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Rodan / Die fliegenden Monster von Osaka

Radon • J 1956


Handlung

Als es zu unerklärlichen Zwischenfällen in einem japanischen Bergwerk kommt, steigt ein Ingenieur hinab und erblickt zu seinem Entsetzen riesige Insektenlarven (im Original »Meganuron«) nebst einem monströsen Ei, aus dem alsbald ein überdimensionaler Flugsaurier schlüpft und das Gewürm verspeist. Ein zweiter Rodan (im Original »Radon«) gesellt sich hinzu; gemeinsam beginnen sie die Zerstörung der nahegelegenen Großstadt. Beide Ungeheuer fliegen mit Überschallgeschwindigkeit und erzeugen auf diese Weise Springfluten und Hurricans, ähnlich den Nachwirkungen einer Atombombe. Selbstverständlich ist das Militär machtlos, jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt, als sich die Monstren zum Brüten ins Gebirge zurückziehen. Dort macht man ihnen mit vereinten Kräften unter Zuhilfenahme eines Vulkanausbruchs den Garaus.

Kritik

Nachdem der zweite Godzilla-Film Godzilla kehrt zurück (Gojira no Gyakushu • J 1955) im Vorjahr durchgefallen war, wurde das Erfolgsteam Inoshiro Honda und Ejii Tsuburaya reaktiviert, um den dritten Monsterfilm der Toho zu drehen - erstmals in Farbe und ohne Godzilla. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, zumal Miniatursets und Farbgebung hervorragend aufeinander abgestimmt worden sind. Die Rodans wirken überzeugend und stellen als gigantische Pterodaktylen eine originelle Neuerung des Riesendrachen à la Godzilla dar. Durch die Entscheidung zugunsten von Eastmancolor hat die Toho aber den Hang ihrer Kaiju-Eiga-Filme zur Bedrohlichkeit fast ganz abgelegt. Das destruktive Element des Monsters bleibt zwar erhalten, doch die Freude des Zuschauers an gigantischen Balgereien rückt bereits stärker in den Vordergrund.

• Thomas Deist

Medieninfo

Bei der Namensgebung für das Monster Radon stand nicht nur das radioaktive Edelgas gleichen Namens Pate, sondern auch die zweite und vierte Silbe des Flugsauriers Pteranodon. In der amerikanischen und deutschen Fassung vertauschte man die Vokale, so daß schließlich »Rodan« herauskam. Ob der Held der 1961 gestarteten deutschen SF-Serie Perry Rhodan nach diesem Monstrum benannt wurde, konnte nie eindeutig geklärt werden. Gelegentlich wird für diesen Film der Alternativtitel Sora no Daikaiju Radon angegeben. Möglicherweise handelt es dabei sich um einen später vergebenen Videotitel.

Radon trat in fünf weiteren Godzilla-Filmen auf - in San Daikaiju Chikyu Saidai no Kessen (J 1964), Befehl aus dem Dunkel (Kaiju daisenso • J 1965), Frankenstein und die Monster aus dem All (Kaiju Soshingeki • J 1968), mit Archivszenen in King Kong gegen Godzilla (Gojira tai Mekagojira • J 1974) und in Gojira tai Mekagojira (J 1993) aus der zweiten Serie.

Bernhard Kempen

Siehe auch
Film-Index • Godzilla
Der erste Godzilla-Zyklus
Der zweite Godzilla-Zyklus
Kaiju Eiga - Der japanische Monsterfilm
Japanische Titel und Namen
Gummidrachen im Spielzeugland - Sinn und Unsinn der japanischen Monsterfilme
Film-Index • Dinosaurier • Prähistorik
DinoMedia • Dinosaurier in Literatur, Film und anderen Medien
Prehistoric News • Magazin für prähistorische Motive in den Medien
Leser-Service
Lieferbare Titel mit dem Stichwort Godzilla
Lieferbare Titel mit dem Stichwort Dinosaurier

Credits

Originaltitel: Radon
Alternativtitel: Sora no Daikaiju Radon
Übersetzung: »Radon«
»Großes Himmelsmonster Radon«
deutscher Titel: Rodan
Die fliegenden Monster von Osaka
(TV)
US-Titel: Rodan! The Flying Monster (1957)
Land und Jahr: J 1956
Technik: Farbe, Mono
Regie: Inoshiro Honda
Drehbuch: Takeshi Kimura
Takeo Murata
Vorlage: Ken Kuronuma (Story)
Kamera: Isamu Ashida
Schnitt: Koichi Iwashita
Robert S. Eisen
(US-Fassung)
Effekte: Eiji Tsuburaya (Effektregie)
Akira Watanabe
(Spezialeffekte)
Hiroshi Mukoyama
(optische Effekte)
Musik: Akira Ifukube
Ausstattung: Tatsuo Kita
Produktion: Toho
Tomoyuki Tanaka
Frank King
(US-Fassung)
Maurice King
(US-Fassung)
Uraufführung: 26.12.1956
deutscher Kinostart: 26.9.1958 (Rank)
US-Kinostart: 1957
Länge: 82 Minuten (japanische Originalfassung)
73 Minuten
(deutsche Fassung)
FSK ab 12 Jahre

Darsteller

Shigeru: Kenji Sahara
Kiyo: Yumi Shirakawa
Dr. Kashiwagi: Akihiko Hirata
Polizeichef Nishimura: Akio Kobori
Frau auf Hochzeitsreise: Yasuko Nakata
Bergmann Osaki: Minosuke Yamada
Reporter Izeki: Yoshifumi Tajima
Mann auf Hochzeitsreise: Kiyoharu Onaka
Soldat im Jeep: Ren Yamamoto
Radon: Haruo Nakajima
Sprecher der US-Fassung: Keye Luke
George Takei

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