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Godzilla - Die Rückkehr des Monsters

Gojira • J 1984

Handlung | Produktion | Kritik | Credits | Darsteller

Science Fiction > DinoMedia > Godzilla | Film

Handlung

Godzilla taucht urplötzlich aus dem Meer auf und geht in der Bucht von Tokio an Land. Nachdem alle Versuche, ihn zur Strecke zu bringen, fruchtlos verlaufen sind, setzen die Japaner ihre fliegende Superwaffe »Super-X« ein, die von Godzilla aber zerstört wird. Da sich der Drache offensichtlich an der Bahn von Zugvögeln orientiert, lockt man ihn letztendlich mit elektrischen Signalen in einen Vulkan.

Produktion

Knapp zehn Jahre nach dem vorläufigen Abtritt Godzillas in Die Brut des Teufels: Konga, Godzilla, King Kong (Mekagojira no Gyakushu • J 1975) war die Zeit reif für eine Wiederkehr des wohl beliebtesten Filmmonstrums aller Zeiten. Fans hatten in den achtziger Jahren beharrlich eine Rückkehr Godzillas gefordert, bis Produzent Tomoyuki Tanaka - der seit Godzilla (Gojira • J 1954) sämtliche Monsterfilme aus dem Hause Toho produziert hatte, den Startschuß für einen neuen Anfang gab. 6,5 Millionen Dollar hat der Streifen angeblich gekostet.

Die Crew um Tanaka war sich durchaus bewußt, daß man mit den naiven Tricks eines Eiji Tsuburaya nicht mehr bestehen konnte, zumal die Sehgewohnheiten seit Star Wars an realistischen Special Effects ausgerichtet waren. Jedoch wollte keiner bei Toho den Reiz ihrer Monsterfilme preisgeben, folglich kam ein Kompromiß heraus: Spielzeug ja, Naivität nein! Interessante Kamerafahrten, geschickte Ausleuchtung, die Abkehr von grellen Farben sowie die teilweise monumentale Vergrößerung der Modellbauten machten das offensichtliche Plastik auch für den Kinogänger der achtziger Jahre erträglich.

Kritik

Die Story von Shuichi Nagahara ist jedoch aus unendlich vielen alten Kaju-Eiga- und SF-Heulern zusammengeklaubt. Die riesigen Parasiten, die Godzilla »mitbringt«, entstammen Rodan/Die fliegenden Monster von Osaka (Radon • J 1956); die anfängliche Sequenz auf dem Boot ist Frankenstein - Zweikampf der Giganten (Furankenshutain no Kaiju Sanda tai Gaira • J 1966) entnommen; die Idee mit den elektronischen Signalen hat man schon einmal in Befehl aus dem Dunkel (Kaiju daisenso • J 1965) gesehen; die Superwaffe tauchte bereits in U 2000 - Tauchfahrt des Grauens (Kaitei Gunkan • J 1964) auf. Koji Hashimotos Film jedoch bringt viel von der Urangst vor der Bombe (damals besonders aktuell durch das SDI-Programm) wieder ins Spiel. Eindrucksvoll ist insbesondere die Konferenz zwischen Japanern, Russen und Amerikanern, als der japanische Premierminister sich strikt gegen den Einsatz atomarer Waffen ausspricht, sowie die zufällig ausgelöste Atomrakete, die im letzten Moment abgefangen werden kann. Unverständlicherweise wurde der Film im westlichen Ausland ganz erheblich gekürzt; so fehlt beispielsweise die Szene, in der Godzilla genüßlich ein russisches Atom-U-Boot verspeist.

Die menschlichen Charaktere sind weiterhin nebensächlich, Godzillas Präsenz dominiert den Streifen. Seine Physiognomie des Godzilla verzichtete auf den runden Kopf und die Kulleraugen der Vorläufer; ein Anklang an den Erstling ist zu erkennen. Im übrigen war Godzilla - Die Rückkehr des Monsters (Gojira • J 1984) der bis dato teuerste japanische SF-Film, optisch eindrucksvoll und mit 3,6 Millionen Besuchern in Japan der erfolgreichste Monsterfilm seit Befehl aus dem Dunkel (Kaiju daisenso • J 1965).

• Thomas Deist


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Siehe auch
Film-Index • Godzilla
Der erste Godzilla-Zyklus
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Kaiju Eiga - Der japanische Monsterfilm
Japanische Titel und Namen
Gummidrachen im Spielzeugland - Sinn und Unsinn der japanischen Monsterfilme
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Credits

Originaltitel: Gojira
deutscher Titel: Godzilla - Die Rückkehr des Monsters
US-Titel: Godzilla 1985
The Return of Godzilla
Land und Jahr: J 1984
Technik: Farbe, Dolby
Regie: Koji Hashimoto
R. J. Kizer
(US-Fassung)
Drehbuch: Shuichi Nagahara
Lisa Tomei
(US-Fassung)
Vorlage: Shuichi Nagahara (Idee)
Kamera: Kazutami Hara
Steve Dubin
(US-Fassung)
Schnitt: Yoshitami Kuroiwa
Michael Spence
(US-Fassung)
Effekte: Teruyoshi Nakano (Effektregie)
Yasuyuki Inoue
(Spezialeffekte)
Nobuyuki Yasumaru
(Godzilla-Anzug)
Toshimitsu Oneda
(Effektkamera)
Takeshi Yamamoto
(Effektkamera)
Kohei Mikami
(Effektbeleuchtung)
Musik: Reijiro Koroku
Christopher Young
(US-Fassung)
Ausstattung: Akira Sakuragi
Produktion: Toho
Tomoyuki Tanaka
Shuichi Nagahara
New World Pictures
(US-Fassung)
Tony Randel
(US-Fassung)
Uraufführung: 15.12.1984
deutscher Kinostart: 26.7.1985 (Neue Constantin)
US-Kinostart: August 1985
Länge: 103 Minuten (japanische Fassung)
87/91 Minuten
(US-Fassung)
82 Minuten
(deutsche Fassung)
FSK ab 12 Jahre

 

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Darsteller

Goro Maki: Ken Tanaka
Naoko Okumura: Yasuko Sawaguchi
Premierminister Mitamura: Keiju Kobayashi
Hiroshi Okumura: Shin Takuma
Professor Hayashida: Yosuke Natsuki
Professor Minami: Hiroshi Koizumi
Takegami: Taketoshi Naito
Außenminister Kanzaki: Mizuho Suzuki
Leiter der Verteidigung: Junkichi Orimoto
Finanzminister Kanzaki: Eitaro Ozawa
Gondo: Kei Sato
Kitagawa: Takenori Emoto
Wachmann: Koji Ishizaka
Gojira: Kengo Nakayama (= Kenpachiro Satsuma)
Steve Martin: Raymond Burr (US-Fassung)

 

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25.05.06 • 02.09.10