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Time Tunnel(The Time Tunnel USA 1966-67)[Handlung] [Produktion] [Amerikanische Ausstrahlung] [Deutsche Ausstrahlung] [Einleitungstexte] [Kritik] [Medieninfo] [Credits] [Episoden-Führer] |
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| TV-Lexikon | |||||||||||||||||||||||||||
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HandlungDie zwei Wissenschaftler Dr. Tony Newman und Dr. Doug Phillips arbeiten für ein Geheimprojekt, das im Jahr 1968 in einer unterirdischen Anlage in der Wüste von Arizona entsteht und bereits 70 Milliarden Dollar gekostet hat. Es handelt sich um einen Zeittunnel, mit dem Menschen in die Vergangenheit und Zukunft geschickt werden sollen. Das Projekt wird von Lieutenant General Kirk geleitet und von den Wissenschaftlern Dr. Ann McGregor und Dr. Raimond Swain betreut. Vor der endgültigen Fertigstellung betritt Tony Newman als freiwilliges Versuchskaninchen den Zeittunnel, gefolgt von Doug Phillips, doch dann erweist sich, daß die beiden Zeitreisenden zwar in verschiedene historische Epochen geschickt, aber nicht in die Gegenwart zurückgeholt werden können. Damit beginnt für die beiden eine beispiellose Odyssee durch Zeit und Raum, bei der sie auf Lincoln, Marco Polo, König Artus, Odysseus und andere Persönlichkeiten der Geschichte stoßen und sich sogar mit verschiedenen außerirdischen Invasoren auseinandersetzen müssen. |
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ProduktionTime Tunnel (The Time Tunnel USA 1966-67) war nach Mission Seaview (Voyage to the Bottom of the Sea USA 1964-68) und Verschollen zwischen fremden Welten (Lost in Space USA 1965-68) die dritte phantastische Fernsehserie des Regisseurs und Produzenten Irwin Allen. Auch diese Serie wurde von Allens Hang zur gnadenlosen Sparsamkeit geprägt, indem er wieder sein eigenes Filmschaffen und das umfangreiche Filmarchiv der Produktionsgesellschaft 20th Century Fox zur Wiederverwertung nutzte. Ohne Rücksicht auf Kontinuität wurden insbesondere historische Filme der fünfziger und sechziger Jahre geplündert - zum Teil Szenen, die der Schere zum Opfer gefallen waren. Auch manche Requisiten stammen aus Mission Seaview oder Verschollen zwischen fremden Welten und tauchten später in vielen weiteren Fernsehserien wie Batman (Batman USA 1966-68) oder Planet der Giganten (Land of the Giants USA 1968-70) auf. Diese Produktionsbedingungen wirkten sich erheblich auf die Arbeit der Drehbuchautoren aus, die sich am vorhandenen Material orientieren mußten. Ein Vorbild für Time Tunnel war die britische Kultserie Dr. Who (Dr. Who GB 1963-89), in der die Helden ebenfalls von einer Zeitepoche in die nächste springen. Eine direktere Inspiration stellt vermutlich der Roman Time Tunnel (1964) des amerikanischen SF-Autors Murray Leinster dar, der jedoch nur wenig Ähnlichkeit mit der Serie hat, obwohl Leinster später einige Romanfassungen fürTime Tunnel (und auch für Allens Planet der Giganten) schrieb. Als Time Tunnel nach nur einem Jahr eingestellt wurde, produzierte Irwin Allen anschließend die Serie Planet der Giganten (Land of the Giants 1968-70), bevor er sich in den siebziger Jahren auf Katastrophenfilmen wie Flammendes Inferno (The Towering Inferno USA 1974) verlegte. Ins Fernsehen kehrte nur noch einmal mit Die Schweizer Familie Robinson (The Swiss Family Robinson USA 1975-76) und einigen gescheiterten Pilotfilmen wie The Time Travelers (USA 1976) zurück.
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Amerikanische AusstrahlungTime Tunnel startete am 9. September 1966 auf dem Kanal ABC, nachdem genau einen Tag zuvor die erste Folge einer anderen SF-Serie ausgestrahlt worden war, in dem ebenfalls ein ranghoher Offizier namens Kirk eine tragende Rolle spielte. Die Serie lief am Freitagabend um 20 Uhr und mußte gegen Verrückter Wilder Westen (The Wild, Wild West USA 1965-70) auf CBS und Tarzan (Tarzan USA 1966-68) mit Ron Ely auf NBC antreten. Wie bei vielen Fernsehserien wurden die Episoden nicht in der ursprünglichen Produktionsreihenfolge gezeigt. Außerdem ließ die ABC sie so umschneiden, daß am Ende einer Folge jeweils der Beginn der nächsten als »Cliffhanger« angerissen wurde. Da Einschaltquoten nicht besonders gut waren, kam nach 30 Folgen mit dem Ende der ersten Staffel am 7. April 1968 das Aus. Eine zweite Staffel war zwar schon in Planung, doch nach einem Wechsel im Management des Senders ABC zu jener Zeit wurden alle Serien aus dem Programm genommen, deren Quoten zu wünschen übrig ließen. Bei den Kritikern kam Time Tunnel jedoch recht gut an, und die Serie wurde sogar mit einem Emmy ausgezeichnet, den L. B. Abbott für die photographischen Spezialeffekte erhielt. Später wurden die Folgen im Schulfernsehen des amerikanischen »Learning Channel« als historisches Anschauungsmaterial wiederholt. Anfang der achtziger Jahre wurden verschiedene thematisch zusammenhänge Folgen zu fünf Fernsehfilmen zusammengeschnitten, die sowohl in 90- als auch 120-minütigen Fassungen erstellt wurden. |
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Deutsche AusstrahlungIn Deutschland wurden von den insgesamt 30 Folgen zunächst nur 13 synchronisiert und vom 19.6.1971 bis zum 8.1.1972 jeweils am Sonnabend um 15.05 Uhr in der ARD gezeigt. Die durchschnittliche Einschaltquote lag bei 21 %. Nach einigen Wiederholungen auf verschiedenen Regionalsendern in den siebziger und achtziger Jahren zeigte der Lokalsender TV München 1993-94 erstmals sämtliche Folgen in neu synchronisierten Fassungen. Einem größeren Publikum wurden sie zugänglich, als SAT.1 die Serie vom 23.11.1996 bis zum 7.6.1997 ausstrahlte, und zwar jeweils am Sonnabendvormittag um 11 Uhr. Nachdem die Folgen in der ARD bereits ohne die Cliffhanger am Schluß gezeigt wurden, ordnete man sie für die neue Aufführung in der ursprünglichen Produktionsreihenfolge an, die somit von der Reihenfolge der amerikanischen Ausstrahlung abweicht. Da es sich um die erste bundesweite Aufführung handelt, sind in den Credits die Sendetermine von SAT.1 als deutsche Erstaufführung bzw. Wiederholung angegeben. Außerdem erhielten einige Folgen neue deutsche Titel, die sich stärker an die Originaltitel anlehnen. Seit dem 4.10.1998 wird Time Tunnel an jedem Sonnabend gegen 14.15 Uhr auf Kabel 1 wiederholt. |
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EinleitungstexteDie amerikanische und die deutsche Fassung des Textes, der zum Vorspann gesprochen wird:
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KritikTime Tunnel galt lange Zeit und gilt zum Teil heute noch als Geheimtip unter den phantastischen Kultserien der sechziger Jahre. Der besondere Reiz der Serie liegt im puren Abenteuer, denn den zwei Helden konnten die unmöglichsten Dinge zustoßen. Trotzdem - oder gerade deshalb - war die Handlung größtenteils recht einfach gestrickt. Fast immer ging es darum, daß Tony und Doug in einer neuen historischen Epoche für Spione gehalten und in den Kerker geworfen werden, um sich anschließend Verbündete zu suchen und wieder zu befreien, bis sie zum Schluß durch einen neuen Transfer aus der größten Klemme gerettet werden. Das logische Problem des Zeitparadoxons wurde im allgemeinen umgangen. Die historischen Fakten sind determiniert; auch wenn Doug und Tony die Ereignisse gelegentlich stark beeinflussen, bleibt der geschichtliche Ablauf schließlich gewahrt. Als keine gute Idee erwies sich, in den späteren Folgen immer häufiger Außerirdische aus der Zukunft auftreten zu lassen. Damit verloren die Zeitabenteuer an Reiz, weil die Handlung nun zu beliebig wurde. Möglicherweise hätte sich durch etwas intelligentere Drehbücher eine größere Zuschauerbindung erzielen lassen, zumal es zweifellos genügend Stoff für mindestens eine zweite Staffel gegeben hätte. Im Gegensatz zu Time Tunnel stand hinter der gleichzeitig gestarteten Star-Trek-Serie mit Gene Roddenberry ein Visionär, der sich den Anforderungen des Fernsehmarktes anpassen mußte. Von Irwin Allen war ein solcher Kompromiß nicht zu erwarten, da eine Fernsehserie seiner Ansicht nach billig produziert werden mußte und eine logische Handlung den Zuschauer nur von der Action ablenkte. Damit gab es außer den Drehbuchautoren (deren bessere Ideen zumeist nicht den Weg auf den Bildschirm fanden) niemanden, dem die Qualität der Serie am Herzen lag. Was Time Tunnel trotz all dieser Mängel so sehenswert macht, ist die glaubwürdige und dichte Atmosphäre. Trotz billigster Pappkulissen und farblich nicht ganz stimmiger Filmschnipsel wird der Zuschauer gemeinsam mit den Helden immer wieder in ferne Zeiten und fremde Welten versetzt. Ein übriges tun die mitreißende Titelmusik von Johnny Williams und das geniale Design des Tunnels, dessen konzentrische Ringe tatsächlich bis in die Unendlichkeit zu reichen scheinen. |
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MedieninfoAngesichts des nicht sehr großen Erfolges hielt sich das Merchandizing zu Time Tunnel in Grenzen. Nachdem der Science-Fiction-Autor Murray Leinster mit seinem Roman Time Tunnel (1964) - in dem eine folgenreiche Zeitverbindung zwischen den Jahren 1964 und 1804 etabliert wird - die Anregung zum Titel der Serie geliefert hatte, schrieb er zum Fernsehstart die Romane Unternehmen Zeittunnel (The Time Tunnel 1967) und Unternehmen Zeittransport (Timeslip! 1968), die echte, wenn auch sehr freie Novelizations der Serie darstellen. Diese zwei Titel erschienen 1968 und 1969 - also lange vor der ARD-Ausstrahlung - als deutsche Ausgaben in der SF-Heftromanserie Terra Nova. Nur in den USA kamen 1967 zwei Bände einer Comicreihe bei Gold Key heraus; von den insgesamt fünf Storys beziehen sich vier direkt auf Folgen der Fernsehserie. Als Raritäten gelten ein Modellbaukasten von der Firma Fujimi Mokei und zwei Zeitreise-Brettspiele von Ideal Toys und Pressman Toys. Von den zahlreichen Time-Tunnel-Fans in den USA werden immer wieder Conventions veranstaltet, zu denen die Stars der Serie als Ehrengäste eingeladen werden. [bk] |
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Credits
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Stammbesetzung
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