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Käpt'n Blaubär - Der Film(D 1999) |
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| Filmlexikon | ||||||||||||||||||||||||||||||
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HandlungEin in die Jahre gekommener Blaubär hat's nicht leicht im Leben, und die Jugend ist auch nicht mehr das, was sie einmal war. Vor allem, wenn die drei Bärchen, die altklugen Enkel des legendären Käpt'n Blaubär, seine Gutenachtgeschichten als fadenscheiniges Seemannsgarn abtun. Nur Leichtmatrose Hein Blöd läßt sich immer wieder von Blaubärs Lebenserinnerungen faszinieren, aber das ist nicht unbedingt ein Kriterium für ihre Glaubwürdigkeit. Doch allmählich spitzt sich die Lage zu. Denn Blaubärs Erzrivale, der gemeine Professor Dr. Feinfinger, existiert wirklich. Seit Blaubär die Wellenmaschine zerstörte, die ganze Kontinente überflugen sollte, Feinfingers Gesellenstück auf der Superschurken-Akademie, sind sich die beiden spinnefeind. Und nun gerät Blaubär in die Hoheitsgewässer rings um Schloß Graufels, dem finsteren Stammsitz Feinfingers. Nachdem der Angriff der Immobilienhaie erfolgreich abgewehrt werden konnte, hetzt Feinfinger seinem Rivalen die Krokodilpiraten auf den Hals. Diese lassen sich jedoch täuschen, weil Blaubär noch etwas Piratencreme an Bord hat. Für die nächste Gemeinheit bemüht Feinfinger seine Erfindung des Personen-Faxgeräts, mit dem es ihm gelingt, die drei Bärchen von Bord zu entführen. Also müssen unsere Helden in einem Crash-Kurs ihre eingerosteten nautischen Kenntnisse auffrischen, bevor sie Kurs auf Grauenfels setzen können. Nun geht es Schlag auf Schlag: Feinfinger hetzt die gefürchteten Wellenzwerge auf Käpt'n Blaubär und Hein Blöd, die daraufhin in einem Doppelvulkan landen, wo Maulwürfe hausen, die sich in der Furzsprache unterhalten. Als die Helden mit ihrem Schiff der Lava geopfert werden sollen, bricht der Vulkan aus und katapultiert sie auf die offene See. Nachdem auch noch die Gefahr durch die Seeschatten gebannt ist, steigt Blaubär schließlich die lange Treppe von Schloß Graufels hinauf, und zwischen ihm und Feinfinger kommt es zur letzten, alles entscheidenden Konfrontation ... [bk]
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KritikNachdem Käpt'n Blaubär bereits eine beeindruckende Medienkarriere als Legetrickfigur, Handpuppe und Romanheld durchlaufen hat, kann der von Walter Moers erfundene Seebär nun erstmals als Zeichentrickheld auf der Kinoleinwand bewundert werden. Dabei orientierten sich die Produzenten von Senator Film und TFC Trickompany weniger an der bekannten Fernsehfigur aus dem Käpt'n Blaubär Club (D 1993-), sondern griffen auf Moers' ursprüngliche Vorstellungen zurück, wie dieser sie in seinem genial erzählten und illustrierten Buch Die 13 ½ Leben des Käptn Blaubär (1999) verwirklichen konnte. Allerdings konzentriert sich der Film von Hayo Freitag auf die späteren Lebensjahre von Käpt'n Blaubär und läßt den kindlich-naiven Charme des Romans vermissen. Statt dessen hat man für die Kino-Umsetzung nicht etwa den kleinsten gemeinsamen Nenner gesucht, sondern das komplette Qualitätsspektrum des Humors genutzt - von der Analerotik furzender Maulwürfe bis zu den pseudopsychologischen Analysen der drei Bärchen. In technischer Hinsicht weist der Film einige Besonderheiten auf. Die verwackelten Schwarzweiß-Sequenzen - die Rückblicke auf Blaubärs Jugendzeit, als es ja noch keine Farbe gab! - und die dreidimensional per Computeranimation realisierten Hintergründe ergeben eine interessante Stilmischung, in die der klassische Zeichentrick recht gelungen integriert wurde. Vor allem das Heavy-Metal-Panzerschiff der Krokodil-Piraten ist ein guter Beweis für die mögliche Koexistenz von Computer und Buntstift. Entscheidend für die besondere Wirkung des Films war der Umstand, daß man keine Trickkameras verwendete, sondern sämtliche Hintergründe und Zeichnungen einscannte, um sie dann am Computer zum Laufen zu bringen. Insgesamt ist Käpt'n Blaubär - Der Film trotz oder gerade wegen mancher Ecken und Kanten ein erfrischend anderes Zeichentrickwerk, und die hochkarätige Besetzung der Sprechrollen mit Wolfgang Völz, Helge Schneider und Edgar Hoppe tut ein übriges. [bk]
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Medieninfo
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Credits
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