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| Luftfahrt |
| Das neue
Transport-Luftschiff CargoLifter CL 160 geht in seine
Realisationsphase: Mit der Verabschiedung der endgültigen Grundkonzeption, dem
sogenannten »Conceptual Design-Freeze«, hat die CargoLifter AG die Vorarbeiten für die
Entwicklung ihres »Fliegenden Krans« abgeschlossen. Bauprinzip, Maße und Form sowie
sämtliche Kernelemente und -materialien stehen nun fest. Die auffälligste Neuerung
gegenüber der bisherigen Planung: Der CL 160 wird mit 260 Metern Länge, 82 Metern Höhe
und einem Durchmesser von 65 Metern noch etwas größer als bislang geplant. »Dadurch
gewinnen wir rund 25 Prozent Volumen«, so CargoLifter-Vorstand Carl von Gablenz. »Durch
die größere Menge Helium können wir das in der Luftfahrt typische Gewichtsproblem bei
Bauteilen während der Entwicklungsphase entzerren.« Nächster Schritt ist die
Konstruktion der einzelnen Systeme des halbstarren Kielluftschiffs. Das Fassungsvermögen des Luftschiffes wird 550.000 Kubikmeter Helium betragen - 100.000 Kubikmeter mehr als ursprünglich vorgesehen. Obwohl der erste CL 160, genannt »P1«, nur 4 Meter dicker und 18 Meter länger wird als geplant entspricht allein dieses Zusatzvolumen dem Fassungsvermögen des legendären Luftschiffs »Graf Zeppelin«. Die Entwickler unterliegen somit bei der Konstruktion nicht mehr dem Diktat des Ultraleichtbaus und können die Vorgaben des Luftfahrtbundesamts optimal erfüllen. »Insgesamt wird unser Luftschiff weniger komplex sein und aus weniger verschiedenen Komponenten bestehen«, faßt von Gablenz die Ergebnisse des Conceptual Design-Freeze zusammen. Starker AntriebDer CargoLifter soll als »Fliegender Kran« schwere und sperrige Lasten nonstop und punktgenau an nahezu jeden beliebigen Zielort transportieren. Das eigentliche Kranmodul ist dabei an einem als Fachwerk konstruierten Kiel befestigt. Dieser ist 142 Meter lang und trägt gleichzeitig die Piloten- und Mannschaftsgondel sowie alle Triebwerke. Vier Antriebs-Motoren mit Propellern von je 6,5 Metern Durchmesser und 6 Megawatt Leistung sorgen für eine Transportgeschwindigkeit von bis zu 125 Stundenkilometern. Manövriertriebwerke mit einer kurzfristig verfügbaren Spitzenleistung von insgesamt bis zu 18 Megawatt steuern das Luftschiff während des Lastaufnahme- und -absetzverfahrens. CargoLifter sorgt seit rund zwei Jahren nicht nur in der Logistik-Branche, sondern auch im Bereich Luft- und Raumfahrt für Furore. »Inzwischen haben wir uns als attraktiver Arbeitgeber etabliert«, stellt von Gablenz fest. So seien in den letzten drei Monaten über 500, zum Teil hochkarätige Bewerbungen allein für den Bereich Entwicklung eingegangen. Mit inzwischen 100 Mitarbeitern - rund 60 davon in der Entwicklung - ist CargoLifter das weltweit größte Enwicklungsprojekt im Bereich der »Lighter-than-Air«-Technologie. Dabei vereint es gleichermaßen internationales Know-how aus den Bereichen Logistik, Management, Finanzen sowie Luft- und Raumfahrt. Ab Frühjahr kommenden Jahres werden neben den bis dahin über 100 CargoLifter-Ingenieuren rund 40 weitere Ingenieure aus Partnerunternehmen an dem Großluftschiff arbeiten. Quelle: CargoLifter AG 12/1998 |
Foto: CargoLifter AG |
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