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Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith

Star Wars: Episode III - Revenge of the Sith • USA 2005

Handlung | Kritik | Credits | Darsteller

Lexikon > Film > Star Wars

Handlung

Die Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker sollen den Kanzler der Galaktischen Republik aus den Händen der Separatistenführer Count Dokuu und General Grievous befreien. Die Rettungsaktion gelingt. Als Obi Wan gerade außer Gefecht gesetzt ist, fordert Kanzler Palpatine von Anakin, dass er den bereits wehrlosen Count Dokuu töten soll. Anakin, der mit dem Sith-Lord noch eine Rechnung offen hat, folgt ein weiteres Mal seinem Zorn und gehorcht.

Nach der Rückkehr in die Hauptstadt der Republik, Coruscant, wird Anakin zur Schlüsselfigur zweier gegenläufiger Intrigen. Palpatine, der ihn schon lange protegiert, ernennt ihn zu seinem Vertreter im Rat der Jedi, einem Organ, zu dem der junge Ritter eigentlich noch keinen Zugang haben sollte. Die Jedi wiederum misstrauen dem Kanzler längst und fordern Anakin auf, den Regierungschef in ihrem Sinne auszuspionieren. Dazu treiben den begabten Jedi noch andere Sorgen um. In Träumen sieht er ständig, wie seine Ehefrau Padme Amidala bei der Geburt ihrer gemeinsamen Kinder stirbt. Palpatine nutzt dies aus. Er verspricht Anakin, dass er durch die Beschäftigung mit der dunklen Seite der Macht die Fähigkeit erwerben kann, Tote wieder zum Leben zu erwecken. Um das zu tun, muss er dem jungen Jedi endlich offenbaren, dass er der lang gesuchte Anführer der Sith-Lords ist, dass er die Republik und die separatistische Handelsallianz nur gegeneinander ausspielt, weil er durch den Konflikt an Macht gewinnt. Anakin teilt dies dem Jedi-Rat mit. Als Meister Mace Windu Palpatine verhaften will, gerät Anakin jedoch in einen Zwiespalt und fällt letztlich seiner eigenen Organisation in den Rücken. Er wird Palpatines neuer Schüler und nimmt an der Ermordung der Jedi teil. Nur zwei von ihnen überleben den Hinterhalt, den Palpatine von langer Hand vorbereitet hat, und sie stellen sich ihren größten Feinden. Obi-Wan Kenobi tritt gegen seinen ehemaligen Schüler und Freund Anakin zum Kampf an. Yoda fordert Palpatine zum entscheidenden Duell heraus ...


Foto: Twentieth Century Fox/Lucasfilm

Kritik

Auch für diesen letzten Teil der Saga hat die Special-Effects-Industrie rund um George Lucas enorm beeindruckende Bilder geschaffen. Die Bauten der galaktischen Hauptstadt Coruscant stehen dem Betrachter so plastisch vor Augen, dass er für die Dauer des Fims den Eindruck hat, selbst dort zu leben. Dabei wird nicht mehr nur auf bekannte Einflüsse wie Metropolis zurückgegriffen. Bei einem Konzert, das Palpatine besucht, sind auch abstrakte, avantgardistische Projektionen zu sehen, die die Qualität der erfundenen Bildwelten über das übliche Niveau der Pulp-SF hinausheben, die für Star Wars das Vorbild war. Geschickt auch, wenn den – wie immer blendend inszenierten – Raumjägern der in sich gespaltenen Republik sowohl Eigenschaften späterer imperialer Raumschiffe als auch derer der Allianz zuteil geworden sind.

Leider hält der Film in anderen grundlegenden Disziplinen dieser Leistung nicht stand. Nie waren die Dialoge eines Star-Wars-Films so dämlich wie in dieser Episode. Sie wiederholen sich oft und transportieren meist nur das Mindestmaß an Bedeutung, das für die Handlung erforderlich ist. Von der Spritzigkeit der spätpubertären Streitereien zwischen Han Solo und Prinzessin Leia ist nichts mehr zu spüren. Es macht den Eindruck, als wäre Lucas in seiner Eigenschaft als Drehbuchautor auf den letzten Metern die Puste ausgegangen.

Der längst anderweitig zu verdientem Ruhm gekommene Ewan McGregor macht von allen Darstellern die beste Figur. Sein Obi-Wan Kenobi stellt sich am Anfang des Films allerdings unendlich trottelig an, als hätte er seine gesamten Fähigkeiten, die in der zweiten Episode noch vorhanden waren, plötzlich eingebüßt – auch dies eine Schwäche des Drehbuchs. Natalie Portman muss unter den Beschränkungen leiden, die der seit 1982 in Grundzügen bekannte Plot ihrer Figur auferlegt. Viel ist in den ersten beiden Episoden investiert worden, um Padmé Amidala als tapfere, selbständige und kluge Kämpferin aufzubauen. Als schwangere Frau eines in die Finsternis abgleitenden Nachwuchs-Helden kann sie den Zusammenbrüchen um sie herum nur hilf- und tatenlos zuschauen. An ihrer Seite bedient sich Hayden Christensen, wenn es um die Darstellung schierer Bosheit geht, fast ausschließlich hängender Augenlider.


Foto: Twentieth Century Fox/Lucasfilm

Humor soll am Rande dieser düsteren Story über die Roboter transportiert werden. Das wirkt gerade in den ersten Szenen einfach nur albern. Die Figur des General Grievous ist völlig misslungen. Als humanoides Lebewesen, das offenbar nach einem böse ausgegangenen Kampf in einer roboterartigen Ganzkörperprothese gefangen ist, soll er röchelnd das Schicksal von Anakin/Darth Vader vorwegnehmen. Das ist überflüssig und zu keinem Zeitpunkt ernst zu nehmen. Eine Roboter-Amme, die am Ende des Films Luke und Leia auf die Welt hilft, ist ebenfalls unfreiwillig komisch. An einem solchen Film muss nicht alles glaubwürdig sein. Dass Obi-Wan und Anakin während ihres finalen Kampfes auf Stahlplatten über glühender Lava schweben, ohne dabei geröstet zu werden, ist dann des Guten aber doch zu viel. Am Ausgang des Kampfes ist nichts zu bemängeln, außer dass er für eine Freigabe unter 16 Jahren wirklich nicht geeignet ist.

Alles, was man sich aus den ursprünglichen Filmen als Vorgeschichte zusammenreimen konnte, ist in dieser Episode enthalten. Die beiden vorangegangenen haben sie nur vorbereitet. In der Romanfassung von Die Rückkehr der Jedi-Ritter erinnert sich Prinzessin Leia, wie sie zusammen mit ihrer leiblichen Mutter fliehen musste. Dies ist die einzige Unstimmigkeit, die durch die Prequels innerhalb der Saga entstanden ist. Ansonsten wird der Zyklus so geschlossen, wie es die Fans erwarten durften. Und weil sie alle darauf warten, dass die Geschichte endlich zu Ende erzählt wird, kann der Film nur ein Erfolg werden, unabhängig von seinen Mängeln oder Qualitäten. Wenn Darth Vaders Beatmungsgerät endlich seinen Dienst aufgenommen hat, heißt es für das Publikum tief durchatmen, diesen Film als Vervollständigung des Ganzen abzunicken und sich anderen phantastischen Universen zuzuwenden, die vielleicht in einer gar nicht weit entfernten Galaxis auf uns warten.

Arno BehrendALIEN CONTACT


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25 Jahre Star Wars
Die Entstehung eines Mythos - Der lange Weg zu Star Wars
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Credits

Originaltitel: Star Wars: Episode III - Revenge of the Sith
Deutscher Titel: Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith
Land und Jahr: USA 2005
Regie: George Lucas
Buch: George Lucas
Kamera: David Tattersall
Schnitt: Roger Barton
Ben Burtt
Musik: John Williams
Sounddesign Ben Burtt
Produktions-Design: Gavin Bocquet
Kostüme: Trisha Biggar
Produktion: Rick McCallum
Ausführender Produzent: George Lucas
deutscher Kinostart: 19.05.2005 (Fox)
Länge: 140 Min.
FSK ab 12 Jahre
Prädikat: besonders wertvoll

 

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Darsteller

Obi-Wan Kenobi: Ewan McGregor
Padmé: Natalie Portman
Anakin Skywalker: Hayden Christensen
Supreme Chancellor Palpatine: Ian McDiarmid
Mace Windu: Samuel L. Jackson
Senator Bail Organa: Jimmy Smits
Yoda: Frank Oz
C-3PO: Anthony Daniels
Count Dooku: Christopher Lee
Queen of Naboo: Keisha Castle-Hughes
Ki-Adi-Mundi & Nute Gunray: Silas Carson
Captain Typho: Jay Laga’aia
Tion Medon: Bruce Spence
Governor Tarkin: Wayne Pygram
Commander Cody: Temuera Morrison
Mas Amedda: David Bowers
Sio Bibble: Oliver Ford Davies
Jar Jar Binks: Ahmed Best
Captain Antilles: Rohan Nichol
Captain Colton: Jeremy Bulloch
Terr Taneel: Amanda Lucas
R2-D2: Kenny Baker
Plo Koon: Matt Sloan
Chewbacca: Peter Mayhew

 

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21.05.06 • 10.06.06