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| Eine ungewöhnliche, aber äußerst erfolgreiche Variante des Dinosaurierfilms ist der »Kaiju Eiga«, der
japanische Monsterfilm. Mit Godzilla
(Gojira J 1954) aus dem Toho-Studio
begann der Siegeszug eines Monstrums, das auch in den USA und Europa eine große
Fangemeinde in die Kinos locken konnte. Müssen die ersten Filme der Godzilla-Reihe noch im Zusammenhang mit der
Blütezeit des amerikanischen Monsterfilms in den fünfziger Jahren gesehen werden, so
entwickelte der Japan-Trash mit Akteuren, die in Gummikostümen durch Miniaturkulissen
stapften, eine ganz eigene Ästhetik, die wenig mit der möglichst perfekten
tricktechnischen Illusion des westlichen Kinos gemeinsam hat. Neben den fünfzehn Godzilla-Filmen der ersten Serie, die mit Befehl aus dem Dunkel
(Kaiju Daisenso J 1965) ihren Höhepunkt erreichte und mit Die Brut des Teufels: Konga,
Godzilla, King Kong (Mekagojira no Gyakushu J 1975) abgeschlossen
wurde, traten bereits frühzeitig andere Monsterfiguren in Rodan / Die fliegenden Monster von
Osaka (Radon J 1956) oder Mothra bedroht die Welt
(Mosura J 1961) auf. In der zweiten Hälfte der sechziger Jahren wagten
sich außerdem weitere japanische Filmstudios mit der Gamera-Reihe und den Gappa-Filmen
auf den Markt. Nach einer zehnjährigen Pause kam es Mitte der achtziger Jahre mit Godzilla - Die Rückkehr des Monsters (Gojira J 1984) zu einer Renaissance des Kaiju Eiga, die mit Gojira tai Desutoroia (J 1995) ihren (vorläufigen?) Abschluß fand. Die Hollywood-Produktion Godzilla (Godzilla USA 1998) von Roland Emmerich greift zwar den Namen des Protagonisten und das Grundmotiv der japanischen Monsterfilme auf, kann aber nicht mehr dem eigentlichen Kaiju Eiga zugerechnet werden. |
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