![]() |
Handlung | Kritik | Produktion | Medieninfo | Credits | Darsteller
| Lexikon > Film |
Es bringt sie eine Million Lichtjahre von Zuhause weg. Aber kommen sie jemals wieder zurück?
HandlungIm Jahr 1928 findet ein Archäologe in der Nähe der Pyramiden von Gizeh einen Steinring mit unbekannten Hieroglyphen. Doch ein Stück tiefer wird die eigentliche Überraschung ausgegraben, ein fast zehn Meter durchmessender Ring aus Metall. 65 Jahre später tritt Catherine Langford (Viveca Lindfors), die Tochter des Archäologen, an den jungen Ägyptologen Daniel Jackson (James Spader) heran, der sich durch seine ungewöhnlichen Theorien über Alt-Ägypten bei seinen Kollegen unbeliebt gemacht hat. Daniel ist ihre letzteHoffnung bei der Entschlüsselung der Zeichen auf dem Metallring, der jahrzehntelang von der Regierung unter Verschluß gehalten wurde. Als Daniel kurz vor der Lösung steht, übernimmt Colonel Jack O'Neill (Kurt Russell) die militärische Kontrolle über das Projekt. Denn im Labor wurde bereits ermittelt, daß der Metallring ein uralter HiTech-Transmitter ist - nur die Justierung machte bislang noch Probleme, die jedoch mit Daniels Hilfe schnell gelöst werden. Angeführt von O'Neill treten Daniel und ein Trupp Soldaten durch das Tor und landen auf dem Planeten Abydos, der mehrere Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Dort stoßen sie auf eine gigantische Pyramide, eine uralte Kultur, die vor Jahrtausenden von Ägypten dorthin verpflanzt wurde, und den despotischen Gott Ra (Jaye Davidson), der ihre Rückkehr zur Erde verhindern will ... |
![]() |
KritikStargate ist ein ungemein spannendes und mitreißendes Science-Fiction-Abenteuer, das einen Höhepunkt in der Filmkarriere des deutschen Regisseurs Roland Emmerich darstellt. Auf den ersten Blick scheint Emmerich ähnlich wie schon in Das Arche Noah Prinzip (D 1983), Joey (D 1985), Moon 44 (D 1989) und Universal Soldier (Universal Soldier USA 1992) wieder nur Versatzstücke zusammengerührt zu haben - im Grunde ist Stargate eine Mischung von Motiven aus Indiana Jones, Krieg der Sterne, Der Wüstenplanet und Erich von Däniken. Doch diesmal hat Emmerich nicht nur kopiert und kombiniert, sondern es ist ihm gelungen, eine funktionierende Einheit zu schaffen, die in dieser Form etwas völlig Neuartiges darstellt. Die geradezu klassische Abenteuer- und Entdecker-Geschichte zieht den Zuschauer magisch in ihren Bann und macht Lust auf eine Fortsetzung. Die Faszination des Films beruht zu einem großen Anteil auf seiner Stimmigkeit. Das beginnt bereits mit der Entzifferung der Hieroglyphen, deren Schwierigkeiten halbwegs realistisch und gleichzeitig nachvollziehbar dargestellt werden. Gelohnt hat sich auch die Verwendung des altägyptischen Dialekts, der auf dem Planeten Abydos gesprochen wird, statt die »Außerirdischen«, wie in Hollywood üblich, mehr oder weniger fließendes Amerikanisch reden zu lassen. Diese Sprache wurde übrigens vom Archäologen Stuart Tyson entwickelt. Ein weiterer Pluspunkt ist das hervorragende Produktionsdesign von Holger Gross. Der fremde Planet - der immerhin von Erdenmenschen bewohnt ist - hat gleichzeitig etwas Fremdartiges und Vertrautes. Dasselbe gilt für die Supertechnik des Gottes Ra, die im altägyptischen Stil gehalten ist, ohne unfunktionell oder gar lächerlich zu wirken. Ein Lob muß an dieser Stelle auch einmal den Tontechnikern ausgesprochen werden. Der satte Sound, mit dem die Arbeitsgeräusche des Alien-Raumschiffs unterlegt sind, ist wirklich ein Hörgenuß. |
|
![]() Foto: BMG |
Anzeige |
ProduktionDie Idee zu diesem Film kam dem Regisseur schon vor mehr als zehn Jahren während seiner Zeit auf der Filmhochschule. 1979 schrieb er ein Outline unter dem Titel »Necropole«, doch das endgültige Drehbuch verfaßte er gemeinsam mit Dean Devlin, einem Schauspieler, der bereits in Moon 44 eine kleine Rolle hatte und dann in die Firma »Centropolis« einstieg. Stargate sollte eigentlich schon zwei Jahre früher gedreht werden, mußte aber zunächst gekippt werden, weil Terminator 2 - Tag der Abrechnung (Terminator 2 - Judggment Day USA 1990) die finanziellen Reserven von Carolco erschöpft hatte. Erst als Emmerich mit Universal Soldier ein Vielfaches der Produktionskosten einspielte, konnte er endlich sein Lieblingsprojekt realisieren. Bei einem Budget von 55 Millionen Dollar spielte Stargate in der ersten Woche in den USA 16,6 Millionen Dollar ein. Das ist zwar kein Weltrekord, aber immer noch das bisher beste Einspielergebnis für einen im Oktober gestarteten Film, wie der Filmverleih ausdrücklich betonte. Bereits im Januar 1995 hatte sich diese Summe auf 70 Millionen Dollar erhöht, womit sich Stargate längst in der Gewinnzone befand. |
|
MedieninfoZu Stargate gibt es ein umfangreiches Merchandisingprogramm, unter anderem ein Stargate-Feuerzeug, eine Hörspielfassung und natürlich diverse Computerspiele. Zum Filmstart erschien im Bastei-Verlag außerdem die Romanfassung von Dean Devlin und Roland Emmerich - übrigens ohne Filmfotos. Übersetzt wurde sie von Martin Eisele, der die Novelizations zu Das Arche Noah Prinzip und Joey noch selber schreiben durfte, was sich letztlich jedoch sehr positiv auf die Lesbarkeit der deutschen Fassung auswirkte. Die Videofassung gibt es auch im Package mit einer Shape-CD in Form einer Pyramide, auf der sich allerdings nur der Titel »Stargate Ouverture« befindet. Der komplette Soundtrack ist bereits zum Filmstart veröffentlicht worden. Inzwischen sind bei Bastei-Lübbe zwei Fortsetzungsromane von Bill McCay erschienen. In den USA lief 1997 die Fernsehserie Stargate SG-1 an, in der mit Hilfe des Transmitters immer neue Welten erkundet werden. Die Idee, das Außerirdische Einfluß auf die Entwicklung Ägyptens genommen haben, wurde ebenfalls von Luc Besson in seinem Film Das fünfte Element (Le Cinquiéme Element F 1997) verwendet. |
Anzeige |
|
| deutscher Titel: | Stargate |
| Originaltitel: | Stargate |
| Land und Jahr: | USA 1994 |
| Technik: | Farbe DTS/Dolby |
| Regie: | Roland Emmerich |
| Drehbuch: | Dean Devlin Roland Emmerich |
| Kamera: | Karl Walter Lindenlaub |
| Schnitt: | Derek Brechin Michael J. Duthie |
| Effekte: | Jeffrey Kalmus (Modelle) Jeffrey A. Okun (Überwachung) Martin Simon Serge Sretschinsky Patrick Tatopoulos Jeff Verdick Kit West (Überwachung) |
| Musik: | David Arnold |
| Ausstattung: | Holger Gross |
| Produktion: | Carolco Pictures Centropolis Film Productions Journal Film Dean Devlin Oliver Eberle Ute Emmerich (Co-Produzent) Mario Kassar (ausführend) Joel B. Michaels Peter Winther |
| Uraufführung: | 1994 |
| deutscher Kinostart: | 9.3.1995 (Scotia) |
| deutscher Videostart: | 1.4.1996 (BMG) |
| TV-Ausstrahlung: | 14.9.1996 (premiere) |
| Länge: | 121 min. |
| | FSK ab 6 Jahre |
| Colonel Jonathan »Jack« O'Neil: | Kurt Russell |
| Dr. Daniel Jackson: | James Spader |
| Ra: | Jaye Davidson |
| Catherine: | Viveca Lindfors |
| Skaara: | Alexis Cruz |
| Sha'uri: | Mili Avital |
| General West: | Leon Rippy |
| Lt. Col. Adam Kawalsky: | John Diehl |
| Anubis: | Carlos Lauchu |
| Horus: | Djimon |
| Kasuf: | Erick Avari |
| Lieutenant Feretti: | French Stewart |
| Nabeh: | Gianin Loffler |
| Lieutenant Freeman: | Christopher John Fields |
| Lieutenant Brown: | Derek Webster |
| Lieutenant Reilly: | Jack Moore |
| Lieutenant Porro: | Steve Giannelli |
| Assistant Lieutenant: | David Pressman |
| Offizier: | Scott Smith |
| Sarah O'Neil: | Cecil Hoffman |
| Barbara Shore: | Rae Allen |
| Gary Meyers: | Richard Kind |
| Mitch: | John Storey |
| Jenny: | Lee Taylor-Allan |
| Techniker: | George Gray |
| Junge Catherine: | Kelly Vint |
| Professor Langford: | Erik Holland |
| Taylor: | Nick Wilder |
| Arabischer Dolmetcher: | Sayed Badreya |
| Horus: | Michael Concepcion Jerry Gilmore Michel Jean-Phillipe Dialy N'Daiye |
| Professoren: | Gladys Holland Roger Til Kenneth Danziger Christopher West |
| Gesellschafter: | Robert Ackerman |
| Maskierer Ra: | Kieron Lee |
| Mastadge: | Frank Welker |
| Junger Ra: | Dax Biagas |
| © copyright
1990-2006 by SHAYOL.NET e.V. Alle Rechte vorbehalten eMail: dialog@epilog.de 21.05.06 10.06.06 |
|