HandlungDie Firma Antenna Research hat einen kleinen Kreis von Auserwählten eingeladen, die erste Vorführung des neuen Computerspiels eXistenZ mitzuerleben. Doch während die bewunderte Entwicklerin Allegra Geller die Spieler mit Hilfe organischer Konsolen in die virtuelle Welt führt, wird ein Attentat auf sie verübt - mit einer Pistole, die aus Knochen besteht und menschliche Zähne verschießt. Nachdem sie mit ihrem Leibwächter Ted Pinkul in die Wildnis geflüchtet ist, will sie sich davon überzeugen, daß eXistenZ durch das Attentat keinen Schaden genommen hat. Der verrückter Tankwart Gas verpaßt dem skeptischen Ted einen Bioport, worauf er sich über die Nabelschnur mit dem Game-Pod und mit Allegra verbinden kann. Sie landen in einer seltsamen Welt, die von gentechnisch manipulierten Kreaturen bevölkert wird, und Ted baut im chinesischen Restaurant aus Essensresten die Knochenpistole zusammen. Schließlich wechseln sie mehrfach zwischen den virtuellen Realitätsebenen, bis selbst die Wirklichkeit in Frage gestellt wird. |
![]() |
KritikMit eXistenZ hat der kanadische Regisseur David Cronenberg ein faszinierendes Verwirrspiel geschaffen, das die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen läßt. Wer Philip K. Dick gelesen hat, mag gelangweilt abwinken, doch Cronenberg gelingt es tatsächlich, dieses Thema auf faszinierende und zudem aktuelle Weise abzuhandeln. Vor allem die Ästhetik des Films, in dem ausschließlich organische Technik vorkommt, ist sehenswert, da Cronenberg nicht mit Schockeffekten arbeitet, sondern all die schleimigen, zuckenden und wabbligen Dinge mit ernüchternder Selbstverständlichkeit als im wahrsten Sinne des Wortes natürlich darstellt. |
| Originaltitel: | eXistenZ |
| deutscher Titel: | eXistenZ |
| Land und Jahr: | Kanada/GB 1999 |
| Technik: | 35 mm, Cinemascope |
| Regie: | David Cronenberg |
| Drehbuch: | David Cronenberg |
| Kamera: | Peter Suschitzky |
| Schnitt: | Ronald Sanders |
| Musik: | Howard Shore |
| Ausstattung: | Tamara Deverell Carol Spier (Produktionsdesign) |
| Effekte: | Jim Issac |
| Produktion: | Alliance Pictures Robert Lantos Andras Hamori David Cronenberg |
| US-Kinostart: | 23.4.1999 |
| deutsche Uraufführung: | 16.2.1999 (Berlinale) |
| deutscher Kinostart: | 16.9.1999 (Kinowelt) |
| Länge: | 108 Minuten |
| Allegra Geller: | Jennifer Jason Leigh |
| Ted Pikul: | Jude Law |
| Gas: | Willem Dafoe |
| Kiri Vinokur: | Ian Holm |
| Yevgeny Nourish: | Don McKellar |
| Hugo Carlaw: | Callum Keith Rennie |
| Merle: | Sarah Polley |
| Levi: | Christopher Eccleston |