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ALIEN CONTACT

Jeff Noon

Pixelsalat

Pixel Juice • 1998

Science Fiction > Alien Contact | Buch-Tips
Noon hat bereits mit seinen Romanen Gelb und Pollen für Furore gesorgt. Jetzt präsentiert er einen Remix seiner Short stories, die eine erstaunliche literarische Bandbreite präsentieren: von der klassischen Erzählung über Märchen, Gebrauchsanweisungen und Nachrichtentexte bis hin zu psychedelischem Nonsense und »Electric Haiku Remixes«. Er selbst nennt diesen Mischmasch »Avant-Pulp« und hat damit nicht etwa ein neues Genre erfunden, sondern lediglich einen Ausdruck für das bunte Kaleidoskop seiner funkelnden Ideen. Der Autor läßt seine Leser träumen und holt sie mit schöner Regelmäßigkeit in die Realität zurück. Dabei benutzt er kaum ein Versatzstück typischer Science Fiction - und doch sind die Geschichten SF.

Der Autor, der bereits mit dem Arthur C. Clarke Award und dem John W. Campbell Award als bester britischer Newcomer ausgezeichnet wurde, wird zuweilen mit Irvine Welsh verglichen, und das trifft es vielleicht besser als ein Vergleich mit Ballard oder Moorcock, der auch nicht zu weit hergeholt wäre. Auf jeden Fall haben es seine Storys in sich, egal, ob es um einen Junior-Zuhälter geht oder einen Schriftsteller, der sich täglich frisch seine Buchstaben liefern läßt. Viele der Storys handeln vom Vurt-Kult, der bereits in Noons Roman Gelb eine Rolle spielte.

Jeder Leser, der sich an stilsicherer Literatur erfreuen kann, wird unter den knapp fünfzig Texten eine Menge Perlen entdecken.

• Martin Höllmann • ALIEN CONTACT

Jeff Noon
Pixel Juice (1998)
Pixelsalat, deutsch von Ingo Herzke (München: Goldmann, 2000) [G54118] Bestellen
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21.05.06 • 10.06.06