Handlung | Kritik | Medieninfo | Credits | Darsteller
| Science Fiction > DinoMedia > Godzilla | Film |
HandlungEin kleiner japanischer Junge hat herbe Schwierigkeiten, sich in Schule und Leben durchzusetzen. Ständig wird er geprügelt und gehänselt. So flüchtet er im Traum auf die Monsterinsel. Dort führt der Knirps angeregte Konversationen mit Godzilla und Minya, die ihm auch gleich zeigen, daß man sich nicht unterkriegen lassen darf. Das Bübchen erwacht und ist ab da gestählt fürs harte Leben. |
![]() |
KritikUnglaublich, aber wahr! Godzilla als spiritus rector für unsere Jugend! Dies sollte der letzte Film des Effektspezialisten Eiji Tsuburaya sein, der bald darauf 1970 verstarb. Ein trauriger Abgang für den mittlerweile 68jährigen, wenn man bedenkt, daß ohne ihn der japanische Monsterfilm nie die Form gefunden hätte, die ihm schließlich seinen Ruhm eingetragen hat. Denn die einzig wirkliche tricktechnische Neuerung ist das Monster Gaborah, ein pickelhäutiger Riesendrache, der seinen Gegnern Elektroschocks verpaßt. Vielmehr wird der Streifen mit endlosen Szenen aus Frankenstein und die Ungeheuer aus dem Meer (Nankai no Daiketto J 1966) und Frankensteins Monster jagen Godzillas Sohn (Gojira no Musoko J 1967) gestreckt. Eigentlich hätte es ein echter Hammer werden können, denn die Erfolgsgaranten der Toho waren wieder vereint. Die Idee, einen reinen Kinderfilm zu machen, ist - angesichts des Stadiums, in dem sich der Kaiju Eiga nun einmal befand - eigentlich recht nett, zumal hier etwas Neues geboten wird. Aber die Umsetzung läßt viel zu wünschen übrig, bis auf die putzigen Unterhaltungen zwischen Junge und Monstren. Der aufgesetzte pädagogische Effekt trägt dazu bei, daß sich der wahre Monster-Fan mit Grausen abwendet. Und Inoshiro Honda machte hiernach nur noch zwei weitere Filme. Das Genre war am Ende seiner Blütezeit (1963-1968) angelangt und ausgepumpt, Innovationen schienen auch nichts mehr zu bewirken. Nach dem Wegfall der Bedrohung durch Atombombe und US-Aggression verstand es Toho nicht, neue Ufer zu erreichen. Thomas Deist |
|
MedieninfoIm Fall von Oru Kaiju Daishingeki (US-Titel: Godzilla's Revenge) muß es als Glücksfall betrachtet werden, daß dieser Streifen nicht in deutsche Kinos kam. Der Originaltitel bedeutet soviel wie »Großangriff aller Monster«, wobei das Wörtchen oru die japanische Schreibweise für das englische Fremdwort all (= alle) darstellt. Deshalb wird der Originaltitel manchmal auch mit All Kaiju Daishingeki angegeben. Um die Sache weiter zu komplizieren, findet sich in der Literatur außerdem der Titel Gojira Minira Gabara: Oru Kaiju Daishingeki, da auf dem japanischen Filmplakat die Namen der »Stars« neben den Titel gesetzt sind. Letztlich ist es also reine Ansichtssache, wie man den originalen Filmtitel wiedergeben will. |
| Originaltitel: | Oru Kaiju Daishingeki |
| Alternativtitel: | Gojira Minira Gabara: Oru Kaiju Daishingeki |
| Übersetzung: | »Großangriff aller Monster« |
| US-Titel: | Godzilla's Revenge |
| deutscher Titel: | --- |
| Land und Jahr: | J 1969 |
| Technik: | Farbe, Breitwand, Mono |
| Regie: | Inoshiro Honda |
| Drehbuch: | Shinichi Sekizawa |
| Kamera: | Sokei Tomioka |
| Schnitt: | Masahisa Himi |
| Effekte: | Eiji Tsuburaya (Spezialeffekte) Sokei Tomioka (Spezialeffekte) Akira Watanabe (Spezialeffekte) Teruyoshi Nakano (Effektregieassistenz) Kuichiro Kishida (Effektbeleuchtung) |
| Musik: | Kunio Miyauchi Shinichi Sekizawa (Songtexte) |
| Ausstattung: | Takeo Kita |
| Produktion: | Toho Tomoyuki Tanaka |
| Uraufführung: | 20.12.1969 |
| deutscher Kinostart: | --- |
| US-Kinostart: | 1971 |
| Länge: | 70 Minuten (japanische Fassung) 70 Minuten (US-Fassung) |
| Ichiro Miki: | Tomonori Yazaki |
| Kenkichi Miki : | Kenji Sahara |
| Ichiros Mutter: | Machiko Naka |
| Shinpei Minami: | Eisei Amamoto |
| Senbayashi: | Sachio Sakai |
| Okuda: | Kazuo Suzuki |
| Barkeeper: | Ikio Sawamura |
| Vermieter: | Shigeki Ishida |
| Minya: | »Little Man« Machan |
| Godzilla: | Haruo Nakajima |
| Gaborah : | Hiroshi Sekita |
| © copyright
1990-2006 by SHAYOL.NET e.V. Alle Rechte vorbehalten eMail: dialog@epilog.de 21.05.06 10.06.06 |
|