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| ALIEN CONTACT 59 |
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| Gleich zu Anfang der Handlung erscheinen gigantisch große Raumschiffe über
den Großstädten der Erde. Die Außerirdischen nehmen zwar Kontakt zu den Menschen auf,
wollen sich jedoch selbst nicht zeigen. Sie werden »Overlords« genannt und sind den
Menschen in jeder Beziehung weit überlegen, vor allem in technischer und moralischer
Hinsicht. Sie sollen die Menschheit zu neuer Reife führen, um einen Evolutionssprung auf
eine weitere Entwicklungsstufe einzuleiten, die andere Zivilisationen der Galaxis bereits
erreicht haben. Dazu wird die Erde zunächst befriedet, alle Ursachen für kriegerische
Auseinandersetzungen werden beseitigt. Jeder führt schließlich ein menschenwürdiges
Dasein, Hunger und Not gibt es nicht mehr. Die Erde verwandelt sich geradezu in ein
Paradies. Nach fünfzig Jahren zeigen sich die Overlords erstmals, und sie gleichen dem
Bild, das sich die Menschen von Teufeln gemacht haben: Sie tragen Hörner auf dem Kopf und
haben einen langen Schwanz. Ein neugieriger junger Mann schmuggelt sich an Bord eines der Raumschiffe der Overlords und hat so die Möglichkeit, den Heimatplaneten der Außerirdischen zu besuchen. Auf der Erde zieht sich unterdessen eine Gruppe von Künstlern auf eine einsame Insel zurück, um ohne die Segnungen der neuen Technologie auszukommen. Doch ausgerechnet dort werden die ersten Kinder einer gänzlich neuen Generation geboren. Diese Kinder haben die Fähigkeiten der Telepathie und Präkognition. Sie beginnen von anderen Welten zu träumen, und als sie sich zusammenschließen, verlassen sie als gemeinsamer Geist die Erde. Ihre Eltern sind die letzte Generation der Erde, mit der die gesamte ursprüngliche Bevölkerung des Planeten ausstirbt. Arthur C. Clarke wollte mit diesem Roman eine große Idee zu Papier bringen - die evolutionäre Entwicklung der gesamten Menschheit. Dabei ist ein mythisch-religiöser Hintergrund erkennbar, den man bei dem sonst eher technisch orientierten Autor nicht erwartet. Reclams Science Fiction Führer kommentierte dazu: »Die simple Aussage, der Roman sei nichts weiter als die SF-Umsetzung der Heilsgeschichte, erscheint allerdings verkürzt, wenn man das Werk in Zusammenhang mit anderen Werken des Autors sieht, in denen ebenfalls ein zwar mythisch-religiös geprägtes, aber gleichzeitig der Science Fiction verhaftetes Interesse an der Evolution der Menschheit zum Ausdruck kommt.« Die Thematik ist sicherlich der Grund dafür, dass dieses Buch zu einem Klassiker der Science Fiction wurde. Allerdings erscheint die Neuausgabe des Heyne-Verlages in der Reihe »Meisterwerke der Science Fiction«, und ob es sich tatsächlich um ein Meisterwerk handelt, ist eher zweifelhaft. Clarke erzählt seine Geschichte in mehreren Episoden, lässt Protagonisten einfach auftauchen und wieder verschwinden und bemüht sich nicht sonderlich um eine tiefgreifende Charakterisierung seiner Figuren. Sowohl die Außerirdischen als auch die Menschen wirken sehr eindimensional, und ihr Verhalten ist nicht immer logisch nachvollziehbar. Wenn man sich für die Geschichte der Science Fiction interessiert, sollte man dieses Buch durchaus lesen. Allerdings sollte man keine große Literatur erwarten. |
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