Auf der Flucht
vor Schadensersatzforderungen sticht der Abenteurer Carl Denham wieder mit der »S. S.
Venture« unter Captain Englehorn in See. In Malaysia erfährt er von dem zwielichtigen
Captain Helstrom, der ihm einst die Karte von Skull Island gab, daß es auf der Insel noch
einen Schatz geben soll. Nach einer Meuterei auf dem Schiff werden die Helden vor Skull
Island ausgesetzt, wo sie von den Eingeborenen unfreundlich empfangen werden, da sie sich
noch gut an sie erinnern können. Durch einen tunnelförmigen Eingang rudern sie an einer
anderen Stelle ins Innere der Insel, wo sie bald auf King Kongs weißbepelzten Sohn
treffen, den sie aus einer Treibsandgrube retten. Der kleine Kong ist wesentlich
friedfertiger als sein Papa, und so schließt Denham (zum Teil auch aus schlechtem
Gewissen) Freundschaft mit ihm, was den Menschen zugute kommt, da sie wieder von diversen
Urzeitmonstern angegriffen werden. Zunächst flüchtet die Gruppe um Captain Englehorn vor
einem Styracosaurus in eine enge Felsspalte, in die das Vieh mit seinem großen Kopfschild
nicht hineinpaßt. Nach einem klassischen Monsterkampf mit einem Höhlenbären muß Kongs
Sohn auch noch gegen ein vierbeiniges, drachenähnliches Reptil antreten. Auch das
Seeungeheuer, das sich aus dem Wasser erhebt und den bösen Helstrom frißt, ist ein
Phantasiegeschöpf. Als es zu einem Erdbeben kommt und Kongs Sohn zum Schluß mit der
Insel untergeht, hält er Denham noch so lange über Wasser, bis er von seinen Kollegen im
Boot gerettet werden kann. [bk]
Das Produktionsteam von King Kong und die
weiße Frau(King Kong USA 1933) begann unmittelbar nach der
Kinopremiere mit der Arbeit an dieser Fortsetzung, die zunächst unter dem
unverfänglichen Arbeitstitel Jamboree firmierte. Beim Entwurf der Monstren
erlaubten sich Willis
OBrien und Marcel
Delgado diesmal größere künstlerische Freiheiten, da sämtliche Geschöpfe bis auf
den Styracosaurus keine Entsprechung in der Paläontologie haben. Trotzdem sind die Tricks
sehenswert, die - mit Ausnahme der Seeschlange - ausnahmslos in Stop Motion ausgeführt
wurden. Insgesamt ist Son of Kong ein unterhaltsamer Film, der geschickt komische
und tragische Elemente verbindet, wie vor allem an der Schlußszene deutlich wird.
Erstaunlicherweise wurde dieser Film niemals in einer deutschen Fassung veröffentlicht
- auch die 1993er King-Kong-Edition von Taurus-Video enthält nur die amerikanische
Originalfassung. [bk]