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HandlungDer kleine Löwe Simba soll eines Tages die Nachfolge seines Vaters Mufasa als König der Tiere antreten. Doch Simbas Onkel Scar schmiedet finstere Pläne. Wenn dem Kleinen etwas zustoßen sollte, wäre nämlich Scar der rechtmäßige Thronfolger. Also tut er sich mit den üblen Hyänen zusammen und stellt seinen Verwandten eine Falle. Vater Löwe wird von einer aufgescheuchten Gnuherde zertrampelt, als dieser seinen Sohn aus der Stampede zu retten versucht. Scar redet Simba anschließend ein, er sei schuld am Tod seines Vaters, worauf dieser ins Exil geht. Scar denkt jedoch, seine Hyänen hätten Simba getötet, und errichtet nun sein finsteres Reich. Nach einigen Jahren ist Simba bei seinen neuen Freunden, dem Warzenschwein Pumbaa und der Meerkatze Timon, zum stattlichen Teenager-Löwen herangewachsen und trifft zufällig seine Jugendliebe Nala wieder, die ihm von den grausamen Zuständen im Löwenreich berichtet. Es dauert noch eine Weile, bis Simba bereit ist, seine Verantwortung anzunehmen, doch schließlich zieht er in den Kampf gegen seinen Onkel, und am Ende ist die Welt auch in Afrika wieder in Ordnung. |
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KritikMit Der König der Löwen gelang es den Walt Disney Studios, fast 30 Jahre nach dem Tod des Firmengründers endlich wieder an die Erfolgstradition der großen Zeichentrickfilme anzuknüpfen. Der Film beansprucht zwar kaum den Intellekt, übt jedoch auf einer tieferen Ebene eine große Faszination aus. Die Story ist nicht unbedingt neu, aber sie lebt von einer geradezu Shakespearschen Tragik, die auch erwachsene Zuschauer anspricht - mit einen guten Helden, der auch zu Selbstzweifeln in der Lage ist, und einen durchaus sympathischen Schurken. Hinzu kommen die schönen Bilder, die sich weit von der üblichen Disney-Niedlichkeit entfernen, und die mitreißende Musik von Hans Zimmer, der dafür mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Ein übriges tut die ökologische Botschaft, in deren Mittelpunkt das Bild des »Circle of Life« steht. Damit ist die geschlossene Nahrungskette gemeint, wodurch nicht zuletzt gerechtfertigt wird, daß auch ein »guter« Löwe mal töten und fressen muß - selbst wenn dies im Film natürlich nur mit häßlichen Insekten passiert. Der eigentliche Reiz liegt in den phantastischen Bildern, den beeindruckenden Landschaftsszenen und gelungenen Farbübergängen. Selbst die kleinsten Details wurden mit Sorgfalt und Liebe animiert, wenn sich die Grashalme auch noch im Mittelgrund biegen, als es zu regnen beginnt. Natürlich kam hier neueste Computertechnik zum Einsatz, die sich jedoch nahtlos in den Gesamteindruck einfügt. Und es hat sich gelohnt, die Sprechrollen mit hochkarätigen Akteuren zu besetzen. Simba wird von Matthew Broderick gesprochen, sein Vater von James Earl Jones und der böse Scar glänzend vom britischen Shakespeare-Mimen Jeremy Irons. In Nebenrollen sind Rowan Atkinson als Nashornvogel und Hofbeamter Zazu und Whoopi Goldberg als Hyäne Shenzi zu hören. Für die deutsche Fassung konnten immerhin Thomas Fritsch, Rainer Basedow, Ilja Richter und Hella von Sinnen gewonnen werden. |
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MedieninfoDer König der Löwen , der unter dem Arbeitstitel »King of the Jungle« vorbereitet wurde, spielte in den USA 300 Millionen und in der übrigen Welt nochmal 450 Millionen Dollar ein, womit er zum erfolgreichsten Zeichentrickfilm aller Zeiten wurde. Der von Elton John interpretierte Titelsong »Circle of Life« wurde zum Hit.Die Fortsetzung Der König der Löwen 2 - Simbas Königreich (The Lion King II: Simba's Prime USA 1998) ist nur auf Video erschienen, während die zwei tierischen Witzbolde aus dem Film in Abenteuer mit Timon & Pumbaa (The Lion King's Timon & Pumbaa USA 1995-99) zu Fernsehserienstars wurden. Ein schwerer Plagiatsvorwurf sorgte insbesondere Japan für Unruhe, da die Grundidee, manche Figuren und sogar einzelne Szenen des Films sehr an die Zeichentrickserie Kimba, der weiße Löwe / Bou Bou, König der Tiere (Janguru Taitei / Kimba, the White Lion Japan/USA 1965-67, 1989-90) erinnern. Im Dezember 2001 startete in Hamburg das Musical Der König der Löwen nach Motiven des Films. |
| deutscher Titel: | Der König der Löwen |
| Originaltitel: | The Lion King |
| Land und Jahr: | USA 1994 |
| Technik: | Zeichentrick, Computeranimation Technicolor, Dolby Stereo |
| Regie: | Roger Allers Rob Minkoff |
| Drehbuch: | Irene Mecchi Jonathan Roberts Linda Woolverton |
| Schnitt: | Tom Finan John Carnochan |
| Effekte: | Linda Bel (Computeranimation) Gregory Griffith (Computeranimation) |
| Musik: | Hans Zimmer Tim Rice (Songs) Elton John (Songs) Jocelyn B. Smith (deutscher Titelsong) |
| Produktion: | Don Hahn Thomas Schumacher (ausführend) Sarah McArthur (ausführend) Walt Disney Pictures |
| US-Kinostart: | 24.6.1994 |
| deutscher Kinostart: | 17.11.1994 |
| deutscher Videostart: | 1995 |
| Länge: | 88 min. |
| US-Sprecher | deutsche Sprecher | |
| Junger Simba: | Jonathan Taylor Thomas Jason Weaver (Gesang) |
Julius Jellinek Manuel Straube (Gesang) |
| Simba: | Matthew Broderick Joseph Wolliams (Gesang) |
Frank Lorenzengel Cusch Jung (Gesang) |
| Mufasa: | James Earl Jones | Wolfgang Kühne |
| Scar: | Jeremy Irons | Thomas Fritsch |
| Junge Nala: | Niketa Calame Laura Williams (Gesang) |
Magdalena Turba |
| Nala: | Moira Kelly Sally Dwosky (Gesang) |
Alexandrea Wilcke |
| Pumbaa: | Ernie Sabella | Rainer Basedow |
| Timon: | Nathan Lane | Ilja Richter |
| Rafiki: | Robert Guillaume | Joachim Kemmer |
| Zazu: | Rowan Atkinson | Eberhard Prüter |
| Sarabi: | Madge Sinclair | Rita Engelmann |
| Shenzi: | Whoopi Goldberg | Hella von Sinnen |
| Banzai: | Cheech Marin | Frank Lenart |
| Ed: | Jim Cummings | Jim Cummings |
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