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King Kong gegen Godzilla

Gojira tai Mekagojira • J 1974

Handlung | Kritik | Medieninfo | Credits | Darsteller

Science Fiction > DinoMedia > Godzilla | Film

Handlung

Der grüne Fabeldrache geht an Land und haut zum Entsetzen der Japaner alles zu Klump. Was ist los? Als er auch noch seinen alten Freund Angiras schwer verletzt, merkt schließlich auch der langsamste Denker, daß etwas nicht stimmen kann. Im brennenden Hafen von Tokio steigt plötzlich ein zweiter Godzilla aus dem Meer. Während des anschließenden Zweikampfes stellt sich heraus, daß der böse Godzilla diesen Namen mitnichten verdient hat, sondern ein riesiger Roboter ist, den sinistre Aliens auf die Erde geschickt haben. Da der Stahlgigant mit allen technischen Raffinessen ausgestattet wurde, gibt Godzilla vorübergehend den Löffel ab. Auftritt die Tochter eines Priesters und beschwört den uralten Monstergott König Shisaar, der an der Küste Okinawas in einem Felsblock eingeschlossen ist. Die Allianz der »goodies« führt dazu, daß der Blecheimer in tausend Stücke geschlagen wird und die Außerirdischen das Nachsehen haben.

Kritik

King Kong gegen Godzilla (Gojira tai Mekagojira • J 1974) war Godzillas vierzehnter Einsatz. Das Skript von Jun Fukuda und Hiroyasu Yamamura basiert auf einer Idee von Shinichi Sekizawa, die eigentlich sehr interessant ist. Sie stellt ein Konglomerat von King Kong - Frankensteins Sohn (Kingukongu no Gyakushu • J 1967) (der Cyborg als naturgetreues Abbild des guten Monsters), »Space Opera«, altbewährten Kinderspäßen und einem lange Zeit im japanischen Monsterfilm vermißten Hang zum Mythischen dar. Letzteres bedarf hier einer kurzen Erörterung: Gerade Okinawa hat in der langen asiatischen Tradition immer dem »Mutterland« mit besonderer Treue gehuldigt. Mit König Shisaar erweist die Toho jenem Umstand eine wenn auch verspätete Ehre. Ist die Verbindung von Zauberei und Kaiju Eiga - die zuvor nur in Mothra bedroht die Welt (Mosura • J 1961) versucht worden war - schon recht ungewöhnlich, trifft dies auch auf das große Finale zu. Man fühlt sich unweigerlich an einen Western von Sergio Leone erinnert, wenn die Kontrahenten gegeneinander antreten. Diese Zutaten, die den Streifen über den Durchschnitt heben, passen aber zuweilen nicht unbedingt zueinander. Dadurch entstehen immer wieder Brüche in der Handlung. Auch bei den Spezialeffekten haben die Verantwortlichen von Toho diesmal offensichtlich ein paar Yen mehr locker gemacht als in den Jahren zuvor. Mit Ausnahme des Inselgottes, der wie ein Schoßhündchen (inclusive ferngesteuerter Schlappohren!) aussieht, hat Tsuburaya-Nachfolger Shokei Nakano ansprechende Arbeit geleistet. Besonders gelungen ist der Roboter mit seinen fein konzipierten technischen Gadgets.


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Medieninfo

Damit keine Mißverständnisse entstehen: Der Roboter, der in einem Anfall geistiger Umnachtung vom deutschen Verleih wieder mal »King Kong« getauft wurde, heißt im japanischen Original Mekagojira und Mechagodzilla in der US-Version. Aus dem japanischen Kingushiisaa wurde in den USA King Seesar und hierzulande König Shisaar (und in Frankreich King Cesar). Übrigens wurde Angiras in Amerika im Hinblick auf Gigantis, the Fire Monster (der US-Titel von Godzilla kehrt zurück) treffenderweise »Anzilla« betitelt. Eine besonders eindrucksvolle Szene zeigt den schwerverletzten Godzilla auf der Monsterinsel Ogusawara. Dort schöpft er in einem infernalischen Gewitter neue Kraft, ähnlich wie weiland Lon Chaney jr. in The Ghost of Frankenstein (USA 1942).

• Thomas Deist

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Siehe auch
Film-Index • Godzilla
Der erste Godzilla-Zyklus
Der zweite Godzilla-Zyklus
Kaiju Eiga - Der japanische Monsterfilm
Japanische Titel und Namen
Gummidrachen im Spielzeugland - Sinn und Unsinn der japanischen Monsterfilme
Film-Index • Dinosaurier • Prähistorik
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Prehistoric News • Magazin für prähistorische Motive in den Medien
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Credits

Originaltitel: Gojira tai Mekagojira
deutscher Titel: King Kong gegen Godzilla
Godzilla und der Kampf der Titanen
(TV)
US-Titel: Godzilla vs. the Cosmic Monster
Land und Jahr: J 1974
Technik: Farbe, Breitwand, Mono
Regie: Jun Fukuda
Drehbuch: Jun Fukuda
Hiroyasu Yamamura
Shinichi Sekizawa
Vorlage: Masami Fukushima (Story)
Kamera: Yuzuru Aizawa
Schnitt: Michiko Ikeda
Effekte: Teruyoshi Nakano (Effektregie)
Koichi Kawakita
(Effektregieassistenz)
Shoji Okawa
(mechanische Effekte)
Sokei Tomioka
(Effektkamera)
Musik: Masaru Sato
Produktion: Toho
Tomoyuki Tanaka
Uraufführung: 21.3.1974
deutscher Kinostart: 1974
US-Kinostart: März 1977
Länge: 84 Minuten (japanische Fassung)
84 Minuten
(deutsche Fassung)
80 Minuten
(US-Fassung)
FSK ab 12 Jahre

 

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Darsteller

Masahiko Shimizu: Kazuya Aoyama
Professor Hideto Miyajima: Akihiko Hirata
Professor Wagura: Hiroshi Koizumi
Saeko Kaneshiro: Reiko Tajima
Eiko Miyajima: Hiromi Matsushita
Hohepriester der Azumi: Masao Imafuku
Prinzessin Nami Kunizu: Beru-Bera Lin (= Barbara Lynn)
Namara: Mori Kishida
Tamura: Takayasu Torii
Kuronuma: Goro Mutsumi
Keisuke Shimizu: Masaaki Daimon
Captain: Kenji Sahara
Godzilla: Isao Zushi
»King Kong« (Mekagojira): Ise Mori
Angiras/Shisaar: Momoru Kusumi

 

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21.05.06 • 10.06.06