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Handlung | Produktion | Kritik | Medieninfo | Credits | Darsteller
| Lexikon > Film |
HandlungAls der Psychologe Dr. Norman Goodman von der US-Regierung in den Südpazifik beordert wird, vermutet er zunächst, daß er sich um die Überlebenden eines Flugzeugabsturzes kümmern soll. Doch dann erfährt er vom Projektleiter Barnes, daß auf dem Meeresgrund ein Raumschiff entdeckt wurde, das nach der Dicke des Korallenbewuchses schon seit 300 Jahren dort liegt. Goodman wurde als Spezialist hinzugezogen, weil er vor Jahren eine Studie über die psychologischen Folgen des Erstkontakts mit Außerirdischen angefertigt hat. Und man hat auch die von ihm vorgeschlagenen Experten geholt, den Physiker Ted Fielding, den Mathematiker Harry Adams und die Biochemikerin Beth Halperin, die Goodman vor einigen Jahren wegen ihrer Neigung zum Selbstmord behandelt hat. Das Team wird in einem U-Boot auf den Meeresboden gebracht, wo neben der Navy-Station die riesige Heckflosse des Raumschiffs emporragt. Nachdem sie in das Raumschiff eindringen, stellen sie zunächst fest, daß es nicht von Außerirdischen, sondern von Amerikanern erbaut wurde. Der Bordcomputer spielt ihnen eine holographische Aufnahme vor, wie das Raumschiff offensichtlich in ein Schwarzes Loch gezogen und in die Vergangenheit katalpultiert wurde. Die zweite Überraschung ist die »Sphäre«, eine riesige Kugel mit schillernder Oberfläche, die sie in einem Lagerraum entdecken. Nachdem Harry Adams heimlich versucht hat, in die Kugel einzudringen, holt Goodman den Bewußtlosen in die Station zurück. Dann kommt es zu einer Reihe rätselhafter Ereignisse. Eine Technikerin wird während eines Tauchgangs von einem Quallenschwarm getötet. Dann nehmen die Forscher über Computer Kontakt mit einer Intelligenz namens Jerry auf, die einen riesigen Tintenfisch »manifestiert«, der die Unterwasserstation attackiert. Danach sind nur noch der Psychologe, die Biochemikerin und der Mathematiker am Leben. Die drei scheinen allmählich den Verstand zu verlieren, während sie sich gegenseitig für die rätselhaften Vorfälle verantwortlich machen, bis sie erkennen, daß die Kugel offenbar ihre tiefsten Ängste freisetzt. Beth Halperin hat in einem Moment geistiger Umnachtung die Sprengsätze scharf gemacht, worauf sie im kleinen Rettungs-U-Boot fliehen und nur knapp der Unterwasserexplosion entkommen. In der Dekompressionskammer stellt sich ihnen die Frage, warum die Besatzung des Raumschiffes in der Zukunft nichts von ihrem Schicksal geahnt hat, obwohl die drei das Rätsel gelöst haben. Aus diesem Grund - und weil sie erkannt haben, daß sie noch nicht reif für die Gabe der Kugel sind, jede Vorstellung Wirklichkeit werden zu lassen - beschließen sie, ihre Macht dazu einzusetzen, den Vorfall einfach zu vergessen. |
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ProduktionSphere ist die längst fällige Verfilmung des Bestsellers Gedanken des Bösen (Sphere, 1987) von Michael Crichton, der bereits im Jahre 1978 erschien. Allerdings hatte der Roman bereits einen gewissen Einfluß auf die Filmgeschichte, da er James Camerons Abyss - Der Abgrund (The Abyss USA 1989) und die folgende Welle von SF-Unterwasserfilmen inspirierte. Crichton hatte sich bislang gegen eine allzu billige Verfilmung gesträubt, da die angemessene Umsetzung der Story einen hohen technischen Aufwand erforderte. Schließlich interessierte sich der Regisseur Barry Levinson für das Projekt, der mit Enthüllung (Disclosure USA 1993) schon einmal ein Buch von Crichton verfilmt hatte, bislang aber noch keinerlei Erfahrung mit der Science Fiction besaß. Die Dreharbeiten fanden auf der ehemaligen Marinebasis Mare Island statt, die vor der Küste von Vallejo in der Bucht von San Francisco liegt. Der Produktionsdesigner Norman Reynolds baute drei Lagerhallen zu Filmkulissen aus und schuf damit eins der größten Filmstudios der Welt. Die Unterwasserstation wurde in Originalgröße konstruiert, außerdem kamen die Innenräume des Raumschiffes hinzu und bis zu acht Meter tiefe Wasserbecken, in denen die Unterwasserszenen entstanden. Das Versorgungsschiff an der Oberfläche wurde von der SS Jeremiah O'Brien »dargestellt«, die schon 1944 bei der Landung der Aliierten in der Normandie eingesetzt wurde und heute ihren Lebensabend als Museumsschiff im Hafen von San Francisco verbringt. Vor den Beginn der Dreharbeiten, die von Februar bis Juni 1997 stattfanden, mußten alle Schauspieler einen Kursus beim Tauchlehrer Kris Newman belegen. Der Tauchveteran Bev Morgan und die Kostümbildnerin Gloria Gresham entwarfen in sechsmonatiger Arbeit gemeinsam neue Tauchhelme mit größeren Sichtfenstern, die nicht nur besser für die Filmaufnahmen geeignet waren, sondern bereits das Interesse der Marine auf der ganzen Welt weckten. Von den veranschlagten Produktionskosten von 85 Millionen Dollar verbrauchte Levinson nur 75 Millionen, und sogar die Drehzeit nahm nur 69 Tage statt 90 in Anspruch. Sparen konnte man auch bei den Tricks, für die ursprünglich George Lucas' Firma ILM vorgesehen war, bis sich mit Jeffrey A. Okun ein Experte für kostengünstige Effekte fand. Die Computeranimation der »Sphäre« wurde von der Firma Cinesite übernommen, während die außer Kontrolle geratenen Meeresgeschöpfe aus der animatronischen Werkstatt von Steve Johnson's XFX stammen. |
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![]() Foto: Warner Bros. |
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KritikBei oberflächlicher Betrachtung lassen sich gleich mehrere bekannte Science-Fiction-Filme als mögliche Vorbilder von Sphere ausmachen. Das Thema einer außerirdischen Macht unter Wasser gab es bereits in Abyss - Der Abgrund (The Abyss USA 1989), die rätselhafte geometrische Präsenz der Kugel erinnert auffällig an den Monolithen aus Stanley Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum (2001: A Space Odyssey GB 1968), und um die Freisetzung unbewußter Ängste ging es bereits in Alarm im Weltall (Forbidden Planet USA 1956), während viele weitere Elemente und die Grundstruktur der Geschichte Parallelen zu Event Horizon - Am Rande des Universums (Event Horizon USA 1997) aufweisen. Für sich genommen, muß man jedoch feststellen, daß Sphere eine intelligente SF-Geschichte erzählt, die das Paradox-Problem einer Zeitreise elegant umschifft. Außerdem bleibt das Geheimnisvolle und Unbegreifbare der außerirdischen Entität bis zum Schluß gewahrt und wird nicht durch eine primitive Auflösung zerstört. Besonders gelungen ist die klaustrophobische Enge an Bord der Unterwasserstation. Im Gegensatz zu vielen SF-Großproduktionen drängen sich die Tricks nicht auf, sondern sind nahtlos und sinnvoll in die Handlung integriert. Man merkt dem Film an, daß er nicht von einem SF-Routinier inszeniert wurde, sondern von einem Regisseur, für den die Geschichte und die Darsteller im Vordergrund stehen. Bei der Rollenbesetzung hat man sich mit Erfolg bemüht, Stereotypen zu vermeiden. Dustin Hoffman gibt überzeugend den Anti-Action-Helden, Sharon Stone spielt keine Sexbombe, sondern eine Wissenschaftlerin, und auch Samuel L. Jackson und Peter Coyote füllen ihre Parts aus. |
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Medieninfo
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| Originaltitel: | Sphere |
| deutscher Titel: | Sphere - Die Macht aus dem All |
| Land und Jahr: | USA 1998 |
| Technik: | Panavision, 35 mm DTS, Dolby Digital, SDDS |
| Regie: | Barry Levinson |
| Drehbuch: | Kurt Wimmer Stephen Hauser Paul Attanasio |
| Vorlage: | Michael
Crichton, Die Gedanken des Bösen (Sphere, 1987) |
| Kamera: | Adam Greenberg |
| Schnitt: | Stu Linder |
| Effekte: | Jeffrey A. Okun
Carlos Arguello (Überwachung) Thomas Boland Mark Michaels (Überwachung) |
| Musik: | Elliot Goldentha |
| Ausstattung: | Norman Reynolds |
| Kostüme: | Gloria Gresham |
| Produktion: | Constant c Productions Punch Productions Baltimore Pictures Peter Giuliano (ausführend) Patricia Churchill (associate) Michael Crichton Barry Levinson Andrew Wald |
| Uraufführung: | 1998 |
| deutscher Kinostart: | 2.4.1998 (Warner Bros.) |
| deutscher Videostart: | 1.11.1998 (Warner Home Video) |
| Länge: | 110 Minuten |
| | FSK ab 16 Jahre |
| Dr. Norman Goodman: | Dustin Hoffman |
| Beth Halperin: | Sharon Stone |
| Harry Adams: | Samuel L. Jackson |
| Barnes: | Peter Coyote |
| Ted Fielding: | Liev Schreiber |
| Fletcher: | Queen Latifah |
| Jane Edmunds: | Marga Gómez |
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