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HandlungIndiana »Indy« Jones (Harrison Ford) ein abenteuerlustiger Archäologie-Professor, plündert im Jahre 1936 eine alte Grabstätte tief im Dschungel von Peru. Indy entgeht um Haaresbreite den ausgeklügelten Schutzmechanismen aus vergifteten Pfeilen, einstürzenden Mauern, unzähligen Taranteln und einem riesigen rollenden Felsbrocken. Endlich in sicherer Entfernung von der Grabstätte, wird Indy seine Beute, ein goldener Götzenkopf von unschätzbarem Wert, von seinem Erzrivalen, dem skrupellosen französischen Archäologen Belloq (Paul Freeman) hinterhältig geraubt. Dieses Abenteuer in Peru ist nur das Vorspiel zu einer atemberaubenden Jagd quer über drei Kontinente: Zurück in den USA erhält Indiana Jones vom amerikanischen Geheimdienst den Auftrag, die verschollene Bundeslade der Israeliten zu finden, in der Moses die Tafeln mit den Zehn Geboten deponiert hat. Hitler sei ganz verrückt nach Okkultem und die Nazis würden bereits in Ägypten nach der goldgeschmückten Kiste graben, die ihrem Besitzer angeblich magische Kräfte verleihe und ihn zu einem neuen Messias mache, erfährt Indiana Jones. Ein goldenes Amulett, mit dessen Hilfe sich die Bundeslade lokalisieren läßt, ist im Besitz von Marion Ravenwood (Karen Allen), einer ehemaligen Freundin Indys, die im Himalaja eine Bar betreibt. Nachdem der peitschenschwingende Archäologe Indy seine Marion und das Amulett in einer wilden Schießerei vor dem Bösewicht Toht (Ronald Lacey) retten konnte, machen sich beide auf den Weg nach Kairo, wo Hitlers Beauftragte bereits graben. Indys und Marions einziger Verbündeter ist Sallah (John Rhys-Davies) ein bauernschlauer Araber, der zugleich von den Nazis als Expeditionsleiter angeheuert wurde und so Einblick in deren Pläne hat. Belloq hat sich für die Jagd nach der Bundeslade aus Zweckmäßigkeit mit dem gut ausgerüsteten Suchtrupp der Nazis zusammengetan. Auch Toht hat sich bald von den Schlägen und Verbrennungen, die er im Himalaja einstecken mußte, erholt und stellt weiter dem Amulett nach. Trotzdem gelingt es Indiana Jones und Marion nach wilden Verfolgungsjagden und listigen Täuschungsmanövern, die Gruft zu finden, in der die Bundeslade verborgen ist. Dort angelangt, muß Indiana feststellen, daß die Lade von einem Heer giftiger Schlangen bewacht wird. - Und Schlangen sind das einzige, wovor sich der draufgängerische und ansonsten zu allen Risiken bereite Indy fürchtet. Doch auch diesmal gelingt es dem hinterhältigen Belloq noch einmal, den glücklichen Finder Indiana Jones um seinen hart erkämpften Schatz zu bringen. Belloq packt die Bundeslade in eine Kiste und auf einen Lastwagen der Nazis, mit denen er weiterhin zusammenarbeitet. Doch Indy gibt nicht auf. Er folgt dem Konvoi der deutschen Armee-Fahrzeuge und entert in einer halsbrecherischen Aktion mit Hilfe seiner langen Peitsche den Lastwagen, der die Bundeslade transportiert. Indiana Jones rammt die begleitenden Fahrzeuge in den Straßengraben und chauffiert die kostbare Fracht zurück in die Stadt, wo Sallah schon einen gut getarnten Unterschlupf vorbereitet hat. Indy und Marion fliehen bei Nacht mit der Bundeslade auf einen Frachtdampfer. Auf hoher See werden sie von einem U-Boot der Deutschen gestoppt und ihres Schatzes wieder beraubt. Indy selbst allerdings kann entkommen, schwimmt dem Schatz hinterher und erlebt mit, wie die Nazis den Deckel des goldenen Schreins öffnen. Es entweichen böse Geister, die in einem regelrechten Wirbelwind alle Umstehenden in den Tod reißen. Nur Indiana Jones hat den Geister-Tornado überlebt und findet nach all den gemeinsamen Abenteuern zu Marion zurück. Seine Mission aber hat Indy nicht zu Ende führen können. Die Bundeslade wird in eine Holzkiste mit der Beschriftung »Streng geheim - Deutsches Reich« verpackt und wird in einer riesigen Lagerhalle zwischen zigtausend Kisten mit derselben Beschriftung deponiert... |
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ProduktionLa Rochelle an der französischen Atlantikküste wurde als Drehort für einige »Jagd«-Szenen zu Wasser ausgewählt, weil dort schon ein deutsches U-Boot in einem alten Hangar lag (Das Boot der Bavaria-Produktion). Beide Filme spielen etwa zur selben Zeit und beide Male sind es Soldaten aus Hitlerdeutschland, die das U-Boot bedienen und bewachen. In einem irischen Hafen entdeckte das Team von Jäger des verlorenen Schatzes nach langer Suche einen mit Kohle angetriebenen alten ägyptischen Fracht-Dampfer. Das Schiff wurde für einen Monat angemietet, umdekoriert und nach La Rochelle geschifft. Die Aufnahmen mit Dampfer und U-Boot auf See mußten allerdings oft unterbrochen werden. Der Vertrag mit den Eigentümern des U-Boots verlangte, daß es sofort in den Hafen zurückkehren mußte, sobald die Wellen höher als einen Meter wurden. Von La Rochelle zog die Produktion in die EMI-Elstree-Studios nach London, wo auf zwei riesigen Sets, die sich über fünf Aufnahme-Bühnen (Soundstages) erstreckten, weiter gedreht wurde. Die Sets, die Gruft in der Indiana Jones die Bundeslade entdeckt und der Tempel in Peru, aus dem er einen Götzenkopf holt, wurden nach Ideen von George Lucas und Norman Reynolds aufgebaut. Reynolds, der als Artdirector von Krieg der Sterne (Star Wars USA 1977) einen »Oscar« erhielt, dirigierte über 200 Maurer, Tischler, Monteure, Maler, Elektriker, Techniker für Spezialeffekte und Künstler, die über drei Monate lang in Teamarbeit die beiden Sets aufbauten. »Die Kosten für den Bau solcher Sets sind gewaltig«, sagt Reynolds. »Bald wird es die Inflation unmöglich machen, solche Filme zu drehen«. Für Produzent George Lucas ist das mit ein Grund, »sich auf große und kostspielige Film-Produktionen zu konzentrieren, so lange wir es uns noch leisten können«. Steven Spielberg benutzte für die Gruft mit der Bundeslade über 6000 lebende und 2000 falsche Schlangen, darunter Pythons, Kobras und Boas. Unter der Aufsicht des Schlangenexperten Mike Culling und fünf erfahrenen Assistenten, mußten Harrison Ford und Karen Allen mitten in das Gewoge zum Teil giftiger Schlangen treten. Der große Schlangen-Dreh mußte allerdings um zehn Tage verschoben werden, als einen Tag vor der ersten Aufnahme festgestellt wurde, daß das bereitgehaltene Gegengift schon zwei Jahre über dem Verfalldatum war. Frisches Gegengift wurde eilig aus Paris eingeflogen. Der Ort an dem die Nazis nach der Bundeslade graben und in dessen Nähe Indiana Jones sie tatsächlich findet, wurde in der Sahara, nahe Tozeur in Tunesien aufgebaut. Mitten in der Wüste entstanden Bohrlöcher, eine Flugzeug-Landebahn, betonierte Fahrstraßen, Eisenbahnschienen auf hölzernen, mehrere hundert Meter langen Viadukten und Biwaks für 1000 Soldaten und arabische Arbeiter. Die englische Firma Classic Cars baute nach einem originalen Vorbild aus den 30er Jahren zwei Ausgaben des Lastwagens, mit dem die Nazis die Bundeslade aus der Wüste schaffen wollen. Ausgestattet waren die Lkws mit Jaguar-Motoren. Die Vickers-Flugzeugwerke bauten ein Propeller-Flugzeug nach Originalen der 30er Jahre. Inspiriert zu Jäger des verlorenen Schatzes wurde George Lucas, noch bevor er Krieg der Sterne machte, durch ein Filmplakat, auf dem ein Held in Zorro-Manier von einem Pferd auf einen Lastwagen springt: »Als Kind liebte ich die Nachmittags-Action-Kurzserien über Abenteurer, die in exotischer Umgebung agierten«, sagt George Lucas, »und ich fragte mich, warum diese Filme nicht mehr produziert wurden«. Quelle: CIC |
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Meinungen
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| Originaltitel: | Raiders of the Lost Ark |
| deutscher Titel: | Jäger des verlorenen Schatzes |
| Land und Jahr: | USA 1980 |
| Regie: | Steven Spielberg |
| Buch: | Lawrence Kasdan |
| Story: | George
Lucas Philip Kaufman |
| Kamera: | Douglas Slocombe Paul Beeson |
| Schnitt: | Michael Kahn |
| Musik: | John Williams |
| Ausstattung: | Norman Reynolds |
| Effekte: | Industrial Light & Magic |
| Produktionsfirma: | Lucasfilm |
| Produktion: | Frank Marshall |
| Ausführende Produzenten: | George
Lucas Howard Kazanjian |
| Deutsche Bearbeitung: | Berliner Synchron Wenzel Lüdecke |
| Synchron-Text und -Regie: | Arne Elsholtz |
| deutscher Kinostart: | 30.10.1981 (CIC) |
| Länge: | 115 Minuten 105 Minuten (gekürzt) |
| FSK: | ab 16 Jahre ab 12 Jahre (gekürzt) |
| Prädikat: | wertvoll |
| Deutsche Sprecher | ||
| Indiana »Indy« Jones: | Harrison Ford | Wolfgang Pampel |
| Marion Ravenswood: | Karen Allen | Tina Höltl |
| Belloq: | Paul Freeman | Hermann Ebeling |
| Sallah: | John Rhys-Davies | Michael Chevalier |
| Dietrich: | Wolf Kahler | Christian Rode |
| Major Eaton: | William Hootkins | Friedrich G. Beckhaus |
| Toht: | Ronald Lacey | Wolfgang Spier |
| Satipo: | Alfred Molina | Melvin Quinones |
| Gobler: | Anthony Higgins |
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