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| ALIEN CONTACT 52 |
Handlung | Kritik | Credits | Darsteller
| Science Fiction > Alien Contact | Film |
HandlungDer Psychologe Chris Kelvin wird auf die Forschungsraumstation gerufen, die den Planeten Solaris umkreist. Dort soll er eine Krise lösen, über die der Stationskommandant, Kelvins Freund Gibarian, keine näheren Angaben machen will. Als Kelvin auf der Station eintrifft, hat Gibarian sich bereits umgebracht. Kelvin ist allein mit dem Techniker Snow und der Physikerin Gordon. Beide zeigen Symptome von großem Stress, der sie zu zerbrechen droht, wollen aber partout nichts darüber erzählen. Nach seiner ersten Nacht an Bord schließt Kelvin jedoch selber Bekanntschaft mit den seltsamen Vorgängen an Bord. Als er am Morgen erwacht, ist seine Frau Rheya bei ihm. Nicht nur, dass sie die Reise gar nicht mitgemacht hat. Sie müsste außerdem tot sein. Auf der Erde hatte sie Jahre zuvor nach einer Abtreibung Selbstmord verübt. Kelvin lockt die Erscheinung, die seinen Schmerz über den Verlust neu entfacht hat, kurzerhand in eine automatische Raumkapsel und lässt sie hilflos in den Weltraum davontreiben. Am nächsten Morgen sitzt eine weitere Kopie Rheyas auf seinem Bett. Kelvin spürt mehr und mehr, dass die Erscheinung über echte Gefühle und Erinnerungen verfügt. Sie merkt allerdings selbst, dass sie eigentlich nicht an Ort und Stelle gehört. Der Psychologe kann nicht anders, als Mitleid für diese künstlich erzeugte Person zu empfinden. Und er kann sich der Anziehungskraft nicht entziehen, die das Abbild seiner verstorbenen Frau auf ihn ausübt. Immer weiter verstrickt er sich in die Illusion, die eine überlegene, rätselhafte Intelligenz des Planeten Solaris erschaffen hat. Die übrigen Besatzungsmitglieder haben ihre eigenen »Besucher«, wie sie genannt werden. Ein Abbild von Gibarians Sohn spukt auch nach dem Ableben des Vaters durch die Station. Snow wird mit seinem Spiegelbild konfrontiert. Und Gordons Heimsuchungen sind so entlarvend und peinlich, dass sie sie in ihrer Kabine unter Verschluss hält. Die Physikerin glaubt auch aus anderen Gründen, dass die Besucher gefährlich sind. Sie befürchtet, dass sie die Erde unterwandern könnten, und blockiert deshalb eine Rückkehr der Besatzung zur Erde. Mit normalen Tötungsmethoden ist den Besuchern nicht beizukommen. Sie werden einfach wieder lebendig. Die Projektion eines »Higgs-Feldes« soll die Erscheinungen vernichten. Kelvin beginnt mit Gordon einen bitteren Kampf um das rätselhafte Leben seiner wiederauferstandenen Frau. Doch so einfach können sich die Raumfahrer ihrer ungebetenen Begleiter ohnehin nicht entledigen. Schlimmer noch, sie können sich bald ihrer selbst nicht mehr sicher sein ...
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KritikDiesen Film kann man nur hassen oder lieben. Steven Soderbergh lässt sich mit der Umsetzung des interstellaren Kammerspiels wie Andrej Tarkowskij in der ersten Verfilmung des Romans viel Zeit. Wer actionarme Suspense oder lange Dialoge ohne Musik-Untermalung nicht ertragen kann, ist in diesem Film falsch. Wer ihn genießen will, muss sich auf unterschwellige Botschaften einlassen können. Damit ähnelt Solaris Kubricks 2001 - Odyssee im Weltraum. Das Ende allerdings ist viel eindeutiger. Die von Soderbergh geschaffenen Bilder bringen die Geschichte aus der Feder Stanislaw Lems vor allem technisch auf den neuesten Stand. Das Remake ist dennoch mehr als eine bloße Aktualisierung. Die Rückblenden in das gemeinsame Leben von Chris und Rheya auf der Erde bringt mehr Klarheit in das Gefühlsleben des geplagten Psychologen. Die Motive aller Figuren sind insgesamt besser zu verstehen als in der ersten Verfilmung. Anders als andere Regisseure vor ihm akzeptiert Soderbergh Natasha McElhones ungewöhnlich große Augen nicht bloß als faszinierende Dreingabe. Er setzt sie bewusst in Szene, um Gefühlstiefe, Verletzlichkeit oder Fremdartigkeit zu transportieren. McElhones Rätselhaftigkeit ist es, die den Film eigentlich trägt. Mit einer anderen Figur ist der Regisseur weniger geschickt umgegangen. Die Umwandlung des Biologen Sartorius in eine Frau namens Gordon ist unmotiviert und trägt zur Handlung nichts Neues bei. Im Gegenteil - dass ein Mann in seiner Kabine das Spiegelbild peinlicher, sadistischer Phantasien geheim halten muss, ist eher vorstellbar als bei einer Frau. Auch die Aggressivität Gordons gegenüber den Besuchern überzeugt so nicht. Ein Fest für Cineasten ist dagegen Jeremy Davies Auftritt als Snow. Sein teils kumpelhaftes, teils paranoides Bewegungsrepertoire hätte einen Oscar für den besten Nebendarsteller verdient. Bedauerlich ist, dass manche Versatzstücke des Romans nicht berücksichtigt werden konnten, zum Beispiel wenn der solarische Ozean seine Fähigkeiten erst erproben muss und für die erste Kopie der verstorbenen Ehefrau ein Kleid erschafft, dass sich nicht öffnen lässt. Insgesamt ist die Vorlage aber mehr als adäquat umgesetzt worden. Sie lenkt mit den Mitteln des heutigen Kinos die Aufmerksamkeit auf hochklassige europäische Science Fiction, die in ihrer Gültigkeit zeitlos bleibt. Steven Soderbergh hat in einem Interview die Furcht geäußert, der Film könne für die Amerikaner zu europäisch und für die Europäer zu amerikanisch sein. Tatsächlich ist der Streifen für das Publikum diesseits des Atlantiks geeignet - sofern es sich noch von dem der Neuen Welt unterscheiden will. Solaris ist so, wie großes europäisches Science-Fiction-Kino sein könnte, wenn es sich auf seine Stärken besinnen würde. Immerhin wird Stanislaw Lem durch diesen Film einem weltweiten Publikum als Autor vorgestellt, der die Lieblingsthemen eines Phillip K. Dick - Identität und Realität - auf ganz eigene und genauso brillante Weise umgesetzt hat. So etwas sollte man auch mal als europäische Koproduktion versuchen. |
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| ALIEN CONTACT 52 |
| Originaltitel: | Solaris |
| deutscher Titel: | Solaris |
| Land und Jahr: | USA 2002 |
| Regie: | Steven Soderbergh |
| Buch: | Steven Soderbergh |
| Vorlage: | Stanislaw Lem, Solaris |
| Kamera: | Peter Andrews |
| Schnitt: | Mary Ann Bernard |
| Musik: | Cliff Martinez |
| Produktionsdesign: | Philip Messina |
| Kostüme: | Milena Canonero |
| Produktion: | James Cameron Rae Sanchini Jon Landau |
| Co-Produktion: | Michael Polaire Charles V. Bender |
| Ausführender Produzent: | Gregory Jacobs |
| deutscher Kinostart: | 6.3.2003 (CentFox) |
| Länge: | 98 min. |
| | FSK ab 12 Jahre |
| Dr. Chris Kelvin: | George Clooney |
| Rheya: | Natascha McElhone |
| Dr. Gordon: | Viola Davis |
| Snow: | Jeremy Davies |
| Gibarian: | Ulrich Tukur |
| Angestellter 1: | John Cho |
| Angestellter 2: | Morgan Rusler |
| Junge/Gibarians Sohn: | Shane Skelton |
| Mrs. Gibarian: | Donna Kimball |
| Freund: | Michael Ensign |
| Freundin: | Elpidia Carrillo |
| Patient: | Kent Faulcon |
| Patientin: | Lauren Cohn |
| ALIEN CONTACT 52 |
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