: Haruo Nakayima
Ghidorah: Shoichi Hirose

 

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25.05.06 • 02.09.10