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Luftschiff-Werft in Brandenburg

CargoLifter baut eine der weltweit größten freitragenden Hallen

CargoLifter

[Fotos: CargoLifter AG]

Fundamente stehen bereits

Das Fundament für die Werfthalle der neuen Transportluftschiffe »made in Germany« steht: In einer Presseerklärung gab die CargoLifter AG die Fertigstellung der Fundamente für ihre Luftschiff-Halle im brandenburgischen Brand, südöstlich von Berlin, bekannt. Auf einem ehemaligen Militärflughafen errichtet CargoLifter eine moderne Luftschiffwerft. Die zentrale Halle ist mit 360 Metern Länge, 210 Metern Breite und 107 Metern Höhe eine der größten freitragenden Hallen der Welt. Ab dem Jahr 2000 wird das Unternehmen hier den 260 Meter langen CargoLifter CL 160 produzieren, ein neuartiges Luftschiff für Groß- und Schwertransporte von bis zu 160 Tonnen Gewicht. Im März hatte ein Baukonsortium mit den Rohbauarbeiten begonnen. Mitte Oktober soll der erste hallenüberspannende Stahlbogen stehen.

Die Werft mit voraussichtlich 250 Arbeitsplätzen wird sowohl Produktions- als auch Wartungsstandort für den CL 160 werden. Ab dem Jahr 2004 sollen dort jährlich bis zu vier CargoLifter fertiggestellt werden. Neben der zentralen Halle umfaßt die Werftanlage eine kleinere Halle, in der zur Zeit das Experimental-Luftschiff »Joey« im Maßstab 1:8 gefertigt wird, sowie Verwaltungs- und Entwicklungsgebäude. Daneben sollen bis zum Frühjahr die Energiezentrale und als zusätzliche Attraktion ein Besucherzentrum errichtet sein.


Auf einem ehemaligen Militärflughafen in Brand bei Berlin entsteht derzeit die Luftschiff-Werft der CargoLifter AG. Die zentrale Halle, in der das Transport-Luftschiff CL 160 ab Sommer 2000 gefertigt werden wird, ist mit 107 Metern Höhe und 360 Metern Länge eine der größten Hallen Europas.
[Foto: CargoLifter]

Schwer vorstellbare Dimensionen

»Ein Projekt dieser Größenordnung stellt höchste Anforderungen an Planung und Umsetzung«, so Karl Bangert, stellvertretender Vorstand und zuständig für den Werftbau. Das umbaute Volumen der Halle beträgt 5 Millionen Kubikmeter. Rund 14.500 Tonnen Stahl und etwa 40.000 Kubikmeter Stahlbeton werden verarbeitet. Die Gesamtkonzeption sowie die Projektleitung hat die Siemens-Tochter SIAT übernommen, das Baukonsortium wird von Hochtief in technischer und Max Bögl in kaufmännischer Hinsicht geführt. Die Eigenmittel zur Finanzierung werden von den inzwischen gut 6.500 Aktionären des Unternehmens sowie durch Fördermittel und einen bundesverbürgten Konsortialkredit aufgebracht. Der nächste Höhepunkt ist im Herbst geplant: Am 15. Oktober lädt CargoLifter zum »Bogenfest« nach Brand. Dann soll der erste der hallenüberspannenden Stahlbögen errichtet sein: der östliche Torbogen. An ihm wird in rund 100 Metern Höhe der 250 Tonnen schwere Königs-Zapfen für die gewaltigen verfahrbaren Torelemente montiert. Zugleich soll eine erste vorläufige Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahr 1998/1999 gezogen sowie ein Ausblick auf die Planungen für das neue Geschäftsjahr gegeben werden, das neben dem Börsengang auch die Eröffnung der Werft im Sommer 2000 als Meilensteine bieten wird.


Gewaltige Dimensionen: Allein die Betonfundamente der Stahlbögen, die das »Gerüst« der Werfthalle der CargoLifter AG bilden werden sind knapp 10 Meter hoch. Die insgesamt 107 Meter hohe und 360 Meter lange Werfthalle für das Transport-Luftschiff CL 160 entsteht derzeit auf einem ehemaligen Militärflughafen in Brand bei Berlin.
[Foto: CargoLifter]


Siehe auch:
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21.05.06 • 10.06.06