Filme # A B C D E F G H I J K L M N O P/Q R S T U V W X/Y/Z
epilog.de > Film > Unheimliche Schattenlichter (USA 1982)
Plan Deutschland
epilog.de
Filme
Bücher
Personen
Texte

Magnet-Manufaktur

Epilog zum
verschenken:

Unheimliche Schattenlichter

Twilight Zone - The Movie • USA 1982


Auf einer einsamen Landstraße zeigt ein Anhalter einem Autofahrer etwas wirklich Gruseliges

(1) Ein Rassist, der in einer Kneipe über Juden, Asiaten und Schwarze wettert, findet sich plötzlich im besetzten Paris des Jahres 1941 wieder, wo er von den Nazis als Jude verfolgt wird. Auf der Flucht versetzt es ihn plötzlich in den amerikanischen Süden, wo ihn fanatische Ku-Klux-Klan-Anhänger für einen Schwarzen halten und abermals jagen. Dabei gerät er in die sechziger Jahre und den Dschungel Vietnams, wo ihn US-Ledernacken als 'Gook' aufs Korn nehmen. Erneut nach Paris versetzt, wird er dort ins KZ abtransportiert.

(2) Ein alter Mann besucht die dumpf dahinbrütenden Insassen eines Altersheims und rät ihnen, sich auf ihre Kindheit zu besinnen und mal wieder 'Kick die Dose' zu spielen. Man hört auf ihn - mit überraschendem Erfolg: die alten Leute werden körperlich wieder jünger.

(3) Ein Junge. der von Comics und Fernsehen regelrecht besessen ist, verfügt über die Macht, alle seine Wünsche wahr werden zu lassen. Er lädt eine Lehrerin auf der Durchreise zu sich nach Hause ein und hext ihr dort ein regelrechtes Monster-Inferno vor. Weil er jedoch im Grunde seines Herzens einsam ist, beschließt die Lehrerin zu bleiben und ihm beizubringen, seine Macht zu besseren Zwecken zu nutzen.

(4) Ein Flugpassagier, der zufällig aus dem Fenster schaut, sieht auf der Tragfläche der Maschine ein abscheuliches Ungeheuer, das offenbar gerade dabei ist, mit diabolischem Vergnügen eine Düse zu demolieren. Der Reisende gerät in Panik, aber alle Versuche, die Stewardessen und andere Passagiere auf das Phänomen aufmerksam zu machen, erweisen sich als fruchtlos. Schließlich dreht er durch, zertrümmert ein Fenster und vertreibt damit den Kobold. Nach der Notlandung landet er in einer Ambulanz, deren Fahrer verspricht, ihm etwas wirklich Gruseliges zu zeigen.

Mit Ausnahme des ersten Segments sind die Geschichten dieser Anthologie geringfügig abgeänderte Remakes von Episoden der TV-Serie Twilight Zone (dt. »Geschichten, die nicht zu erklären sind«), die es zwischen 1959 und 1964 auf insgesamt 151 Folgen brachte und 1985 mit neuen Folgen ein zweites Mal gestartet wurde. Wie sein Vorbild deckt auch Unheimliche Schattenlichter das gesamte Spektrum des Phantastischen ab. Mit unterschiedlichem Erfolg jedoch: Ausgesprochen enttäuschend etwa die platte Rassismusfabel von John Landis, der im Grunde nur die eingeblendeten Schrifttafeln 'Vorsicht, Moral!' fehlen, sowie das Peter Pan-Gegenstück, in dem Steven Spielberg auf ungewohnt ungeschickte Weise auf seinem bewährten Manipulationsklavier spielt. Ungleich gelungener sind da schon Joe Dantes knallig-caligareskes Zaubercomic und insbesondere die von George Miller (Mad Max) inszenierte Schlußepisode, die durch ihre meisterhafte Reduktion einschlägiger Grusel-Topoi aufs absolut Essentielle besticht. »Dieser brillant gefilmte Horrortrip lohnt schon allein den Besuch der Unheimlichen Schattenlichter.« (Lina Schneider, DIE ZEIT)

Ronald M. Hahn/Volker Jansen/Norbert Stresau © 1986
Lexikon des Fantasy-Films

Leser-Service
Video: Unheimliche Schattenlichter
Lieferbare Titel mit dem Stichwort Twilight Zone

Credits

Originaltitel: Twilight Zone - The Movie
deutscher Titel: Unheimliche Schattenlichter
Land und Jahr: USA 1982
Regie: John Landis (Prolog, 1)
Steven Spielberg (2)
Joe Dante (3)
George Miller (4)
Buch: John Landis (Prolog, 1)
George Clayton Johnson (2)
Richard Matheson (2, 3, 4)
Josh Rogan (2)
Jerome Bixby (3)
Kamera: Steve Larner (Prolog, 1)
Allen Daviau (2, 4)
John Hora (3)
Schnitt: Malcolm Campbell (Prolog, 1)
Michael Kahn (2)
Tina Hirsch (3)
Howard Smith (4)
Musik: Jerry Goldsmith
Maske: Rob Bottin (3)
Craig Reardon (4)
Michael McCracken (4)
Effekte: Paul Stewart (1)
Mike Wood (2)
Peter Kuran (4)
David Allen (4)
Industrial Light & Magic (4)
Produktion: Warner Bros.
John Landis
Frank Marshall
(ausführend)
Steven Spielberg
deutscher Kinostart: 20.1.1984
Länge: 101 Minuten
FSK ab 16 Jahre
FBW-Prädikat: Wertvoll

Darsteller

Prolog Fahrer: Albert Brooks
Beifahrer: Dan Aykroyd
Episode 1 Bill: Vic Morrow
Larry: Doug McGrath
Rag: Charles Hallahan
deutsche Offiziere: Remus Peets
Kai Wulff
Episode 2 Mr. Bloom: Scatman Crothers
Mr. Conroy: Bill Quinn
Mr. Weinstein: Martin Garner
Mrs. Weinstein: Selma Diamond
Mrs. Dempsey: Helen Shaw
Mr. Agee: Murray Matheson
Mr. Mute: Peter Brocoo
junge Mrs. Weinstein: Tanya Fenmore
junger Mr. Agee: Evan Richards
junge Mrs. Dempsey: Laura Mooney
junger Mr. Mute: Christopher Eisenmann
Episode 3 Helen Foley: Kathleen Quinlan
Anthony: Jeremy Licht
Onkel Walt: Kevin McCarthy
Mutter: Patricia Barry
Vater: William Schallert
Ethel: Nancy Cartwright
Walter Paisley: Dick Miller
Episode 4 Valentine: John Lithgow
Chefstewardeß: Abbe Lane
Stewardeß: Donna Dixon
Copilot: John Dennis Johnston
Ungeheuer: Larry Cedar
Flugsicherungsbeamter: Charles Knapp
Mädchen: Christina Nigra

Filme # A B C D E F G H I J K L M N O P/Q R S T U V W X/Y/Z
© copyright 1997-2011 by EPILOGmedia • Alle Rechte vorbehalten
eMail: dialog@epilog.de | Impressum | AGB + Widerrufsrecht