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Der
Geophysiker Poul Silis wird hinzugezogen, als eine Gruppe hochkarätiger Wissenschaftler
die seltsamen Umstände erforschen soll, unter denen ein Meteorit im ewigen Eis Grönlands
niedergegangen ist. Der Öffentlichkeit werden die zunächst bekannten Fakten jedoch
vorenthalten, denn schon bald hegt man Zweifel, ob es sich tatsächlich nur um einen
gewöhnlichen Meteoriteneinschlag handelt. Denn an der Einschlagstelle wird die Spitze
einer uralten Tempelanlage gefunden, die den Forscherdrang der Wissenschaftler weckt.Als sich in der Tiefe etwas regt, stellt Silis Kollege DeFries einige Vermutungen an, die so phantastisch klingen, dass der Geophysiker ihnen keinen Glauben schenken mag. Doch DeFries hat sich mit alten Mythen und Überlieferungen unterschiedlicher Völker beschäftigt, die sich in vielen Details ähneln und von Wesen berichten, die auch der amerikanische Autor H. P. Lovecraft in seinen paranoiden Erzählungen verarbeitete. Und Poul Silis muss schon bald am eigenen Leibe erfahren, dass DeFries Phantastereien durchaus eine reale Basis haben. Und in der Tiefe unter dem Eis warten die wahren Herren der Erde auf den Zeitpunkt ihrer Rückkehr ... In der Buchreihe H. P. Lovecrafts Bibliothek des Schreckens erschienen bisher Romane und Erzählungen, die sich an das Werk Lovecrafts anlehnen. Michael Marrak jedoch holte das »Kosmische Grauen« auf eine rationale Ebene und schrieb mit Imagon einen Wissenschafts-Thriller, der in naher Zukunft spielt. Die Handlung basiert auf der Novelle »Der Eistempel« in Marraks Erzählungsband Die Stille nach dem Ton, wurde jedoch stark erweitert und durch ausführliche Recherchen untermauert. Sogar eine Zeitreise wurde in die Geschichte integriert. Der Autor hat sich eingehend mit allen wissenschaftlichen Details beschäftigt und ließ es sich auch nicht nehmen, diese Details dem Leser ausführlich zu vermitteln, worunter der Fluss der Handlung gelegentlich leidet. Die Spannung des Buches resultiert nicht aus Konflikten, sondern aus den Geheimnissen um das Wesen und die Herkunft der Großen Alten, die nach und nach gelüftet werden. Das furiose Finale des Romans entschädigt für einige Durststrecken in der ersten Hälfte. Insbesondere Lovecraft-Leser werden begeistert sein über die neue Dimension, die Michael Marrak dem Cthulhu-Mythos eröffnet hat. |
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| Ausgezeichnet mit dem Kurd Laßwitz Preis in der Kategorie »Bester Roman 2002« | ![]() |
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