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Familie Feuerstein

The Flintstones • TV-Zeichentrickserie • USA 1960-66

Handlung | Produktion | Kritik | Medieninfo | Titelsong | Credits | Stimmen

Science Fiction > DinoMedia | Film

Handlung

Irgendwann in der tiefsten Steinzeit lebt die Familie Feuerstein (im amerikanischen Original: Flintstone) im idyllischen Städchen Steintal (Bedrock). Der ungestüme Fred ist der klassische Verlierer, der sich nie gegen seine Frau Wilma durchsetzen kann, während sich sein bester Freund Barney Geröllheimer (Barney Rubble), der auf den ersten Blick etwas minderbemittelt wirkt, immer wieder als Glückspilz erweist. Beide Männer arbeiten im Steinbruch von Mr. Schiefer (Mr. George Slate). Vervollständigt wird die Familie Feuerstein durch die Tochter Pebbles, die im Februar 1963 das Licht der Urzeitwelt erblickt, und den »Haushund« Dino. Auch Barney und seine Frau Betty bleiben nicht lange kinderlos, als sie im Herbst 1963 auf ihrer Türschwelle den bärenstarken Bamm-Bamm mit der Keule finden.


Abb.: Hanna-Barbera
Productions, Inc.

Produktion

Die geistigen Väter von Fred Feuerstein sind die Zeichner William Hanna und Joseph Barbera, die für MGM an der Serie Tom und Jerry gearbeitet und 1957 die Hanna-Barbera-Studios gegründet hatten. Nach ihren ersten Serien Ruff and Reddy, Huckleberry Hound und Yogi Bear planten sie eine Zeichentrickserie, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen ansprechen und zur Hauptsendezeit laufen sollte - was zu jener Zeit ein Novum in der Fernsehgeschichte war. Unter dem Titel »The Flagstones« produzierten sie einen knapp zweiminütigen Pilotfilm, bis sie darauf aufmerksam gemacht wurden, daß dieser Name schon von einem anderen Zeichner benutzt wurde. Zunächst wurde die Figur des Fred von George O'Hanlon gesprochen, bis die bereits vertonten Folgen mit der Stimme von Alan Reed neu synchronisiert wurden.

Ein wichtiges Vorbild für die Charaktere der Flintstones, wie sie nun genannt wurden, war die Fernsehserie The Honeymooners (USA 1955-71) mit Jackie Gleason als Busfahrer Ralph Kramden.

Von den Sendern CBS und NBC wurde das Konzept abgelehnt, die ABC zeigte jedoch sofort Interesse und strahlte die Serie ab dem 30. September 1960 an jedem folgenden Freitag um 19.30 aus. Die letzte der insgesamt 166 Episoden lief im Frühjahr 1966. The Flintstones wurde bald zur erfolgreichsten Zeichentrickserie überhaupt, die im Laufe der Jahre in 60 Länder exportiert und in 22 verschiedenen Sprachen gesendet wurde. Den berühmten Flintstones-Titelsong komponierte Hoyt S. Curtin.

Kritik

Der besondere Reiz der Flintstones beruht auf einem extremen anachronistischen Verfremdungseffekt. Das Ganze spielt zwar in der Steinzeit, doch muß sich Fred Feuerstein in bekannter Soap-Opera-Manier mit denselben Problemen herumschlagen wie jeder Durchschnittsamerikaner des 20. Jahrhunderts auch. Hinzu kommen die Dinosaurier, die als Ersatz für die heutige Technik eingesetzt werden. Dieser Anachronismus ist allerdings kein besonderer Gag, da sich gerade im Film immer wieder Dinosaurier mit Steinzeitmenschen tummelten. Die Botschaft der Flintstones lautet, daß sich seit der Steinzeit im Grunde überhaupt nichts geändert hat.

Genau dasselbe Prinzip wurde vor den Flintstones übrigens schon in der wenig bekannten Zeichentrickserie Stone Age Cartoons (USA 1940) aus den Max-Fleischer-Studios verwendet. Daß diese Serie kaum ein Jahr überlebte, mag darauf zurückzuführen sein, daß sie nicht mit festen Charakteren arbeitete. Der große Erfolg der Flintstones dagegen liegt keineswegs in der Animation begründet, die technisch und künstlerisch bei allen Hanna-Barbera-Produktionen auf das äußerste Minimum reduziert ist, sondern in den ausgeprägten Persönlichkeiten der Protagonisten.


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Medieninfo

Die umfangreiche Vermarktung der Flintstones läßt sich fast vierzig Jahre nach dem Debüt kaum noch überblicken. Nach der klassischen Serie starteten verschiedene Ableger, mit denen der Erfolg des Originals jedoch nicht wiederholt werden konnte, wie The Pebbles and Bamm-Bamm Show (USA 1971), The Flintstones Comedy Hour (USA 1972), The Flintstone Show (USA 1973-74), Fred und Barney Show (The New Fred and Barney Show, USA 1979), Fred and Barney Meet The Thing (USA 1979), Die Feuerstein Comedy Show (The Flintstone Comedy Show, USA 1980), Die Flintstone-Kids (The Flintstone Kids, USA 1987) und Feuersteins Lachparade (The Flintstone Comedy Hour, USA 1980-82). Teils wurden für diese Serien neue Geschichten erfunden, teils handelt es sich auch um Zusammenschnitte aus der Originalserie.

Außerdem entstanden Spielfilme und Specials wie Fred Feuerstein lebt gefährlich (The Man Called Flintstone, USA 1966), A Flintstone Christmas (USA 1977), Nacht des Grauens (The Flintstones Meet Rockula and Frankenstone, USA 1977), Kinderliga ganz groß (Flintstone: Little Big League, USA 1978) und andere.

In The Jetsons Meet the Flintstones (Die Jetsons treffen die Flintstones, USA 1987) kam es zu einem Treffen mit ihren Verwandten aus der fernen Zukunft. Die Serie Die Jetsons (The Jetsons, USA 1962-87) wurde ein Jahr nach den Feuersteins gestartet und funktioniert nach demselben Prinzip, nur daß die Handlung hier in die Zukunft verlegt wurde. In The Jetsons Meet the Flintstones (Die Jetsons treffen die Flintstones, USA 1987) kam es zum ersten und einzigen Treffen zwischen den beiden Hanna-Barbera-Familien.

1994 gelang den Feuersteins der Sprung vom Zeichentrick zum Realfilm. Steven Spielberg produzierte den Kinofilm The Flintstones - Die Familie Feuerstein (The Flintstones, USA 1994) mit großem tricktechnischen Aufwand und mit John Goodman und Rick Moranis in den Hauptrollen. Kurz nach dem Kinostart am 24.7.1994 wurde vom Sender RTL ein »Flintstone's Marathon« mit Zeichentrickfolgen und Specials veranstaltet, und die Fernsehpremiere des Spielfilms wurde am 1.5.1997 zum Anlaß für einen »2. RTL-Flintstones-Tag« genommen.

Bernhard Kempen

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Titelsong

Flintstones meet the Flintstones
they're a modern stone age family
From the town of bedrock
they're a page right out of history.
Let's ride with the family down the street
through the courtesy of Fred's two feet
When you're with the Flintstones
have a yabba dabba doo time
a dabba doo time
We'll have a great old time.

Musik: Hoyt S. Curtin
Text: William Hanna, Joseph Barbera

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Credits

deutscher Titel: Familie Feuerstein
Originaltitel: The Flintstones
Genre: Zeichentrickserie
Land und Jahr: USA 1960-66
Länge: 166 Folgen à 30 min
Regie: William Hanna
Joseph Barbera
Drehbuch: Ray Allen
Joseph Barbera
Tony Benedict
Walter Black
Barry Blitzer
Samuel Bobrick
Harvey Bullock
Alan Dinehart
Herb Finn
Warren Foster
Ralph Goodman
Rance Howard
William Idelson
Joanna Lee
Mike Maltese
Larry Markes
Rick Mittelman
George O'Hanlon
Arthur Phillips
Jack Raymond
R. Saffian
Sydney Zelinka
Musik: Hoyt S. Curtin
Produktion: Screen Gems
Hanna-Barbera Productions

 

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Stimmen:

US-Sprecher deutsche Sprecher
Fred Flintstone: Alan Reed
Henry Corden
(ab 1979)
Heinz-Theo Branding
Klaus Miedel
Eduard Wandrey
Alexander Welbat
Wilma: Jean Vander Pyl Inge Landgut
Pebbles: Jean Vander Pyl
Dino: Chips Spam
Mel Blanc
Barney Rubble: Mel Blanc
Betty Rubble: Bea Benaderet (1960-64)
Gerry Johnson (1964-66)
Gay Hartwick (1972-74)
Gay Autterson (ab 1979)
Bamm Bamm: Don Messick
Mr. George Slate: John Stephenson
Stony Curtis: Tony Curtis
Ann Margrock: Ann-Margret
Great Gazoo: Harvey Korman

 

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21.05.06 • 10.06.06